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Alle Campusnachrichten

Forscher*innen der Uni Erlangen-Nürnberg untersuchen Siedlungsstrukturen aus der Urgeschichte. Bei Ausgrabungen in Rumänien haben Wissenschaftler:innen eine sogenannte Megastruktur entdeckt. Dieser Gebäudetyp ist 3-Mal größer als normale Wohnhäuser aus der Zeit. Megastrukturen liefern Erkenntnisse darüber, wie Menschen in großen Gemeinschaften ohne Hierarchien zusammenleben konnten. Es ist noch unklar, wofür die Megastrukturen genutzt wurden.

Das Forschungsministerium plant, die Geistes- und Sozialwissenschaften zu fördern.  Bundesforschungsministerin Bär betont die gesellschaftliche Wichtigkeit der Geistes- und Sozialwissenschaften. Diese dienten in einer Gesellschaft mit vielfältigen Herausforderungen als Orientierung für die Zukunft. Besondere Akzente sollen unter anderem im Bereich Demokratie- und Extremismusforschung gesetzt werden.

Ein Student hat einen Filter gegen Straßenverschmutzung entwickelt. An der Hochschule Heilbronn hat ein Master-Student einen neuen Filter entwickelt, der Mikroplastik aufsammelt. Mikroplastik entsteht beim Abrieb von Autoreifen und schädigt somit die Umwelt. Der Filter besteht aus einem Luftkanal, Ventilatoren und dem eigentlichen Filter und fängt ungefähr 40% des Mikroplastiks direkt am Auto auf. Diese Technologie kann auch helfen, die neue Euro-7-Abgasnorm zu erfüllen. Dort werden erstmals Reifen Emissionen berücksichtigt.

Forschenden gelingt ein Durchbruch in der Blutkrebsforschung. Wissenschaftler*innen vom deutschen Krebsforschungszentrum und dem Stammzell-Institut HI-STEM haben herausgefunden, dass es im Falle der Akuten myeloischen Leukämie (AML) nicht nur eine, sondern 4 unterschiedliche Subtypen von Leukämie Stammzellen gibt. Das wurde gestern in einer neuen Studie veröffentlicht. Dadurch könnte erklärt werdem, warum eines der häufigsten Medikamente bei manchen Patient*innen nicht wirkt. AML ist eine aggressive Form von Blutkrebs und hat derzeit oft eine schlechte Prognose. Sie tritt überwiegend bei Erwachsenen über 60 Jahren auf.

Eine Studierende der FH Münster gewinnt stellvertretend bei der Food Buisness Challenge in Nijmegen, einer Gemeinde in den Niederlanden. Dabei wirkte sie mithilfe von drei weiteren niederländischen Studierenden bei der Entwicklung von Marketing Strategien für den Markteintritt von Kaffeeunternehmen mit. Bei der alljährlichen Challenge geht es darum, Lösungen für reale Probleme der Lebensmittelbranche zu finden. Hierbei kommen internationale Studierende zusammen und stellen ihre Strategien in Wettbewerbsform vor.

Die Stadt Münster eröffnete gestern einen großen Naturlehrgarten. Auf der Grünfläche an der Weseler Straße in Aaseestadt wurde eine Wildblumenwiese und ein Naschgarten angelegt. Außerdem gibt es eine Baummeile mit vielen Informationen zu heimischer Natur. Das Areal ist fast 20.000 Quadratmeter groß und wurde ursprünglich durch einen Orkan-Sturm zerstört. Jetzt soll die Fläche laut Stadt einen neuen Rückzugsort zum Entspannen bieten und gleichzeitig über die Vielfalt der städtischen Natur informieren.

Die Initiative “Schulstreik gegen Wehrpflicht” ruft heute zum Tag der Befreiung erneut zu Demonstrationen auf. Deutschlandweit gehen heute ab 10 Uhr Schüler*innen gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Anlass ist das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren. Unter dem Motto “Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!” protestieren die Schüler*innen auch in Münster für Freiheit und gegen den neu eingeführten Wehrdienst. Startpunkt der Demo hier in Münster ist der Hauptbahnhof. Um 10 Uhr geht es los.

Die Uni Münster schneidet gut im CHE-Ranking ab. Bei dem alljährlichen Hochschulranking des ”Centrums für Hochschulentwicklung” sicherte sich die Uni Münster viele hochrangige Plätze für seine Studierendeneinrichtungen. Dabei wird jeweils eine Auswahl verschiedener Fächer bewertet – in diesem Jahr mit unter anderem BWL, Jura, VWL und Wirtschaftsinformatik. Für alle vier fiel die Bewertung von Seiten der Studierenden positiv aus. Gerade die Bereiche “Studienorganisation“ und  “Bibliotheksausstattung” wurden besonders hervorgehoben. Insgesamt wurden 120.000 Studis von Experten befragt. Das Ranking soll den Studis bei der Orientierung und Wahl des Studienortes helfen.

Der Gebäudetrakt des Theaters Münster wird energetisch saniert und aufgestockt. Ab Mitte Juli sollen Umbauarbeiten an den Verwaltungs-, Proben- und dem Werkstattbereich des städtischen Theaters stattfinden. Durch ein geplantes aufstocken und eine energetische Sanierung sollen neu benötigte Büroräume geschaffen und auch die Barrierefreiheit im Gebäude ausgebaut werden. Um schwerere Beeinträchtigungen im Theaterbetrieb zu minimieren, werden schon vorgefertigte Elemente genutzt, die einen schnelleren Umbau ermöglichen. Gefördert werden die Umbaumaßnahmen unter anderem vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Die ADAC-Pannenhelfer*innen kommen in dieser Saison auch wieder mit dem E-Bike zum Einsatzort. In Münster stellt der ADAC ein E-Bike zur Verfügung, das besonders in der Stadt seinen Vorteil ausspielen soll. In ihrem Anhänger haben sie die wichtigsten Werkzeuge und Ausrüstungen um einen Großteil der Pannen direkt vor Ort beheben zu können. Die Pannenhelfer*innen schaffen es so bis zu zehn Pannen pro Tag zu bearbeiten. Ihr Vorteil gegenüber den ADAC-Autos ist, dass sie an besonders schwer zu erreichende Stellen meist besser ran kommen. Sie können Staus leichter umfahren und kommen in der Stadt besser durch enge Straßen und auch sonst an schwer zugängliche Orte. Insgesamt fahren in NRW vier der E-Bikes. Neben Münster fahren die Fahrräder auch in Dortmund und Köln.

Frauen haben ein 60% höheres Verletzungsrisiko bei Autounfällen. Das Institut der Fahrzeugsicherheit der TU Graz hat Unfalldaten der Jahre 2012 bis 2024 untersucht. Vor allem am Oberkörper verletzen sich Frauen öfter als Männer. Zudem ist das Risiko zu sterben oder schwer verletzt zu werden doppelt so hoch für Frauen. Diese Unterschiede liegen an den „Dummies”, die zum Testen der Sicherheit genutzt werden. Hier handelt es sich oft um Figuren, die einem durchschnittlichen Mann entsprechen. Die weiblichen „Dummies” sind verkleinerte Versionen der männlichen Körper und spiegeln so nicht die Proportionen wider. Außerdem ist die Sitzposition auf dem Beifahrersitz entscheidend für die Sicherheit. Denn laut Studie sind oft Frauen Mitfahrerinnen. Grundlegend werden Sitzposition und Gurteinstellung dabei oft unterschätzt.

Kritische Veränderung des Amazonas sind schon bei Erderwärmung unter 2 Grad möglich. Grund dafür ist die weitere Abholzung des Regenwaldes. Das zeigt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Das liegt daran, dass dadurch die Fähigkeit des Amazonas geschwächt wird, seinen eigenen Niederschlag zu generieren. Schon jetzt nähert sich das Ökosystem durch die Abholzung einem kritischen Bereich, in dem gravierende Veränderungen in Gang gesetzt werden könnten. Das kann weitreichende Auswirkungen für den ganzen Planeten haben, da der Amazonas eine zentrale Rolle für die Stabilität des Erdsystem spielt.Die Forschenden betonen, dass ein Abholzungstopp und Wiederaufforstung die Widerstandsfähigkeit des Amazonas gegenüber weiterer Erwärmung deutlich stärken könnten.

Die Stadt Münster platziert neue Sitzinseln im Bahnhofsviertel. Bis Juli haben Passant*innen in der Windthorststraße zwischen Hauptbahnhof und Von-Vincke Straße vorläufig die Möglichkeit, auf einer der neuen Sitzinseln Platz zu nehmen. Mit den neuen Sitzmöglichkeiten, die kostenfrei vom Zukunftsnetzwerk Mobilität e.v. bereitgestellt werden, will die Stadt das Eingangstor zur Innenstadt übersichtlicher und sicherer gestalten. Die Idee stammt aus der Immobilien- und Standortgemeinschaft Runder Tisch Bahnhofsviertel. Ergänzt werden die Sitzinseln aus Holz durch Pflanzmodule und weitere Sitzmöbel. Dadurch entsteht ein kleines Ensemble, das Münsters Innenstadt ein bisschen freundlicher für Fußgänger*innen macht.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen investiert in sichere KI- Förderung. Dafür ist ein administrativer Zusammenschluss der Bundesländer NRW, Baden-Württemberg und Hessen in Planung. Ziel sind gemeinsame Handlungsfähigkeit, digitale Souveränität und höchste Datenschutzstandards, um Vertrauen in KI in der öffentlichen Verwaltung zu stärken. Ab spätestens Ende Dezember 2028 soll das gemeinsame Vorhaben in Kraft treten, um mit der zukünftigen Entwicklung von KI verantwortungsvoll und transparent umzugehen. Dabei bringt jedes Bundesland einen jeweiligen KI-Assistenten mit in die Kooperation, an denen künftig weitergearbeitet werden soll.

Entzündungen könnten dabei helfen, das menschliche Herz zu erneuern. Das vermuten Forschende des Max Delbrück Centers. Sie fanden heraus, dass sich das Herz von Zebrafischen nach einer Verletzung regeneriert. Das passiert durch genau abgestimmte Entzündungsignale der Immunzellen. Wenn aber bei einem Menschen das Herz durch einen Infarkt beschädigt wird, bildet sich um den betroffenen Bereich herum Narbengewebe. Das reduziert die Pumpkraft des Herzens und erhöht das Risiko für Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen. Die neuen Erkenntnisse über Zebrafische können möglicherweise zu neuen Therapien für Herzinfarkte beitragen. Ob Entzündungen auch bei Menschen die Regeneration des Herzens unterstützen könne, ist noch unklar.