Filmrezension: „Parasite“

Geschrieben von am 18. Oktober 2019

Die südkoreanische Familie Kim gehört zu den absoluten Verlierern der Gesellschaft. Sie leben in einem dreckigen Kellerloch, benutzen das W-Lan der Nachbarn, bis diese es durch ein Passwort sichern und falten Pizzakartons für eine Pizzeria, um über die Runden zu kommen. Doch eines Tages kommt der Sohn der Familie durch einen Freund und ein gefälschtes Universitätsdiplom an einem Job als Nachhilfelehrer bei einer sehr reichen Familie. Sofort beginnt er und seine Familie die anderen Angestellten im Haus seiner neuen Herren herauszudrängen und sich selbst in die Positionen zu bringen. Das gelingt anfangs sehr gut und seine Schwester unterrichtet den Sohn in Kunst, der Vater wird neuer Chauffeur und die Mutter neue Haushälterin. Doch das erneute auftauchen der alten Haushälterin bringt alles durcheinander.

Parasite ist grandios gefilmt und bedient sich verschiedener Horrorelemente. Doch er ist dabei nie ein wirklicher Horrorfilm, sodass man auch als Angsthase,  wie ich, da recht gut reingehen kann. Immer wieder werden Szenen sogar so gedreht dass sie urkomisch sind. Der Film lässt sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen: Im Kern aber ist er ein Drama, das geschickt andere Elemente benutzt um die eigene Geschichte zu erzählen. Der Film  hat eine klare sozialkritische Botschaft, wenn er diese krasse Differenz zwischen Arm und reich und den Kampf der Armen gegeneinander Zeigt. Das aber kurzweilig und mit lustigen Momenten. Parasite ist ein richtig guter Film und lediglich am Ende gibt es ein wenig Grund auf sehr hohem Niveau zu meckern. Klar der Film ist keine gute Laune-Popcorn unterhaltung, sondern eines der besten Arthouse-Drama.


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