Pen and Paper – Was ist das?

Geschrieben von am 5. Mai 2020

Pen and Paper erfreuen sich seit „The Big Bang Theory“ und „Stranger Things“ an wachsender Beliebtheit. Aber was machen die da eigentlich mit dem Stift und dem Papier?

Ein Pen and Paper ist ein analoges Rollenspiel in einer fiktionalen Welt. Die Spieler schlüpfen dabei in die Rollen von Charakteren, die sie selbst erfinden. Im Prinzip ist es also wie ein Videospiel, nur dass nicht auf einer Konsole, sondern am Tisch gespielt wird. Alles was die Spieler hören, sehen und fühlen beschreibt der Spielleiter – ein weiterer Mitspieler. Dieser verkörpert auch alle anderen Charaktere in der Welt, mit denen die Spieler interagieren können. Wie das spielerisch gestaltet werden kann, erklärt Marco. Er arbeitet im Spielwarenladen „Spielkultur“ in der Frauenstraße 40 und spielt auch privat Pen and Paper.

Da gibt es Unterschiede. Man kann das erzählerisch machen, sodass man Situationen umschreibt – also was die Spieler*innen sehen, wie viele Personen da sind, sodass sich die Spieler*innen nur vorstellen. Es gibt auch die Möglichkeit, dass man auf den Tisch einen Plan auslegt, die Räumlichkeiten aufzeichnet und einen Pappmarker nimmt und damit die Positionen der Figuren darstellt. Einige Spieler und Spielrunden sich ganze Szenerien aufbauen und Figuren benutzen, die sie anmalen, um diese ganzen Aktionen auch bildlich darzustellen.

Marco, Spielkultur

Gespielt wird ein vom Spielleiter moderiertes Abenteuer. Das kann entweder selbst geschrieben oder gekauft werden – wie Dungeons and Dragons. Das ist das was man unter anderem aus Stranger Things und Big Bang Theory kennt. Wichtig sind dabei die Regelwerke. Die halten fest, wie Charaktere mit Fähigkeiten ausgestattet und wie Aktionen gewürfelt werden. 

Angenommen ich bin eine Kriegerprinzessin und möchte gerne einen Troll angreifen. Dazu muss ich erstens eine passende Fähigkeit besitzen – beispielsweise Nahkampf – und muss zweitens auf den Wert würfeln den ich für Nahkampf habe. Ob es dem Troll gelingt auszuweichen oder er zum Gegenangriff ausholt bestimmt – abhängig von meinem Würfelergebnis – der Spielleiter. Meine Mitspieler können sich natürlich entscheiden mir zu helfen, müssen dann aber auch auf einen geeigneten Wert würfeln. Wie die Werte verteilt sind und welche Regeln es beim Würfeln gibt ist von Regelwerk zu Regelwerk unterschiedlich.Von einfach bis ausgeklügelt ist da für jeden was dabei. Die Fähigkeiten und Werte der Spieler werden übrigens auf Papier festgehalten – daher auch der Name Pen and Paper.

Kriegerprinzessinnen und Trolle sind nicht so euer Ding? Kein Problem! Das schöne am fiktionalen Pen and Paper ist, dass die Möglichkeiten der Abenteuer endlos sind – so wie eure Fantasie eben.

Man kann dort eigentlich alles erleben was man möchte. Das ist vielleicht auch der besondere Reiz dabei.

Marco, Spielkultur Münster

Ob ihr also Detektive im 17. Jahrhundert, Gestrandete auf einer einsamen Insel oder eben Kriegerprinzessinen auf Troll-Jagd seid: Ihr bestimmt euer Abenteuer selbst. 


Weiterführende Informationen zum Regelwerk „How To Be A Hero“ und Abenteuer findet ihr hier. Zu den Pen and Paper Abenteuern von Rocketbeans TV gelangt ihr hier.

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