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Behind the Lyrics- Die Geschichte hinter “Starting Line” von Luke Hemmings

Written by on 10. Juli 2026

Nach dem Abi und besonders in den 20ern kennen viele vermutlich auch dieses Gefühl, dass man bestimmte Dinge erreichen muss und einem aber irgendwie die Zeit davonrennt. Der Song “Starting Line” von Luke Hemmings verpackt genau dieses Gefühl in einem Song. Das Bandmitglied von “5 Seconds of Summer” veröffentlichte 2021 sein erstes Solo-Album “When facing the things we turn away from”. Das Album zeichnet sich vor allem durch verletzliche Lyrics aus und zeigt damit eine sehr persönliche Seite des Künstlers. Deshalb hat sich RadioQ-Musikreporterin Luisa Marin die Lyrics der Lead Single “Starting Line” mal etwas genauer angeschaut.

Sonntagabend ist für mich irgendwie immer so die Zeit für alle möglichen existentiellen Fragen. Irgendwas an den Sonntagen löst das bei mir einfach aus und dann habe ich nur noch so Fragen im Kopf wie “Verschwendest du jetzt gerade nicht deine Zeit mit dem, was du machst?” Ähnlich ergeht es auch dem Künstler Luke Hemmings in seinem Song “Starting Line”. In dem Song singt er von seiner Angst, seinem Leben keine Bedeutung geben zu können, seinen Selbstzweifeln und dem Gefühl, dass ihm die Zeit davonläuft.

Direkt in den ersten Zeilen des Songs merkt man, wie sehr ihn diese Ängste beschäftigen. Gleichzeitig wünscht er sich aber auch Nähe und emotionale Unterstützung, was in den Zeilen “Won´t you comfort me? Warm the air that I breathe?” deutlich wird.

“In and out of focus, moments that I keep//Something for the pain and something so I sleep//Won´t you comfort me?// Warm the air that I breathe?”

Spätestens beim ersten Chorus des Songs hat man dann auch als Zuhörer das Gefühl, hören zu können, wie die Zeit an einem vorbei streicht. Bis dahin steigert sich die Musik immer mehr und gibt einem so ein Gefühl von Dringlichkeit. Deutlich wird das auch durch die Lyrics des Chorus, in denen der Künstler davon singt, wie er versucht, Sachen hinter sich zu lassen, aber irgendwie immer noch feststeckt und sich nicht von der Vergangenheit lösen kann. In der Zeile “I think I missed the gun at the starting line” singt er zum Abschluss des Chorus dann von verpassten Chancen und dem Gefühl, den Anschluss verpasst zu haben.

“I wake up every morning with the years ticking by//I’m missing all these memories, maybe they were never mine//I feel the walls are closing, I´m running out of time//I think i missed the gun at the starting line.”

In der Bridge wird die Verzweiflung des Künstlers dann nochmal sehr deutlich. Mit den Lyrics “Take me alive”, die er mehrmals wiederholt, drückt er seinen Wunsch aus, in Erinnerung zu bleiben. Die anschließende Zeile “make me a liar” zeigt dann, wie er sich geradezu wünscht, dass sich seine inneren Sorgen und Ängste als falsch erweisen. 

“Take me alive, make me a liar, take me alive//Don´t look away until it´s gone, ´til it´s gone”

Die letzte Zeile des Songs “Don´t look away until it´s gone, ´til it´s gone” lässt sich meiner Meinung nach auf zwei verschiedene Weisen interpretieren. Zum einen wird damit auch nochmal seine Angst deutlich, vergessen zu werden und ein Leben ohne große Bedeutung zu leben. Die andere, etwas hoffnungsvollere Interpretation hat dann eher etwas mit Akzeptanz zu tun. Statt weiter vor diesen Ängsten wegzurennen, ist für ihn der Moment gekommen, um einen Neuanfang zu wagen. Das Ende des Songs lässt sich somit also fast schon wie eine eigene “Starting Line” verstehen.

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