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Moebius

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Eine neue Studie von Forschenden der Hochschule Rhein-Waal, United Nations University Maastricht und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, identifiziert finanzielle Ressourcen, technische Kompetenzen und die Zusammenarbeit mit externen Partnern als zentrale Faktoren, um Umweltinnovationen zu begünstigen. Durch die Ergebnisse sehen Forschende Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik. Äußern sollen sich diese Innovationen in der Identifizierung von Stärken und Schwächen des eigenen Ressourcenverbrauchs, sowie die Anschaffung fehlender Ressourcen mithilfe kooperierender Unternehmen.

Das Uniklinikum Münster unterstützt ukrainische Mediziner*innen. Im Rahmen eines Kooperations-Projekts hospitierten in der letzten Woche vier ukrainische Ärzt*innen in Münster. Sie arbeiten am Mechnikov Hospital der ost-ukrainischen Stadt Dnipro. Das Krankenhaus gilt als eines der wichtigsten Traumazentren der Ukraine. Am Institut für Hygiene des UKMs wurden die Mediziner*innen vor allem in das Verfahren der Massenspektrometrie eingeführt. Damit können Krankheitserreger schneller identifiziert und dadurch eingedämmt werden. Die Kooperation mit dem UKM besteht bereits seit dem letzten Jahr.

Die Tarifbindung in Deutschland sinkt. Das Forschungsinstitut Rockwool Foundation Berlin und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigen in einer neuen Studie, dass die Tarifbindung in Deutschland, besonders im Niedriglohnsektor, zurückgeht. Im Vergleich zu dem Jahr 2000 haben fast 20% weniger Beschäftigte einen Tarifvertrag. Besonders für Beschäftigte mit geringem Lohn ist der Schutz einer Tarifbindung wichtig, um gegenüber den Arbeitgebern eine starke Verhandlungsposition zu schaffen. Christian Dustmann, Direktor der Rockwool Foundation Berlin, warnt, diese Entwicklung werfe erhebliche Fragen zur zukünftigen Rolle des Tarifsystems auf. In Deutschland orientieren sich viele Unternehmen, auch über die Tarifbindung hinaus, freiwillig an den Tarifverträgen.

Die Bundesregierung hat gestern beschlossen, die BAföG-Wohnkostenpauschale nun doch von 380 auf 440 Euro zu erhöhen. Zuvor hatte Bundesforschungsministerin Bär angekündigt, die im Koalitionsvertrag versprochene Anhebung nicht umsetzen zu wollen. Die Wohnkostenpauschale soll nun zum Sommersemester 2027 steigen und nicht wie ursprünglich geplant schon zum kommenden Wintersemester. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Erhöhung, kritisiert aber das verspätete Einsetzen dieser. Neben der Wohnkostenpauschale fordert die Gewerkschaft eine deutliche Erhöhung der Elternfreibeträge sowie eine schnelle Anhebung der Bedarfssätze mindestens auf das Niveau der Grundsicherung. Diese schrittweise Anhebung ist bis 2029 geplant.

Die Bewerbungsphase für den Inklusionspreis 2026 im Land NRW startet. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit hat den Preis ausgeschrieben. Verliehen wird er an Projekte oder Organisationen, in denen Inklusion aktiv gelebt wird und Menschen mit und ohne Beeinträchtigung barrierefrei zusammenarbeiten. Der Inklusionspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Bewerben kann man sich und sein Projekt in den Kategorien “Inklusion und Arbeit”, “Sport” oder “Gesellschaft”. Die Bewerbungsphase endet am 28. August 2026.

Ein Team der Uni Münster hat eine neue lichtgetriebene Reaktionssequenz entwickelt. Bei dieser Tripel-Katalyse löst ein Reaktionsschritt den nächsten aus. Dabei erfolgen die molekularen Umwandlungen nacheinander in einem einzigen Reaktionsgefäß. Das sogenannte Ein-Topf-Syntheseverfahren gilt als ideal, da es besonders ressourcen- und energiesparend ist. Zentral für das Gelingen ist dabei ein Molekül, das sichtbares Licht absorbiert und die Energie auf jeder Stufe der Sequenz an die reaktiven Moleküle überträgt. Die Methode hat das Potenzial für eine breite Anwendbarkeit. Das konnte das Team anhand verschiedener Ausgangsmoleküle zeigen. 

Justin Bieber wird Teil der Halbzeitshow vom WM-Finale des Männerfußballs 2026.  Das teilten die FIFA und der kanadische Sänger gestern mit. Am 19.Juli tritt Bieber in New Jersey bei der ersten Halbzeitshow in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft auf. Damit erweitert er das Star-Aufgebot der Show, zu dem bereits Madonna, Shakira, BTS, Burna Boy und Coldplay gehören. Die elfminütige Halbzeitshow wird von Coldplay-Frontmann Chris Martin kuratiert und dient der Unterstützung des  FIFA Global Citizen Education Fund. 

Die Uni Münster erhält weitere Förderung für ihre “Fake News” Forschung. Mithilfe der 2,9 Millionen schweren Förderung sollen zwei Forschungsprojekte der Uni Münster weitergeführt werden. Eine dieser Forschungen bezieht sich auf das vierjährige Projekt “Manipulation der Vergangenheit: Rechtsextreme Ideologien und die Instrumentalisierung von Geschichte”. Ziel des Projekts ist es zu analysieren, wie Gruppen des rechten politischen Spektrums die deutsche Geschichte des Nationalsozialismus und Faschismus zu ihrem Zweck nutzen, um Einfluss auf gesellschaftliche Debatten zu nehmen. Der Hintergrund dieser Forschung bezieht sich auf die Sorge, dass Jugendliche zunehmend durch soziale Medien radikalisiert und historische Ereignisse verzerrt dargestellt werden. Untersucht werden unter anderem die Plattformen TikTok und Youtube. 

Die ersten beiden Schulen in Münster beteiligen sich am Klimastadt-Vertrag. Der Klimastadt-Vertrag vereint Beiträge, die sich mit dem Ziel der Klimaneutralität der Stadt Münster beschäftigen. Die Schulen, die daran teilnehmen, verpflichten sich damit zu konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung. Wichtig ist vor allem, die Relevanz des Klimaschutzes stärker in den Schulalltag zu integrieren, sodass die Schüler einen bewussten Umgang mit Ressourcen erlernen.

Forschende entwickeln neue Strategien zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor. Ein Forschungsprojekt der Uni Graz hat im Auftrag der EU-Kommission die CO₂-Emissionen des europäischen Gebäudebestands und dessen gesamten Lebenszyklus untersucht. Der Gebäudesektor verursacht rund 40 Prozent der CO₂-Emissionen in der Europäischen Union. Mit dem neu entwickelten Prognose-Tool PULSE-EU lassen sich unterschiedliche Szenarien zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Gebäudebereich berechnen. Erstmals konnten dabei systematisch auch Emissionen aus Materialherstellung, Bauprozessen, Renovierung, Wartung und Entsorgung mit einberechnet werden. Den Untersuchungen zufolge wäre die Reduzierung des durchschnittlichen Wohnraums um 2 Quadratmeter die effektivste Strategie. 

Seit 2025 werden wieder in steigender Anzahl Studienkredite abgeschlossen. Laut Centrum für Hochschulentwicklung ist die Anzahl abgeschlossener Studienkredite gegenüber dem vergangenen Jahr um 17% gestiegen. Das stellt einen überraschenden Trend dar, denn in den Jahren davor sank die Anzahl an Menschen, die einen entsprechenden Kredit abschlossen, stetig. Dieser plötzliche Wechsel in den Tendenzen könnte mit der weiter ausstehenden BAföG- Reform zusammenhängen. Zusätzlich ist der Zinssatz für Bildungskredite mit rund 3,5% gerade besonders attraktiv. Aktuell sind viele Studierende nicht BAföG berechtigt und sind auf andere Wege angewiesen, ihre Finanzierungslücken zu schließen.

Oberbürgermeister Fuchs wandte sich in einem Pressestatement gegen den Plan der Bundesregierung. Der Plan sieht vor, dass Arbeitnehmer: innen schon ab dem ersten Krankheitstag dazu verpflichtet seien, ein ärztliches Attest vorzulegen. Dies stelle Arbeitnehmer: innen unter Generalverdacht, so Tillmann Fuchs. Zudem kritisierte er die damit verbundene Mehrbelastung von Praxen. Bisher mussten Arbeitnehmer: innen eine Krankschreibung erst ab dem vierten Krankheitstag vorlegen. 

Ein neues Gesetz zur Modernisierung des öffentlichen Dienstes wurde beschlossen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will vor allem die Arbeitsbedingungen verbessern. Zudem soll es mehr Flexibilität und weniger Bürokratie im öffentlichen Dienst geben. An dem Gesetzentwurf haben Gewerkschaften, Verbände und Ministerien eng zusammengearbeitet. Zentral ist außerdem die Einführung eines Lebensarbeitszeitkontos. Neben dieser Reform werden auch Coworking Plätze geschaffen, Zuschläge bei späteren Renteneinstieg verhandelt und der Arbeitszeitrahmen flexibler gemacht.

Von Herkunft unabhängige Bildungsförderung verursacht einen deutlichen Anstieg an Patentanmeldungen. Forschende der ZEW Mannheim und der Universität Zürich haben in einer Studie nachweisen können, dass eine höhere Bildungsmobilität die Innovationskraft fördert. In Orten, in denen individuelle Kompetenzen, anstelle von Herrkunftsverhältnissen über den Bildungsweg entscheiden, steigt die Innovativität maßgeblich. Die Forschenden konnten nachvollziehen, dass Chancengleichheit ein entscheidender Faktor in der Talentförderung ist. Anhand der “Great-Gatsby-Map” kann dieser Kontext von Bildungsgleichheit zu Bildungsmobilität dargestellt werden. Dieses Verhältnis ist sowohl europaweit als auch regional nachvollziehbar.

Hyänen nutzen ihre Mimik und Stimme beim Spielen. Ein Forschungsteam mit u.a. Forschenden des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung stellte fest, dass Hyänen in freier Wildbahn oft spielerisch miteinander raufen. Dies sei eine Form der sozialen Interaktion. Dabei nutzen die Tiere verschiedene Signale der Körpersprache und ihre Stimme, um Missverständnisse beim Raufen zu vermeiden. Außerdem deeskalieren sie so die Spielsituation. So öffnen sie z.B. ihr Maul, um eine friedliche Absicht zu signalisieren. Vor allem die vokalen Signale der Hyänen sind allerdings bisher noch nicht ausreichend erforscht.