Filmfestival Münster: Kurzfilmwettbewerb

Geschrieben von am 16. Oktober 2017

Im Kurzfilmwettbewerb des Filmfestival Münster wurden 32 verschiedene, in Machart und Stiel höchst unterschiedliche, Filme gezeigt. Die Jury wählte den Kurzfilm Ruah zum Gewinner und sprach für Kaputt eine lobende Erwähnung aus. Den Publikumspreis erhielt die kurze Komödie „Obst & Gemüse“. Eine weitere Auswahl der zehn besten Kurzfilme habe ich hier zusammengestellt.

(Fotos: Filmfestival Münster)

Top 10

1. The Demon the Flow and me:

Ein dokumentarisches Portraits eines Menschen, der außerhalb der Gesellschaft lebt. TJ wohnt mit seinen Plüschtieren allein in einem alten Auto in Berlin. Gleichzeitig träumt er davon sein Orgelwerk aufzuführen. TJ ist eine außergewöhnliche und würdevoll gezeigte, an dieser Welt gescheiterte, Existenz.

2. Disco:

2:05 min.: Der kürzeste Kurzfilm auf dem Filmfestival. Handgezeichnete Tänzer bewegen sich zu Discomusik. Das sieht einfach nur toll aus. (Den ganzen Film gibt es auch Online)

(Foto: Filmfestival Münster)

3. Kaputt: (Lobende Erwähnung)

Der animierte Film erzählt das Schicksal von Gefangenen des DDR-Frauengefängnisses Bug Hoheneck. Die Animationen ergänzen die Erzählungen von ehemaligen Gefangenen eindrucksvoll und erzeugen eine bedrückende Stimmung.

4. Eine Villa mit Pinien:

Zwei Menschen mit Tiermasken betreten leichtsinnig eine verhexte Villa. Als Musik ertönt drohen beide zu willenlosen Dienern des Meisters der Villa zu werden. Mit Hilfe einer Unbekannte versucht Vogel (er trägt eine Vogelmaske) sich und die anderen gefangenen Seelen zu retten. Der Kurzfilm erschafft mit seinem wunderschönen Aquarellstil eine schöne Fantasiewelt.

(Foto: Filmfestival Münster)

5. Nicola´s Cage

Ein Paar bezieht ihr neues Apartment in einem Riesenrad. Die Frau Nicola möchte sofort in ihrem neuen Käfig die Sklavin ihres Freundes sein. Dieser macht aber nur lustlos mit und es entwickeln sich schöne Wortgefechte voller Missverständnisse und gegenseitiger Anschuldigungen.  Ein charmant schräger und witziger Kurzfilm.

(Foto: Filmfestival Münster)

6. Ayny – My Second Eye: 

Ein schrecklich-schöner Film über zwei Brüder, die im Krieg fliehen müssen. Ein Stop-Motion-Film über die Dinge, die wichtig sind.

7. Obst & Gemüse: (Publikumspreis)

Der Kurzfilm Obst & Gemüse ist eine urkomische Geschichte über aufeinandertreffende Kulturen. Der vietnamesische Obsthändler Nguyen hat als Hilfe für seinen Laden Harry Bauer eingestellt. Dieser ist versoffen, Union Berlin Fan und generell das Clichè des deutschen Assis. Das die Konstellation zu Konflikten führt ist vorhersehbar. Doch mit der Zeit schaffen es diese höchst unterschiedlichen Personen einander zu mögen.

8. Die Hochzeit

Der erfolglose Analogfotograf Mark kehrt zur Hochzeit seiner Schwester in die Heimat zurück. Mit seinem Aufbau und vierzig Minuten fast wie ein Spielfilm überzeugt er vor allem durch das Porträtieren all dieser nervigen Personen und absurden Situationen einer Hochzeit.

9. Flying:

Über das Leben mit einer Drogenabhängigen Mutter. Berührend zeigt der Kurzfilm die Tragik ihrer Beziehung, aber auch die Liebe zueinander.

10. Urban Audio Spectrum:

Elemente der Stadt bewegen sich zum Takt der Musik. Ein hübsches Musikvideo.

Gewinner der Jury: Ruah:

Es beginnt mit einer scheinbar zusammenhangslosen abfolge von Szenen. Doch alle seint die Angst vo etwas zu einen. Der Film erzeugt eine beklemmende Stimmung, aber der Verzicht auf eine strikte Handlung macht es schwer ihm inhaltlich zu folgen

(Foto: Filmfestival Münster)


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