Filmrezension: „Isle of Dogs“

Geschrieben von am 11. Mai 2018

Der neueste Film von Wes Anderson spielt im Japan der Zukunft.  In der fiktionalen Stadt Megasaki geht die Hundegrippe um. Als die Krankheit droht, auf die Menschen überzugreifen, werden per Dekret alle Hunde ins Exil auf Trash Island gebracht. Die Handlung beginnt, als ein zwölfjähriger Junge sich in einem zusammengebastelten Flugzeug auf den Weg nach Trash Island macht, um seinen geliebten Hund Spot zu retten. Auch wenn die Grundhandlung sich nach einem Film für die gesamte Familie anhört, entpuppt sich als gesellschaftskritischer Film sondergleichen. Eine gesellschaftliche Gruppe, hier sind es die Hunde, wird unschuldig ausgeschlossen und auf einer Insel festgehalten. Die Bevölkerung wird durch gezielte Falschmeldungen und Propaganda manipuliert. Die Opposition wird unterdrückt. Am Ende plant die Regierung von Megasaki City sogar die Ausrottung aller Hunde. Hier werden Parallelen zu Diktaturen und dem Faschismus deutlich. 

Doch Wes Anderson belässt es nicht bei der schwere des Themas, sondern strickt  darum einen humorfollen Film. Neben der Story ist „Isle of Dogs“ auch ein visuelles Erlebnis in Stop-Motion. Die dadurch entstehenden Bilder bilden zusammen mit der Ernsthaftigkeit der Story und den immer wieder auftauchenden Gags einen passenden Rahmen. Wie für Wes Anderson typisch hat er hier einen Visuell und stilistisch besonderen Film geschaffen.

Bild: 20th Century Fox


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