Lovehead im Interview
Written by Linda Kurtenbach, Johanna König on 6. Oktober 2026
Radio Q Musikredakteurinnen Linda Kurtenbach und Johanna König hatten die Chance, vor ihrem Konzert im Skaters Palace mit Lovehead zu sprechen. Lovehead – das sind Anna, Mara und Leni.
Lovehead haben 2025 mit dem Release ihrer ersten Single „Erdnussallergie“ einen schnellen Aufstieg hingelegt. Der Sound der Band, der zwischen Indie-Rock, Pop, Neuer Deutscher Welle (und neuerdings auch Atzenrap, wie wir beim Konzert feststellen durften) changiert, führt dabei sowohl zu Moshpits und einer schwitzigen Tanzatmosphäre, als auch zu Taschenlampen-Schwenken und Innehalten.
Lyrisch besteht ihre Handschrift in einer erfrischenden Ehrlichkeit, die einen manchmal schmunzeln lässt, manchmal dadurch aber auch umso mehr hitted. Thematisch holen ihre Songs dabei vor allem junge Menschen ab und würden damit den perfekten Soundtrack zu einem Coming-of-Age-Film liefern. Welchen die drei dafür im Kopf haben, das werdet ihr im Laufe des Interviews erfahren.
Johanna: Also, wir haben recherchiert, dass ihr euch recht spontan und random kennengelernt habt, unter anderem über einen Instagram-Kommentar. Wann war für euch klar, das könnte als Band funktionieren, und wann war auch klar, dass ihr eigene Songs veröffentlichen wollt?
Anna: Also, ich glaube, dass klar war, dass das was wird, das hatten wir lange nicht. Wahrscheinlich jetzt immer noch nicht. Aber wir haben uns entschieden, einen Song zu veröffentlichen, weil wir dachten, “Ja, warum nicht?”. Dann haben wir bei einem Bandwettbewerb mitgemacht und dachten uns, es wäre doch cool, wenn da mehr Leute kommen. Aber warum sollten Leute kommen, wenn sie nichts von uns kennen? Und das war so eigentlich dann der Ansporn, den zu veröffentlichen. Also wir hatten gar kein Ziel, wir haben’s einfach gemacht.
Johanna: Das hat auch sehr gut geklappt, weil seit eurem Release von Erdnussallergie einiges passiert ist. Ihr habt u.a. einen Major-Label-Vertrag abgeschlossen, habt Kraftklub- Support gespielt und viele Live-Gigs. Gibt es denn etwas, von dem ihr sagt, dass es wichtig ist, darauf zu achten, so eine Art Konstante, etwas, was euch Sicherheit gibt? Oder seid ihr so, dass ihr den Rockstar-Lifestyle richtig auslebt?
Leni: Also ich würde sagen, wir sind jetzt noch keine Rockstars, zumindest würde ich uns nicht so betiteln. Auch wenn wir es gerne sein würden, wahrscheinlich – wäre schon cool.
Johanna: Ja, Fake it till you make it.
Leni: Ja (lacht). Was war die Frage noch mal?
Johanna: Also wenn ihr sagt, ihr seid keine Rockstars, dann gibt es irgendeine Konstante, irgendwas, was euch Sicherheit gibt?
Leni: Für uns drei ist es so, dass wir uns teilweise sehr schwer tun damit, dass sich das alles real anfühlt. Denn es ist einfach nicht alltäglich, was wir machen. Es fühlt sich so unnatürlich an, herumzufahren in verschiedenen Städten, die Städte aber gar nicht so richtig zu sehen. Sondern eigentlich nur irgendwelche Clubs, in denen man halt spielt.
Das ist extrem cool, aber ich glaube, deswegen ist so unsere Konstante dann wahrscheinlich auch zwischendurch dieses Zuhause-Sein und sich mal nicht sehen, weil wir uns eigentlich immer sehen.
Also ich glaube, ich sehe niemanden öfter als Anna und Mara, was schön ist irgendwo, aber natürlich manchmal auch ungeil.

Johanna:Ja klar, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, dann geht man sich vielleicht mal auf die Nerven. Das glaube ich, kennt wohl jeder. Aber verbringt ihr auch eure Freizeit zusammen? Und wenn ja, was unternehmt ihr besonders gerne oder oft zusammen?
Mara: Ich glaube, wir haben keine Freizeit, das ist das Problem. Aber wenn wir sie hätten, würden wir uns treffen.
Leni: Nein, würden wir nicht. Wir haben uns noch nie getroffen.
Mara: Doch, ich habe mich schon einmal-
Leni: Nein, also wir haben uns— ich kann die Male aufzählen: Anna und Mara waren schon einmal in Berlin zusammen. Ich war mit der Anna einmal in Graz. Dann war ich mit der Mara einmal surfen und auf irgendeinem Konzert wart ihr noch zu zweit. Also man kann es an so zwei Händen abzählen eigentlich, wie oft wir uns privat getroffen haben.
Anna: Wenn wir in Wien sind, sehen wir uns fast jeden Tag, weil es halt immer was zu tun gibt. Die Freizeit, die wir haben, verbringen wir dann getrennt voneinander. Ich glaube, eine gesunde Beziehung braucht auch mal die Distanz.
Leni: Aber für das muss man sagen, streiten wir uns echt selten .
Mara: Bevor das ein Beruf geworden ist, haben wir uns ja schon wöchentlich zum Proben getroffen.
Leni: Das stimmt schon, aber ich finde, seitdem wir so Musik machen—
Mara: Seitdem machen wir nichts mehr zusammen.
Leni: Es war eben mehr so ein Hobby, das wir zu dritt machen. Weniger so ein, “okay, wir treffen uns zum Kaffeetrinken.”
Anna: Ja, wir waren halt sowieso Sportfreunde seit Jahre. Also wir sind zusammen im gleichen Tennisteam oder im Volleyballteam und da sehen wir uns halt regelmäßig. Aber wir haben trotzdem alle andere Freunde (lacht)

Johanna: Aber es ist ja voll gut, wenn ihr sagt, gesunder Abstand, das ist ja nachvollziehbar. Trotzdem würde ich mal davon ausgehen, dass ihr euch sehr gut kennt untereinander. Deswegen würde ich euch mal gerne fragen, als welchen fiktiven Buch-, Film- oder Seriencharakter würdet ihr euch gegenseitig beschreiben?
Leni: Okay, okay.
Johanna: Ihr dürft natürlich kurz nachdenken.
Leni: Müssen wir alle für beide quasi dann immer jeweils?
Johanna: Legt einfach los.
Mara: Darf ich was für Leni sagen?
Leni: Ja, jetzt kommt was Gemeines.
Mara: Nein, gar nicht gemein. Du bist Soos von Gravity Falls.
Leni:Oh, das nehme ich als Kompliment.
Anna: Ich finde, du wärst aber auch Bob von den Minions.
Johanna: Okay, was ganz anderes.
Leni: Okay, Soos von Gravity Falls und Bob von den Minions. Damit kann ich leben.
Anna: Ich finde, Mara wäre in einem alternativen Universum vielleicht auch Hermine Granger.
Leni: Da habe ich auch dran gedacht. Ja, okay. Anna, du bist bisschen – manchmal, nicht immer – Bibble aus dem Barbie-Film.
Anna: Das finde ich super. Voll süß.
Johanna: Das ist richtig wholesome.
Anna: Wie redet Bibble noch mal? (imitiert Bibble)
Leni: Ich weiß nicht, ich kann es nicht nachmachen. Ja, manchmal bist du Bibble und manchmal bist du aber auch so, wie heißt sie nochmal aus Twilight?
Johanna: Bella?
Leni: Naja, Bella, aber in ihrer Depri-Phase, wo sie Schluss gemacht hat. Wo sie und Edward, glaube ich, einmal Schluss gemacht haben und sie dann so 3 Monate in ihrem Zimmer sitzt. Manchmal bist du auch das, finde ich.
Johanna: Ein schöner Kontrast.
Anna: Ich bin auf jeden Fall was mit B. Okay, eine geile Bitch (lacht).
Linda: So, wir bleiben ein bisschen beim Thema fiktiver Charakter. Ich habe nämlich gesehen, dass ihr auf eurem Merch und auch auf eurem Instagram-Profilbild so ein Lovehead-Design habt. Also eine kleine Figur, einen Lovehead. Was charakterisiert denn diese Lovehead-Figur? Was macht einen Lovehead aus?
Anna: Ein Lovehead hat ein Herz, einen Körper,-
Linda: Keine inneren Werte? (lacht)
Anna: Die Zigarette, der riesige Joint.
Leni: Die Anna hat sich das Motiv eigentlich ausgedacht. Ich habe es dann im Endeffekt gezeichnet und dann hat es unsere Grafikdesignerin noch ein bisschen besser gezeichnet. Und ich glaube, es ist so ein bisschen auch dieses Ding von der – oder das, was auch immer es ist – das Lovehead soll immer mit dabei sein, aber sich vielleicht auch immer abändern, weil wir auch unsere Musik immer verändern. Und ich glaube, das wäre irgendwie cool, wenn der so eine Konstante ist, aber auch mit uns mitwächst.
Anna: Der Lovehead ist die Konstante zwischen uns .
Linda: Ihr habt ja nicht so eine richtig klassische Band-Hierarchie, zumindest wirkt es so ein bisschen so, als seid ihr alle drei gleichermaßen an eurer Musik beteiligt, sowohl auf der Bühne als auch neben der Bühne. Zum Beispiel singt ihr ja auch alle drei eure Songs. Würdet ihr das so unterschreiben erst mal?
Leni: Ja, also heute muss ich hinten stehen.
Anna: Ja, die Leni hat sich nicht gut benommen.
Mara: (singend) Komm, steh mit mir im 4×4, aber du musst hinten stehen, denn die Bühne ist zu klein.
Leni: Ich glaube ja, eigentlich schon.
Anna: Also ich würde es unterschreiben.
Leni: Ja.
Linda: Habt ihr denn das Gefühl, das erleichtert euch oder erschwert euch eher eure künstlerische Arbeit?
Anna: Erleichtert.
Leni: Ich finde auch. Es ist nämlich nicht so dieses Ding, dass wir immer alles gerecht aufteilen müssen, sondern dass es eher so ein ganz faires Ding ist von, “hey, wer singt das vielleicht am besten oder zu wem passt das stimmlich am meisten”. Und auch bei den Instrumenten sehen wir, dass wir alle drei gleich viel zu Musik beitragen. Deswegen macht es Sinn, dass wir da auch alle drei gleich viel Anerkennung bekommen.
Anna: Und ich finde, es nimmt auch voll Druck von einer Person, auch auf der Bühne.
Ich glaube, wir sind wahrscheinlich deswegen nie nervös vor einem Auftritt. Wenn wir verkacken, dann halt alle gemeinsam, weil es eigentlich nicht nur eine Person verkacken kann.
Linda: Die Person muss dann als Nächstes halt hinten stehen.
Anna: Ja, genau (lacht). Aber ich finde es ganz chillig. Man fühlt sich auch nicht so beobachtet vom Publikum, weil die haben dann halt zwei andere Leute, auf die sie schauen können.
Linda: Habt ihr denn eine bandinterne Aufgabenteilung, die nichts mit Musik zu tun hat? Also gibt es irgendwie bei euch eine designated Tourbusfahrerin, eine Bandmom, eine Person, die immer einen schlechten Wortwitz auf Lager hat?
Leni: Die Anna fährt auch auf jeden Fall nicht. Aber ich würde auch nicht sagen, dass Mara und ich den Bus fahren. Also unsere Tourmanagerin fährt schon am meisten, Mara und ich auch manchmal, aber das ist es nicht so ganz. Ich weiß nicht.
Anna: Leni kann immer rülpsen.
Leni: Das ist aber echt eine Kunst, die ich habe.
Anna: Mara weiß immer viel über den Körper Bescheid.
Leni: Oh, okay, also auf eine medizinische Weise (lacht). Ich finde, Mara hat so viel Allgemeinwissen, wo ich mir manchmal denke, safe – oder nein, Hausverstand.
Anna: Das ist es.
Anna: Mara hat viel Hausverstand.
Linda: Was meint ihr mit Hausverstand?
Leni: Also Hausverstand heißt so quasi, dass man einfach jetzt nicht gegen eine Tür läuft, wenn du sie erst öffnen musst. Ich finde, das ist so auf eine ganz simple Art und Weise erklärt. Die Tür ist zu, du läufst dagegen. Die logische Antwort wäre, du machst sie einfach auf.
Johanna: So street smart.
Leni: Ja, genau. Also, Mara hat Hausverstand. Das heißt, sie ist einfach irgendwie nicht ganz so deppert wie die anderen. Ich bin manchmal einfach da. Was ist Anna?
Mara: Die Anna ist die Diva.
Leni: Ja, Anna ist die Diva von uns, auf jeden Fall. Wenn jemand von uns ein Mafiaboss wäre, dann wäre es Anna.
Anna: Das verstehe ich aber nicht, weil ich könnte das niemals. Ich kann ja nicht mal irgendwie lügen. Also würde die Polizei zu mir sagen, “hey, bist du der Mafiaboss?” Ich wäre so, “ja, safe”. Ich glaube, ich wäre vielleicht— nein, ich wäre auch keine gute Frau von einem Mafiaboss. Da hätte ich das gleiche Problem. Ich wäre die legale Königin.
Linda: Legale Königin, auch gut.
Mara: Das beschreibt es ganz gut.
Linda: Wir haben ja gerade schon ein bisschen über Filme und Serien gesprochen. Es gibt so ein bisschen einen Konsens, dass wenn man von Lovehead und von eurem Sound spricht, man irgendwie auch den Sound von einer Coming-of-Age-Story meint. Und ich finde auch, wenn man eure Musikvideos guckt, das könnte sehr gut auch in einem längeren Format funktionieren. Ich habe auch letztens in einem Instagram-Kommentar gelesen, Lovehead sind die wilden Hühner der 20er. Unter welchem Film, es kann ein Coming-of-Age-Film sein, es kann aber auch ein Marvel-Blockbuster sein, würdet ihr gern mal einen Lovehead-Soundtrack legen?
Leni: Ja, ich weiß eh, was ihr sagt. Ich finde, es passt gar nicht.
Mara: Ich finde, es passt total.
Leni: Ja, sag es.
Mara: Frontalknutschen.
Anna: Angus, Thongs and Perfect Snogging.
Leni: Das Ding ist, ich sehe es halt leider in dem Film echt gar nicht. Und die da hinten, die ihn gesehen haben, schütteln gerade auch ihren Kopf.
Mara: Doch, schau, stell dir vor, die Szene am Anfang, sie rennt mit dem Olivenkostüm, währenddessen spielt Sex am See.
Anna: Nein, ich finde, Mr. Rush würde da gut passen.
Leni: Ich finde, es passt nicht zum Film, aber das macht auch nichts.
Mara: Ich sehe es eher so- “Georgia, why are your legs Orange?” “Wann tanzt du mit mir?” Sehe ich schon total.
Anna: Ja, ich glaube, wir wären Stiff Dylans (Band aus besagtem Film).
Leni: Ich sage nichts mehr dazu.
Johanna: Also einigt ihr euch auf Frontalknutschen?
Anna: Die Leni nicht.
Leni: Nein, aber ich habe leider auch keinen anderen Vorschlag. Ich bin nicht so gut im Filmbusiness, muss ich sagen. Ich schaue schon gerne so Coming-of-Age-Movies, aber ich schaue auch immer die gleiche Sache. Und wenn ich jetzt so Star Wars: The Clone Wars sage, ist das so ein bisschen— ich weiß, das ist es halt auch nicht.
Anna: Ich finde, was auch cool wäre, wäre Perks of Being a Wallflower.
Leni: Das ist cool. Ja, das sehe ich schon eher, sage ich ehrlich.
Johanna: Wir gehen dann noch mal über zu ein paar Fragen zu eurer Tour, zu eurer Sommerwind-Tour. Wie fühlt sich Sommerwind an und warum habt ihr genau diesen Song gewählt, um euer Album und die Tour zu betiteln?
Anna: Das war einfach der erste Song, der fertig war. Wir hatten noch keine anderen Songs für die Tour und dann waren wir so, wir brauchen jetzt einen Namen für die Tour. Es passte dann halt – September, und dann den letzten Sommerwind noch mal mitnehmen.
Johanna: “Wer gibt mir den Sommer zurück, wenn es so kalt im Winter ist” Habt ihr Tipps, um im Herbst oder Winter vielleicht ein bisschen Sommergefühle aufkommen zu lassen?
Leni: In den Süden fahren (lacht). Das kann immer helfen, finde ich. Und wenn man dafür keine Zeit hat, oder kein Geld – habe ich auch nicht – dann kann man auch immer einen Greenscreen benutzen. Und sich an den Strand projizieren.
Johanna: Welche Show war bisher euer Highlight und auf welche freut ihr euch noch besonders? Ich habe gesehen, also wir haben es ja gerade schon mal besprochen, ihr spielt morgen noch in Bremen im Lagerhaus. Das ist auch eine tolle Location. Also ich komme aus Bremen und ich kann sagen, dass Bremen sehr zu eurem Vibe passt. Aber bisher, was hat euch am besten gefallen?
Mara: Also ich fand Stuttgart total motivierend, die Crowd und auch die Venue, es war alles ziemlich geil.
Leni: Hat mich auch ein bisschen verwundert, weil über Stuggi hört man ja normalerweise andere Sachen,aber die haben toll getanzt und mitgesungen. Die waren motiviert.
Mara: Und ich glaube, ich freue mich noch sehr auf Leipzig. Auf Bremen freue ich mich auch, weil Bremen eine wunderschöne Stadt ist. Auf Leipzig freue ich mich sehr, das ist ausverkauft und ist glaube fast die größte Venue. Und in Oslip (Gemeinde in Österreich) spielen wir auch,den Tourabschluss und das ist so unsere Hood, also wirklich so, das ist das größte Heimspiel, das man haben kann.
Mara: Und viele Friends und Family.
Johanna: Jetzt seid ihr in Münster, habt ihr auch schon irgendwas von der Stadt gesehen?
Anna: Nee.
Mara: Nichts… Doch, wir haben doch den Fluss gesehen.
Leni: Also wir waren essen und dann wollten wir noch so an diesem See spazieren gehen. Ich habe Odds verloren. Ich war dann kurz im Aasee. Turns out, da sind –

Linda: Damit bist du gerade ein ganz großes Meme-Victim der Stadt Münster geworden, weil jeder, der irgendwie mal mit Münster zu tun hat,macht sich häufig lustig über die Leute, die in den Aasee gehen.
Leni: Das Ding ist, ich habe Odds verloren. Da war so ein Einkaufswagen unter Wasser, den ich da rausziehen sollte. Dann war ich so, ja, das muss ich jetzt halt durchziehen. Und ich habe es durchgezogen, bis ich dann halt herausgefunden habe, dass es eigentlich auch nicht so gesund ist . Aber ich habe mich sehr gut geduscht danach und es kratzt noch nicht. Also ich glaube, es ist gut und ich war nicht so ganz drinnen, ich war nur mit meinen Füßen drin.
Linda: Ich sage auch, es ist ein bisschen so eine Urban Legend, ehrlicherweise. Also ich kenne niemanden, der da mal drin war. Nur aus Erzählungen, dass man danach Verdauungsprobleme und so bekommen hat.
Leni: Ja, aber nur wenn man das Wasser schluckt. Ich war zum Glück nur mit den Füßen drinnen.
Johanna: Das ist die eine Sache in Münster, die man nicht machen sollte.
Leni: Also die habe ich gemacht. Hat uns leider niemand gesagt. Es steht halt auch nirgends. Das finde ich ein bisschen frech. Also hier Hate an Münster, weil warum schreibt ihr das nirgendwohin, Leute? Da steht kein Badeverbot und alle Leute, die vorbeigegangen sind, haben auch nichts gesagt.
Mara: Ein Kind ist vorbeigegangen und hat gesagt, die holt sich jetzt Blutegel, aber von Blaualgen hat er nichts gesagt.
Linda: Naja, abhaken von der Münster Bucketlist, immer gut auf jeden Fall einmal im Aasee gewesen zu sein. Wir kommen jetzt langsam zum Schluss. Wir sind ja aus der Musikredaktion und wir nehmen immer gerne auch Musikempfehlungen von anderen Leuten mit. Und ihr habt ja alle drei jeweils eine öffentliche Favorite- Songs-Playlist auf Spotify, da kriegt man schon mal einen kleinen Einblick in eure Musikgeschmäcker. Jetzt mal angenommen, ihr müsstet ein Mixtape für diese Tour erstellen und jede von euch darf einen Song reinpacken, für welchen würdet ihr euch entscheiden?
Mara: Ich würde ganz klar mangetout von Wet Leg hinzufügen.
Leni: Ja, ich glaube, das würden wir aber alle drei.
Mara: Ja, deshalb, ich sag’s jetzt einfach mal als Erstes.
Leni:Find ich gut. Ja, nee, ich hab kurz überlegt, ob’s was anderes gibt, aber ich glaube, ich wäre auch für den Song.
Anna:Ich nehme jetzt einfach ein anderes Lied dazu, das ich auch gerne mag, gehe da aber auch mit. Sexy Lemon von Freak Slug, das ist mein Lieblingslied.
Mara:Was ich sonst noch sehr cool finde, ist Zebra von Beach House, der passt auch sehr gut dazu.
Leni: Generell Beach House Songs finde ich im Allgemeinen passt gut zum herbstlichen Vibe gerade.
Linda: Dann haben wir eine Sommerwind-EP-Mixtape-Playlist. Dann wären wir jetzt auch eigentlich schon am Ende, es sei denn, ihr wollt noch irgendwas loswerden oder vielleicht nochmal, was steht für euch als Nächstes an, wenn ihr jetzt bald den letzten Tourstopp gespielt habt? Braucht ihr erstmal eine Pause, erst mal eine Runde chillen oder geht’s direkt groß weiter?
Anna: Ich chill.
Mara: Ja, wir kommen nach Hause, dann beginne ich zu studieren und dann werden wir ein Album schreiben.
Leni: Ja, das machen wir auch. Und hoffentlich chillen.
Linda: Chillen und ein Album schreiben, das ist doch ein guter Plan. Dann würde ich sagen, wenn ihr nicht noch irgendwas loswerden wollt—
Leni: Ich glaube nicht, oder?
Anna: Danke, dass wir hier sein durften.
Linda: Vielen, vielen lieben Dank euch, und ich würde sagen, ganz viel Spaß gleich beim Gig.
Alle drei: Dankeschön.
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