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Traditionelle Weihnachtsbäume könnten zukünftig nicht mehr anbaubar sein. Die Nordmanntanne, die als der traditionelle Weihnachtsbaum gilt, brauche viel Wasser und reagiere anfällig auf Trockenheit, so Pflanzenforscher Norbert Kühn von der TU Berlin. Wegen der Folgen des Klimawandels wird die Nordmanntanne also künftig schwer anzubauen sein. Zweige von Douglasie- oder Weymouth-Kiefer könnten eine Alternative sein, denn sie verströmen auch ohne Baumfällen den weihnachtlichen Duft. Bäume in Töpfen eignen sich hingegen nicht als nachhaltige Alternative, weil diese das Wieder-Einpflanzen meist nicht überleben.
Das Münsteraner Startup “Glowkitchen Food” hat den MUT-Gründungspreis NRW gewonnen. Das junge Back-Unternehmen setzt seit der Gründung 2021 auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel durch gesunde Zutaten auf Pflanzenbasis und Recycling Verpackungen. Das Gründungsteam erhält für seine nachhaltigen Backwaren 20.000 Euro Preisgeld von der NRW Bank. “Glowkitchen Food” produziert vor allem Snackwaren und hat unter anderem mit seinem veganen Bananenbrot überzeugt.
Die Landesregierung NRW holt drei Spitzenwissenschaftler*innen nach NRW. Dieses Jahr geht es im sogenannten Rückholprogramm vor allem um den Bereich des Future Computing. Das Land NRW will damit internationale Spitzen-Forschende nach NRW holen.
Das Rückholprogramm ist in Deutschland einzigartig und soll NRW als Wissenschaftsstandort fördern. Wissenschaftsministerin Ina Brandes sagte dazu folgendes: “Mit dem Schwerpunkt auf Future Computing fördern wir in diesem Jahr ein wichtiges Zukunftsthema, das uns zum Beispiel hilft, Krankheiten schneller und präziser zu diagnostizieren und optimale Verkehrsverbindungen in Echtzeit zu berechnen.”
Die drei Wissenschaftler*innen werden in den kommenden Monaten mit ihrer Forschung in Deutschland beginnen.
580 Jugendliche haben dieses Jahr an Sprachkursen der Stadt teilgenommen. Das Angebot “MitSprache” der Stadt und ihrer Kooperationspartner bietet zugewanderten Kindern und Jugendlichen die kostenlose Möglichkeit, Sprachkenntnisse spielerisch zu erwerben und zu vertiefen. Das Amt für Schule und Weiterbildung hat dieses Jahr 50 Kurse angeboten, die Sprachförderung mit Freizeitaktivitäten verbinden, unter Anderem z.B. in Theaterprojekten.
Das Kursangebot von MitSprache läuft seit 2013 und deckt Sprachkompetenzkurse für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren ab. Teilnehmenden wird die Möglichkeit geboten, neu erworbene Fähigkeiten direkt anzuwenden und selbst kreativ zu werden. Das stärke nicht nur das Selbstbewusstsein und die Sprachkompetenz, sondern auch die soziale Integration, so Dr. Gedack vom MitSprache-Team.
Es gibt Hinweise darauf, dass der Erdkern aus mehreren Schichten besteht. Das haben Forschende der Uni Münster in Kooperation mit verschiedenen europäischen Forschungsinstituten herausgefunden.
Hintergrund des Ganzen ist Folgender: Seismologische Messungen zeigen schon seit Langem, dass sich bestimmte Erdbebenwellen an unterschiedlichen Stellen der Erdkugel unterschiedlich schnell bewegen. Auch innerhalb des Erdkerns gibt es solche Schwankungen in der Geschwindigkeit. Die neuen Forschungsergebnisse deuten jetzt darauf hin, dass der Erdkern in Schichten aufgebaut sein könnte – wie bei einer Zwiebel.
Die Forschenden simulierten Bedingungen, wie sie tief im Erdinneren herrschen. Die Unterschiede in der Ausbreitung von Erdbebenwellen lassen sich mit der chemischen Zusammensetzung des Materials erklären, das sich mit zunehmender Tiefe ändert – der Eisenanteil nimmt nach innen hin zu.
Die Landesregierung in NRW startet die Aktion “Singen und Postkartenschreiben gegen Einsamkeit”. Die Weihnachtszeit ist für einige Menschen eine einsame Zeit. Mit der Aktion möchte die Landesregierung ein Zeichen setzen und Menschen in Kontakt bringen. Mitsingen können alle Interessierten in spontanen Mitsing-Aktionen oder auch kleinen Konzerten. Weihnachtliche Grußkarten können auf der Website der Landesregierung NRW heruntergeladen oder nach Hause bestellt werden. Verteilt werden sie durch beteiligte Einrichtungen oder lokale Sammelstellen.
“Jugend Forscht” verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei den Anmeldezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Anmeldungen um knapp 10 Prozent gestiegen. In fast allen Bundesländern steigt die Quote. Besonders beeindruckend ist die Steigerungsrate in Schleswig-Holstein von fast 70 Prozent. Außerdem ist der Anteil von Mädchen auf dem zweithöchsten Stand jemals. Die Vorständin von “Jugend Forscht” lobt diese Entwicklung. Außerdem betont sie die Rolle, die die Jugend bei der Gestaltung der Zukunft spielt. Die ersten Runden des Wettbewerbs finden im Februar statt.
Es gibt neue Forschung über die Bekämpfung von Hass im Netz. Zwei Projekte der University of Applied Sciences Sankt Pölten zeigen, wie technologische Innovation und gesellschaftliche Verantwortung vereinbar sein können. Dabei geht es um innovativere Lösungen als das Sperren von Accounts oder Löschen von Kommentaren. Zum Beispiel werden jungen Menschen Werkzeuge in die Hand gegeben, um selbst aktiv gegen Hassrede aufzutreten. Ein Ergebnis davon ist die App Counter Help. Die App analysiert Hasskommentare und generiert Vorschläge zur Gegenrede. Bei einem anderen Projekt wird ein intelligentes Moderationssystem für Hate Speech entwickelt, das insbesondere auf den deutschsprachigen Kontext angepasst ist. Bisher sind KI-System zur Hate-Speech-Erkennung auf den englischsprachigen Raum optimiert.
Neue Arbeitsweisen können auch in kritischen Infrastrukturen funktionieren. Das zeigt eine Studie der Uni Hohenheim. Auf Basis ihrer Ergebnisse veröffentlichen die Expert*innen den Leitfaden “Startklar für New Work”. Dieser soll zeigen, wie auch kritische Infrastrukturen, wie zum Beispiel das Gesundheitswesen, durch neue Arbeitsweisen verbessert werden können. Diese leiden oft unter Fachkräftemangel, hoher Arbeitsbelastung und strukturellen Engpässen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Widerstandsfähigkeit erhöhen lässt, wenn Arbeitskultur Stabilität mit Flexibilität verbindet und Menschen in den Fokus gestellt werden.
Forschende der Uni Münster entwickeln ein Konzept gegen Nierenschäden bei Operationen. Nach Operationen steigt das Risiko, dass Patienten Nierenschäden erleiden, da der Körper im Ausnahmezustand ist. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Uni Münster hat nun ein Konzept vorgestellt, das die Gefahr senken soll. Entwickelt wurde ein Behandlungsprotokoll, durch das Risikopatienten frühzeitig identifiziert und in den ersten Stunden nach der Operation engmaschig überwacht werden sollen. Das Besondere daran ist, dass keine High-Tech-Ausstattung benötigt wird.
Die Bezirksvertretung Münster Südost entscheidet heute über Straßenumbenunngen.Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Münster hervor. Es handelt sich um die Straßen Woermann- und Lüderitzweg in Gremmendorf. Straßenumbenennungen sind möglich, wenn die geehrten Personen gegen die Menschenrechte verstoßen haben oder an Taten beteiligt waren, die nicht mit den Wertvorstellungen der Stadt Münster vereinbar sind. Die Namensgeber dieser Straßen Woermann und Lüderitz stehen unter anderem in Verbindung mit kolonialen Verbrechen. Die Straßen wurden in der NS-Zeit nach ihnen benannt. Bei einer Befragung der Bürger*innen in der Nachbarschaft, sprach sich die Hälfte für und die andere Hälfte gegen eine Umbenennung aus.
Die Bezirksregierung Münster bewilligt finanzielle Förderungen für drei Kommunen im Münsterland. Dies gab die Bezirksregierung Münster heute in einer Pressemitteilung bekannt. Im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW zur Förderung einer nachhaltigen Modernisierung ländlicher Infrastruktur übergaben die Verantwortlichen Förderbescheide über rund 1,32 Millionen Euro. Die Begünstigten sind die münsterländer Kommunen Heiden, Altenberge und Beckum. Das Förderprogramm des Landes unterstützt Kommunen dabei, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und vor allem weiterzuentwickeln.
Archäolog:innen entdecken eine seltene griechische Skulptur in Italien. Forschende des interdisziplinären Ausgrabungsprojekts “Vulci Cityscape” um Wissenschaftler:innen der Unis Mainz und Freiburg fanden den Kopf einer über 2.500 Jahre alten griechischen Mamorstatue im heutigen Italien. Funde griechischer Statuen außerhalb des heutigen Griechenlandes sind äußerst selten. Der Fund liefert daher Hinweise darauf, dass Griechen und Etrusker im 5. und 6. Jh. vor Christus in der antiken Stadt Vulci kulturell umfangreichere Beziehungen pflegten, als bisher bekannt.
Die Stadt Münster unterstützt Projekte für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im kommenden Jahr 2026 stellt die Stadt Münster Mittel für Initiativen bereit, die die Gesundheitsversorgung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen verbessern. Insgesamt stehen 30.000 Euro für die Förderung der inklusiven Projekt zur Verfügung. Vereine, Gruppen und Organisationen können ab sofort und bis Ende März kommenden Jahres Zuschüsse beantragen.
Die Uni Münster zeichnet 13 Nachwuchswissenschaftler:innen mit dem Dissertationspreis des Jahres 2025 aus. Diese werden jährlich an Doktorarbeiten vergeben, die neben wissenschaftlicher Exzellenz auch “ein hohes Maß an Originalität aufweisen und einen bedeutsamen Beitrag zur aktuellen Forschung leisten.” Um die weitere Arbeit der Preisträger:innen zu fördern, sind die Dissertationspreise mit jeweils 3000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden Doktorarbeiten aus verschiedenen Fachbereichen.