Filmrezension: „1917“

Geschrieben von am 17. Januar 2020

Zwei Englische Soldaten Sitzen auf einer Grünen Wiese, wobei einer der Beiden an einen Baum gelehnt sitzt und die Augen geschlossen hat. Wir schreiben den 6. April 1917 und der 1. Weltkrieg hat gerade irgendwo in Frankreich eine Pause.  JAllerdings hält das nicht für besonders lange, denn ein Vorgesetzter kommt vorbei und begleitet die beiden Soldaten zum Heereskommando. Hier bekommen sie den Auftrag eine Nachricht an ein anderes Bataillon zu überbringen. Sie sollen verhindern, dass dieses die deutschen Linien angreifen und damit in einen Hinterhalt läuft. Also machen sich die beiden auf den Weg. Durch die Schützengräben der eigenen Linien, immer näher an die Front, schließlich auch darüber hinaus und durch das Niemandsland zwischen den Feindlichen Linien.

Der Film „1917“ lebt von seiner Stimmung und seinen Bildern. Die Handlung ist nicht mehr als eine Reise durch zerstörte Regionen, was durch sporadischen Begegnungen it anderen menschen ergänzt wird. Die Kamera ist eng hinter den Protagonisten geführt und der ganze FIlm ist in einem großen One Shot gedreht. Hinzu kommen tolle Aufnahmen von der Zerstörung des Krieges, was dazu führt, dass „1917“ in vielen Szenen etwas extrem unwirkliches hat. All das sieht man nicht zum ersten Mal, aber es ist gut umgesetzt.  Diese Art der Kameraführung gibt auch den Actionreichen Szenen eine besondere Spannung. Da es keine Schnitte gibt, wird weder den Protagonisten noch Zuschauern eine Ruhepause gegönnt. Trotzdem sind die meisten Situation eher ruhig, wenn auch extrem Spannungsgeladen. Es gibt aber auch kurze glückliche, wenn auch flüchtige, Momente in diesem Film. All das wird noch von dem tollen Sounddesign unterstützt. 

„1917“ ist ein echt guter Film, er schafft es allerdings nicht ganz an andere äberragende Filme in dem Bereich ran. Man denke nur an die zum Zerreißen gespannte Atmosphäre von Dunkirk. Oder „1917“ ist auch keine Odyssee auf dem Niveau von Apocalypse Now. Trotzdem kommt er hin und wieder in die Nähe genau dieser Filme und hat dazu eine Pacing bei dem man eng an einem einzelnen Soldaten hängt und mit durch die Hölle geht.  „1917“ hätte vielleicht noch besser sein können, aber der Film ist für jeden der sich für eine solche Art von Filmen interessiert durchaus eine Empfehlung.

Bild: Universal

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