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Moebius

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Das Forschungsprojekt BOSNET soll Behörden im Kampf gegen digitale Desinformation stärken. Verschiedene Universitäten deutschlandweit entwickeln unter der Leitung der Uni Potsdam ein KI-basiertes Analysemodul, das schneller Desinformation entlarven soll. BOSNET steht dabei für Behördenübergreifende Informationsbewertung und Austausch von Wissen im Umgang mit Desinformation. Dazu wird eine gemeinsame Wissensdatenbank mit Informationen zu Desinformationsfällen aufgebaut. Diese Datenbank dient dazu, die zusammengestellten Informationen und Strategien jederzeit abrufbar bereitzuhalten. Durch das Projekt soll das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Handlungsfähigkeit von Behörden im Umgang mit Desinformation gestärkt werden.

Nordrhein-Westfalen stellt ein neues Genehmigungsverfahren für Groß- und Schwertransporte  auf. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hat ein neues Maßnahmenpaket für schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte erarbeitet. Das Paket entsteht in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Wirtschaftsverbänden. Das Genehmigungsverfahren soll mithilfe der bundeseinheitlichen Antragsplattform VEMAGS vollständig digitalisiert und mit Hilfe von KI optimiert werden. Auch sollen wiederkehrende Transportstrecken verbessert, Transportkorridore geschaffen und Statikdaten zugänglicher gemacht werden. Die Transporte gehören mit rund 120.000 jährlichen Anträgen zu den umfangreichsten Verwaltungsverfahren im Straßenverkehr.

Künstliche Intelligenz soll künftig in der Polizeiarbeit eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Projekt von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und dem Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA). In Zukunft soll Ermittler*innen eine Interaktion mit virtuellen Abbildern von Tatorten ermöglicht werden. Im Vergleich zu bereits eingesetzten 3D-Modellen, kann der neue virtuelle Tatort auch befragt werden. Objekte sollen auf diese Weise automatisch erkannt, klassifiziert und inventarisiert werden. Ebenso arbeitet das Forschungsteam an Möglichkeiten der Analyse räumlicher Beziehungen zwischen Objekten. Die TUM und das BLKA werden ihre Forschungskooperation bis Ende 2028 fortsetzen.

Der „Erlebnistag Geodäsie” fand gestern in Münster statt. Bei dem Aktionstag konnten Schüler*innen aus Münster, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet das Berufsfeld der Geodäsie entdecken. Dabei geht es um die Vermessung und Darstellung der Erdoberfläche. Zu den interaktiven Stationen vor Ort zählten u.a. die Vermessung mit Satelliten und Drohnen. Der Aktionstag wird seit 2022 jedes Jahr in einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen veranstaltet und vom NRW-Innenministerium organisiert. Grund dafür ist der hohe Bedarf an Fachkräften im Bereich der Geodäsie.

Das Studierendenwerk Münster eröffnet einen Zentralen Info-Punkt (ZIP) für Studierende. Die neue Anlaufstelle für studentische Anliegen befindet sich in der Mensa am Aasee. Dort können Studierende Informationen über die Leistungen des Studierendenwerks, wie z.B. BAföG, Wohnen und internationale Themen erhalten. Außerdem können sie bei weiteren Fragen an die zuständigen Ansprechpersonen vermittelt werden. Durch das neue ZIP werden die Informationen über Angebote des Studierendenwerks gebündelt und den Studierenden zugänglicher gemacht.

Hohe Wohnkosten überlasten zwei Drittel der Studierenden. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im Schnitt müssen Studierende 54 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Das Deutsche Studierendenwerk zeigt sich alarmiert über die Zahlen und die weiterhin steigenden Mietkosten auf dem Wohnungsmarkt. Der Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl kritisiert vor diesem Hintergrund, dass die Bundesregierung die Erhöhung der BAföG-Wohnkostenpauschale verschoben hat. Diese war eigentlich für dieses Wintersemester angesetzt und steht nun erst im Sommersemester 2027 an.

In 70 Prozent der deutschen Betriebe verdienen Männer durchschnittlich über 5 Prozent mehr als Frauen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit betrachtet dabei Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten. Nur bei einem Fünftel der Unternehmen liegt der geschlechtsspezifische Lohnunterschied unter 5 Prozent. Bei Frauen und Männern, die im selben Betrieb arbeiten und einen ähnlichen Beruf ausüben, sind die Unterschiede genauso deutlich. Die Bundesregierung plant, die neue EU-Richtlinie zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen bis spätestens 2027 umzusetzen. Sie soll dazu beitragen, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen.

Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Salzregulation von Pflanzen. Das hat ein Forschungsteam der Uni Münster und des RIKEN-Forschungsinstituts entdeckt. Pflanzen leiden weltweit immer mehr unter künstlicher Bewässerung und hohen Temperaturen, was die Salzkonzentration in den Böden erhöht. Das erzeugt Probleme mit dem Wasserhaushalt der Pflanzen und kann zu ihrem Absterben führen. Einige Pflanzen in Küstenregionen können ihren Salzhaushalt regulieren. Die Forschenden haben entdeckt, dass das Enzym HDA 19 eine entscheidende Rolle beim Umgang der Pflanzen mit dem hohen Salzgehalt spielt. Pflanzen, ohne das Enzym, haben eine höhere Toleranz gegenüber salzigen Böden, als Pflanzen mit dem Enzym. Mit den Erkenntnissen wollen die Forschenden resistente Nutzpflanzen entwickeln.

Das Landeskabinett NRW führt eine eigene Ausbildung für einen besseren Verfassungsschutz ein. Die Ausbildung ist ein dreijähriges duales Studium beim Bundesamt für Verfassungsschutz und der Hochschule des Bundes. Sie wird  mit einem Bachelorabschluss beendet. Das Ziel ist, eigenes Fachpersonal auszubilden, das in Zeiten sicherheitspolitischer Herausforderungen die freiheitlich demokratische Grundordnung dauerhaft schützen soll. Das soll zu einem verbesserten und gestärkten Verfassungsschutz beitragen, der Gefahren schnell erkennen und behandeln kann. Im nächsten Jahr sollen zunächst zwei Ausbildungsplätze entstehen.

Ein neues Diskussionspapier widmet sich technologischer Resilienz an Hochschulen. Derzeit befinden sich laut dem Hochschulforum Digitalisierung viele Hochschulen in einem dauerhaften Krisenmodus. Insbesondere die Geschwindigkeit digitaler Entwicklungen stellt Universitäten auf die Probe. Sowohl der Durchbruch generativer KI, als auch Lücken in der Cyber Security erfordern stetig akutes Handeln. Gleichzeitig bleibt kaum Kapazität für Strategien und Innovationen, um Hochschulen zukunftssicher aufzustellen. Das Diskussionspapier soll als Kompass dienen, um aus diesem Krisenmodus herauszukommen.

Für Erasmus+ stehen erneut 250 Millionen Euro zur Verfügung. Der Deutsche Akademische Austauschdienst teilt mit, dass für das Förderprogramm “Mobilität von Einzelpersonen” die gleichen finanziellen Mittel wie im Vorjahr zur Verfügung stehen. Die Förderung umfasst 33 Länder, die am Erasmus-Programm teilnehmen. Ab Juni 2027 ist England wieder Teil von Erasmus und erstmals wird die Schweiz aufgenommen. Das Erasmus-Programm gewinnt für Studien- und Praktikaufenthalte außerhalb von Europa an Bedeutung, da die Mittel auch hierfür zur Verfügung stehen.

Eine Absolventin der FH Münster erhält einen Hochschulpreis für ihre Masterarbeit. Maike Klemmer hat Wirtschaftsinformatik an der Münster School of Business studiert und für ihre Abschlussarbeit eine KI entwickelt. Die KI kann Vorlagen vor einem Torschuss, den sogenannten Assist, automatisch erkennen. Sie entwickelte ein Machine-Learning Model, welches mit 500 Spielszenen des DFB-Pokals trainiert wurde, um Assists eindeutig zu identifizieren. Die FH vergibt jedes Jahr den Hochschulpreis an die Absolvent*innen mit den besten Abschlussarbeiten.

Die Bezirksregierung Münster überreichte 46 neue Förderbescheide an Kommunen, Vereine und weitere Projektträger. 44 dieser Bescheide gehen aus dem Programm “Struktur- und Dorfentwicklung” des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor. Warendorf und Bottrop erhielten zwei weitere Bescheide aus den “Europäischen Fonds für regionale Entwicklung” und demJust Transition Fund” für Energieeffizienz und Klimaanpassung. Insgesamt wurden Gelder von rund 8,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel der Förderungen ist es, ländliche Bereiche nachhaltig weiterzuentwickeln und diese als Lebens-  und Naturräume zu sichern. Vor allem sollen die Infrastruktur und die Aufenthaltsqualität in den Dörfern verbessert werden.

Ein Dialekt kann das Gehirn genauso gut trainieren wie eine Zweitsprache. Ein Forschungsteam der Uni Marburg untersuchte die Hirnstruktur von Dialektsprechenden und stellte fest, dass sich die Dialektkompetenz positiv auf die sprachlichen Fähigkeiten auswirkt. Ein Dialekt fördert dieselben sprachlichen Fähigkeiten wie der Erwerb einer Zweitsprache. Für die Untersuchung wurde die Struktur des Gehirns für die Sprachverarbeitung untersucht. Dabei kam heraus, dass sich die Hirnstruktur von Bilektalen – also Menschen, die einen Dialekt und das Standarddeutsch beherrschen – signifikant in Dicke und Volumen von nur Standarddeutsch Sprechenden unterscheidet. Diese Differenzierung wurde ebenfalls schon bei zwei- oder mehrsprachigen Personen festgestellt. Damit gilt der Dialekt nicht mehr als Bildungshindernis, sondern fördert den Erwerb und den Gebrauch von weiteren Sprachen.

Das Campusleben der Zukunft muss aktiv und gemeinschaftlich gestaltet werden. Diesen Schluss ziehen Hochschulen und Studierendenwerke in einem gemeinsamen Impulspapier, das heute veröffentlicht wurde. Der Zusammenschluss beschäftigte sich mit Fragen der Zukunftsgestaltung, etwa von Studieren, Arbeiten, Essen, Wohnen und Kita. Der Campus wird dabei als sozialer und kultureller Begegnungsort verstanden. Mit den Vorschlägen möchte man den veränderten Studien- und Lebensbedingungen der Studierenden gerecht werden. Das Impulspapier soll vor allem erste Anregungen und Orientierung bieten, die gemeinsam weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Hochschulen angepasst werden können.