Filmrezension: „Djam“

Geschrieben von am 18. Mai 2018

Djam läuft einen Zaun entlang und beginnt zu singen. Sie tanzt und albert die ganze strecke am Zaun. So lernen wir im Film Djam die gleichnamige Protagonistin kennen. Die junge Djam wird von ihrem Onkel beziehungsweise Stiefvater nach Istanbul geschickt, um ein Ersatzteil für ein Boot zu kaufen. Mit auf den Weg bekommt sie eine Reihe von Belehrungen, wie sie sich zu verhalten hat, doch Djam kümmert sich wenig darum. Sie ist ein Mädchen das offen und extrovertiert das Leben genießt und nur Quatsch im Kopf hat.

In Istanbul angekommen und den ersten Besuch in einer Bar hinter sich, trifft sie auf die noch jüngere Französin Avril, welche von ihrem Freund ausgeraubt und in Istambul sitzen gelassen wurde. Mit Djam und Avril treffen zwei ganz unterschiedliche Personen aufeinander. Avriel folgt Djam und so beginnt eine schräge Reise der beiden jungen Frauen. Begleitet von Musik, dem Rembetico.

Der Film ist ziemlich speziell. Seine Protagonistin Djam hat einfach einen an der Waffel. Aber auf eine sehr Lebensfrohe und positive Art. Und spiegelt sich auch im Film wieder.  Er macht durchaus Freude und ist doch ziemlich schräg. Im Hintergrund des Films schweben die durchaus ernsten Themen Flüchtlings- und Finanzkrise auf Djams Heimatinsel Lesbos. Aber auch in Griechenland und der Türkei begleiten die Themen den Film, bleiben dabei aber sehr dezent am Rande.Gerade, wenn der Film seine Lebensfreude abwechselnd mit dem Abgrund der Finanzkrise in Griechenland inszeniert, ist er besonders stark. Zu oft verliert sich der Film aber, doch spätestens am Ende findet er sich wieder. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Film mit einer charmant Hoffnungsvollen Art in Anbetracht von Not und Leid. In keinem Fall eine Empfehlung, aber durchaus mit seinem eigenen Charm.

Bild: princes production 2017


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