Filmrezension: „Sommerhäuser“

Geschrieben von am 26. Oktober 2017

Es ist der Jahrhundertsommer 1976. Eine Familie trifft sich, wie in jedem Jahr, im Garten der kürzlich verstorbenen Großmutter. Der Film „Sommerhäuser“ erzählt in 90 Minuten die scheinbar idyllische Geschichte einer Großfamilie Doch bei genauerer Betrachtung könnte sie zerrütteter kaum sein.

Der Film gibt dem Zuschauer das Gefühl man schaue über den Zaun hinüber zu seinen eigenen Nachbarn. Die Charaktere wirken, als seien sie der Wirklichkeit entnommen: Drehbuchautorin Sonja Maria Kröner scheut nicht davor zurück, unglamouröse Seiten zu zeigen. Wer sich aber eine ausgetüftelte Geschichte mit vielen Schockmomenten und Wendungen erhofft, wird enttäuscht werden. Es passiert nicht viel, aber genau das ist die Stärke des Films. Die Kinder jagen Wespen um die Wette und zwischen den Erwachsenen entsteht ein sich langsam steigernder Konflikt wegen der Zukunft des Gartens. Der Zuschauer fühlt sich fast ein bisschen wie ein Familienmitglied, dass sich manchmal wünscht, dass alle offener miteinander sprechen würden. Es frustriert, aber genau darum verliert der Film bis zur letzten Minute nicht an Fahrt. 

Bild: Prokino


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