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Alle Campusnachrichten

An der Technischen Universität Wien haben Forschende zufällig eine neue Mikroskop-Methode entdeckt. Damit kann man biologische Proben ganz genau untersuchen – viel genauer als bisher mit Licht möglich war. Die neue Technik misst den sogenannten Brechungsindex. Das zeigt, wie dicht ein Material ist und wie Licht hindurchgeht. Dazu werden zwei verschiedene Mikroskope kombiniert. Besonders spannend ist das für die Medizin. Zum Beispiel kann man sehen, wie viel Wasser sich in Gewebe wie Kollagen befindet. Die Entdeckung hilft, biologische Materialien besser zu verstehen.

Das LWL Museum für Naturkunde stellt das Fossil des Jahres aus. Dabei handelt es sich um den Wassersaurier “Plesiosaurus”, der auch unter dem Namen “Paddelechse” bekannt ist. Das Geomuseum der Universität Münster hat sich gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde und dem Naturkunde-Museum Bielefeld  für die Auszeichnung beworben. Die Fossilien werden ab dem 02. Februar im LWL Museum für Naturkunde in Münster ausgestellt. Der Plesiosaurus lebte über 135 Millionen Jahre und gilt als Inspiration für das Wasser Ungeheuer Loch Ness.

Die Hochschulrektorenkonferenz stellt eine Studienplatzbörse für das Sommersemester bereit. Für das kommende Semester liefern die Hochschulen auf der Website der HRK  Informationen zu Studiengängen, in denen noch Restkapazitäten bestehen. So können Studieninteressierte gezielt nach freien Plätzen in zulassungsfreien sowie zulassungsbeschränkten Studiengängen  suchen. Kurzfristig frei gewordene Plätze kann man vom 1. Februar bis zum 30. April auf der Website des HRK nachschauen.

Die internationale Schadstoffkonzentration belastet Europa. Trotz deutlich gesunkener Emissionen von Luftschadstoffen ist die Ozonbelastung in Europa und Nordamerika seit Jahren kaum zurückgegangen. Eine neue Studie des Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit zeigt, dass viele Schadstoffe über Ostasien und den internationalen Schiffsverkehr Europa und Amerika erreichen. Dadurch werden die Erfolge in der lokalen Luftreinhaltung teilweise aufgehoben. Die Forschenden betonen, dass es eine internationale Zusammenarbeit benötigt, um die Ozonschicht zu schützen.

Das Studierendenwerk Münster baut neue Wohngebäude. Die zwei geplanten Häuser sollen in Gievenbeck entstehen und zukünftig fast 200 Studierenden ein Zuhause bieten. Die Wohnanlagen werden neben Einzel- und Doppelzimmern auch über Gemeinschaftsflächen im Innen- und Außenbereich verfügen. Außerdem sollen neben herkömmlichen Fahrradstellplätzen auch E-Bike-Ladestationen angebracht werden. Für die Dächer ist eine Teilbegrünung sowie eine Installation von Photovoltaik-Stationen geplant. Der Erstbezug ist für das Frühjahr 2028 angesetzt – der Spatenstich findet aber schon heute statt.

70 Prozent der Böden in Europa sind mit Pflanzenschutzmittel belastet. Das ergab eine Studie der Universität Zürich. Insgesamt 370 Bodenproben wurden auf Schadstoffe wie Fungizide und Glyphosat untersucht. Dabei wurden die meisten Pflanzenschutzmittel auf landwirtschaftlichen Feldern gefunden. Allerdings wurden auch Wälder und Wiesen durch Pflanzenschutz-Sprühnebel belastet. Dadurch werden wichtige Pilze und Pflanzen unbeabsichtigt beschädigt. Die Forscher*innen fordern, dass Bodenorganismen bei zukünftigen Regulierungen mitbedacht werden.

KI-Chatbots können ein Gefühl von Nähe erzeugen. Das zeigen die Ergebnisse zweier Online-Studien der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Teilnehmer*innen empfanden Gespräche mit KIs im Vergleich zu Menschen teilweise als persönlicher, sofern sie nicht darüber informiert wurden, mit wem sie schreiben. Die Studie betont die Chancen für Menschen mit wenigen sozialen Kontakten, aber auch das Manipulationspotential, das von KI-Chatbots ausgehen kann.

Pflanzliche RNA entsteht nicht in den Pollen selbst. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts hat herausgefunden, dass die pflanzliche RNA in Pollen in der Mutterpflanze entsteht. Die RNA bestimmt, welche Gene in einer Zelle aktiv sind und welche nicht. Zuvor bestand die Annahme, die notwendigen RNA-Moleküle würden in den Pollen selbst entstehen. Die Wissenschaftler*innen beschreiben den Vorgang als SMS, die von der Mutter-Pflanze an die Pollen gesendet wird. Die Studie deckt auf, dass dadurch die Entwicklung der nächsten Generation gezielt gesteuert werden kann.

Die Kunstakademie Münster lädt zum “Rundgang 2026” ein. Dabei handelt es sich um ihre traditionelle Jahresausstellung, die heute eröffnet wird. Die Studierenden präsentieren in ihren Ateliers Kunstwerke, die einen Einblick in aktuelle Tendenzen und Positionen junger Kunst gewähren. Die Kunstakademie schreibt in ihrem Programm: “Durch die vielfältige Anzahl an Medien und die dadurch entstehende breitgefächerte Gesamtkuration, spiegelt sich die Fülle der Akademie wider. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem jede Arbeit ihren Platz findet und die Betrachtenden zu einem intensiven Dialog einlädt.” Die Eröffnung findet heute um 19:00 Uhr am Leonardo Campus 2 statt. Die Kunstwerke können über die restliche Woche hinweg von 10:00 – 20:00 Uhr betrachtet werden.

Süddeutsche Waldböden entziehen der Atmosphäre zunehmend Methan. Das haben Forschende der Universität Göttingen herausgefunden. Dass der Waldboden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, indem er der Atmosphäre Methan entzieht, war bereits bekannt. Die Forschenden haben aber nun entdeckt, dass diese Aufnahmefähigkeit unter den veränderten Klimabedingungen der Zukunft sogar noch ansteigt. Die Daten basieren auf Langzeitbeobachtungen von 12 Waldstandorten im Südwesten Deutschlands. Die Ergebnisse zeigen, dass ein verminderter Niederschlag und wärmere Temperaturen die Aufnahmefähigkeit der Böden erhöhen. Sinkende Niederschläge sorgen für trockenere Böden, in die Methan leichter eindringt als in feuchte. Zudem bauen Mikroorganismen bei steigenden Temperaturen Methan schneller ab. Die ansteigende Methan-Aufnahme beschränkt sich dementsprechend nur auf Gebiete, in denen der Niederschlag tatsächlich zurückgeht. Beispielsweise in den Vereinigten Staaten regnet es zunehmend mehr, das hat laut den amerikanischen Studien zu einem Rückgang der Methan-Aufnahme um bis zu 80 Prozent geführt.

Bittergeschmacksrezeptoren können Signale über hormonelle Zustände im Körper geben. Das haben Forschende des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie herausgefunden. Bisher war bekannt, dass Bittergeschmacksrezeptoren vor allem vor potenziell schädlichen Stoffen warnen. Die Ergebnisse belegen nun, dass auch Steroidhormone wie zum Beispiel Progesteron oder Testosteron die Bittergeschmacksrezeptoren aktivieren können. Die Rezeptoren zeigen somit hormonelle Zustände im Körper an. Das ist zum Beispiel interessant bei der veränderten Geschmackswahrnehmung während der Schwangerschaft. Die Erkenntnis, dass auch Steroidhormone die Bittergeschmacksrezeptoren aktivieren, erweitert das bisherige Verständnis dieser Rezeptoren erheblich.

Die Promillegrenze fürs Fahrradfahren könnte sinken. Expert*innen diskutieren dies bis Freitag auf dem 64. Deutschen Verkehrsgerichtstag. Bis jetzt ist Radfahren erst ab 1,6 Promille strafbar – dieser Wert gilt schon als starker Rausch. Wenn die Gesetzesänderung beschlossen wird, könnte der Wert aber auf 1,1 Promille sinken. Die finale Entscheidung obliegt dem Verkehrsministerium, die Politik übernimmt aber oft die Impulse der  Expert*innen: In der Vergangenheit wurden beispielsweise Vorschläge wie die Gurtpflicht oder das Handyverbot am Steuer übernommen.

Ein Mittagsschlaf kann die Lernfähigkeit verbessern. Das haben Forschende der Universitätsklinik Freiburg und der Universität Genf herausgefunden. Tagsüber verarbeitet das Gehirn stetig neue Eindrücke, Gedanken und Informationen. Das wird auf Dauer anstrengend für das Gehirn, weshalb die Lernfähigkeit abnimmt.  Schlaf  kann dabei helfen, übermäßige Aktivitäten des Gehirns zu regulieren, ohne dass Informationen verloren gehen. Das Gehirn wird entlastet und in einen lernbereiten Zustand versetzt. Bisher waren die positiven Effekte von Schlaf auf die Lernfähigkeit, nur in Hinsicht eines langen Schlafes bekannt. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Effekte schon nach einer kurzen Zeitperiode einsetzen.

In Münsters Unis wird heute gestreikt. Die Gewerkschaft Ver.di hat erneut zu einem Warnstreik aufgerufen, weswegen heute unter anderem Hausmeister*innen und Studentische-Hilfskräfte nicht bei der Arbeit erscheinen können. Hintergrund des Streiks sind Tarifverhandlungen, der Ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent für Beschäftigte des öffentlichen Diensts. Vom Streik sind Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen in über 60 Städten betroffen.

Klima-Verbote können grüne Werte untergraben. Eine gemeinsame Studie der Universität Koblenz und des Sante Fe Institutes aus New Mexico hat herausgefunden, wie Verbote die Akzeptanz von Klima-Maßnahmen beeinflussen können. Demnach akzeptieren Menschen Maßnahmen weniger, wenn diese scheinbar in die eigene Lebensweise eingreifen. Beschrieben wird dieser Effekt damit, dass äußere Einflüsse zu Abneigung führen, wenn diese als kontrollierend wahrgenommen werden. Dies kann so weit gehen, dass sogar Befürworter*innen einer klimafreundlichen Politik Widerstand gegenüber den Maßnahmen entwickeln können.