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Wissenschaftler*innen fordern ein neues Konzept für nachhaltige Entwicklung. Das bisher verwendete Drei-Säulen-Modell trennt Natur, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieses erscheint laut Forscher*innen des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung nicht mehr zweckmäßig. Die Forscher*innen schlagen stattdessen ein Modell nachhaltiger Entwicklung als ein einziges, dynamisches System vor. Das Modell geht davon aus, dass natürliches, wirtschaftliches und soziales Kapital die Grundlage für Nachhaltigkeit bilden und miteinander verbunden sind. Nur wenn alle Arten von Kapital im Gleichgewicht sind, kann langfristiges Wohlergehen möglich sein.
Eine Keuchhustenimpfung in der Schwangerschaft schützt Neugeborene. Eine internationale Studie der Charité Berlin und Universität Radboud weisen die Effektivität der indirekten Immunisierung nach. Durch eine Impfung der Mutter mit einem Ganzzell-Keuchhustenimpfstoff während der Schwangerschaft weisen Babys eine stärkere Immunantwort auf. Neugeborene können die erste der drei regulären Impfungen erst mit zwei Monaten erhalten. Die Impfung während der Schwangerschaft kann das Kind in den ersten Lebenswochen vor einer Erkrankung schützen.
Der Regierungspräsident lädt zum Neujahrsempfang ein. Die Bezirksregierung Münster berichtet, dass rund 250 geladene Gäste heute Vormittag zum traditionellen Neujahrsempfang von Regierungspräsident Andreas Bothe in die Bezirksregierung kamen. Unter den Gästen befanden sich Vertreter*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, wie beispielsweise Politik und Wirtschaft. In seiner Ansprache appellierte er vor allem an den Zusammenhalt und das Miteinander in Krisenzeiten.
Ab heute sind die digitalen Passbildgeräte der Bundesdruckerei in allen Bürgerbüros einsatzbereit. Dies gibt die Stadt Münster heute Vormittag in einer Pressemitteilung bekannt. Der Grund für die neuen Passbildautomaten ist die im Mai 2025 in Kraft getretene Gesetzesänderung, die die Verwendung von Papier-Passbildern untersagt. Dieses Gesetz soll Missbrauch und Fälschung von Pässen verhindern. Neben den Selbstbedienungsterminals besteht in den Bürgerbüros die Möglichkeit, durch Mitarbeitende ein digitales Lichtbild aufzunehmen. Beide Varianten nehmen eine Gebühr von sechs Euro. Darüber hinaus können Bürger*innen auch bei anderen registrierten Anbieter*innen ein Passbild machen lassen.
Der Prozess um Drogenhandel startet heute. Am Amtsgericht beginnt heute der Prozess gegen sechs Personen aus Münster und dem Umland. Ihnen wird vorgeworfen, illegal über Instagram mit Cannabis gehandelt zu haben. Die Verhandlung ist bis zum 09. März angesetzt, eine Verlängerung ist jedoch möglich. Das Amtsgericht bestätigte die Informationen gegenüber der Redaktion.
Quecksilber gefährdet die Energieproduktion von Seevögeln. Laut einer Forschung des Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz nehmen Seevögel Quecksilber übers Meer auf. Im Meer wird Quecksilber durch verschiedene Bakterien zu einem hochgiftigen Stoff umgewandelt. Das Gift führt dazu, dass die Membran der Mitochondrien durchlässig wird und Energie verloren geht, ohne dass ATP entsteht. Vergleichbar wäre das mit Wasser, das an Turbinen einfach vorbeifließt. Die Vögel können diese ineffiziente ATP-Produktion mit einer höheren Energieproduktion der Zellen ausgleichen. Diese erhöhte Energieproduktion ist für die Tiere sehr anstrengend und kostet sie mehr Ressourcen. Die Vögel können in ihrer Fitness, Lebensspanne und ihren Bruterfolgen stark eingeschränkt werden.
Münster wird durch das Land entlastet. Das Altschuldenentlastungsgesetz des Landes NRW entlastet laut der Landesregierung 167 Kommunen, darunter auch Münster. Laut der Landtagsabgeordneten Simone Wendland, spart die Stadt Münster durch das Gesetz rund 10 Millionen Euro Altschulden ein. Münster gilt als hoch verschuldet und profitiert von dem Gesetz mehr als andere Kommunen. Das Land berechnet die Höhe der Schuldübernahme für jede Kommune individuell. Die Kreditverträge sollen bis Ende des Jahres 2026 übernommen werden.
Kaffee färbt biologische Proben und sorgt für einen stärkeren Kontrast. Das fand die TU Graz bei Untersuchungen mit der Elektronenmikroskopie heraus. Das zuvor verwendete hochgiftige und radioaktive Standardmittel Uranylacetat kann aus Sicherheitsgründen in manchen Laboren nicht verwendet werden. Eine umweltfreundliche Alternative ist der gewöhnliche Espresso. Im Vergleich zu Uranylacetat sorgt Kaffee für sehr gute bis teilweise bessere Kontrastwerte.
Die Stadt Münster legt einen Bericht über den Klimaschutz und die Klimaanpassung vor. Die Stadt hat ein Dokument mit 60 Projekten aus den Bereichen Energie, Bauen, Mobilität, Finanzen, Bildung und Wirtschaft vorgelegt. Das Dokument wurde im Rahmen des Klima-Controllings erstellt und zeigt, welche Fortschritte der Stadtkonzern bei Klimaanpassung und Klimaschutz erzielt hat. Unter anderem wurden eine weitere Photovoltaikanlage und eine Großwärmepumpe in Betrieb genommen. Im Bereich der Mobilität wurden Fahrradstraßen, Carsharing und Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut. Zudem stärkt die Stadtbücherei die Umweltbildung, die Wirtschaftsförderung setzt gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen zur Klimaneutralität um, und das Gesundheitsamt treibt den Hitzeaktionsplan sowie eine Trinkwasserkampagne voran. Der Bericht stellt ebenfalls die jährliche Treibhausbilanz dar.
Intensive Landwirtschaft bedroht die Artenvielfalt von Nachtfaltern in Südwestdeutschland. Das allgemeine Vorkommen von Nachtfaltern ist zwar hoch, jedoch bestehen Veränderungen in der Artenvielfalt, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zeigt. Dieser Rückgang bei den Nachtfaltern bezieht sich besonders auf Regionen mit intensiver Landwirtschaft und wird durch Klimaveränderungen begünstigt. In naturgeschützten Regionen sehen die Entwicklungen positiver aus und können durch weiteres Engagement erhalten werden.
Die Hochschulen in NRW müssen trotz höherer Mittel sparen. Das Land Nordrhein-Westfalen verlängert die Hochschulvereinbarung bis 2028, wie das Landesministerium für Kultur und Wissenschaft berichtet. Um die steigenden Kosten der Hochschulen zu decken, sind 2026 rund 390 Millionen Euro mehr eingeplant als im Vorjahr. Gleichzeitig müssen die Universitäten und Fachhochschulen zusammen 120 Millionen Euro einsparen. Grund dafür ist die angespannte Haushaltslage des Landes NRW. Wo genau gespart wird, dürfen die Hochschulen selbst entscheiden.
Studierende können vorübergehend keine BAföG-Anträge über die Plattform “BAföG Digital” stellen. Grund dafür ist eine Systemumstellung, wie das Studierendenwerk Münster mitteilt. Für etwa zwei bis drei Wochen ist “BAföG Digital” nicht erreichbar. In dieser Zeit ist weder der Zugriff auf das eigene Konto, noch das Hochladen oder Bearbeiten von Anträgen möglich. Studierende, die im Januar einen Erstantrag stellen müssen, können diesen alternativ per Post oder per E-Mail verschicken.
Ein Team der Universität Duisburg-Essen entwickelt ein “Kompetenzmodell für den Katastrophenschutz”. Entstanden ist das Modell im Rahmen des Forschungsprojekts KOKA, welches für “Kompetenzorientierung im Katastrophenschutz” steht. Ziel des Teams war es, ein Modell zu schaffen, das organisationsübergreifend ist. Die Vorgaben für den Umgang mit Katastrophen unterscheiden sich je nach Arbeitsfeld. Mittels des Modells sollen Anforderungen aus verschiedenen Bereichen vereint werden. Dadurch soll ein organisationsübergreifendes Modell entstehen, welches der Orientierung in Krisenfällen dienen soll.
Gestern wurde an der Weseler Straße ein Blindgänger entschärft. Bei Bauarbeiten wurde am Dienstagvormittag eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Feuerwehr evakuierte daraufhin das Gebiet um die Bombe in einem Umfang von etwa 250 Metern. Der Arnsberger Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte die Bombe und um 19 Uhr wurde Entwarnung gegeben. Etwa 120 Kräfte der Polizei, der Feuerwehr und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren am Einsatz beteiligt.
Forschende des Deutschen Herzzentrums der Charité entwickeln einen neuen Behandlungsansatz für die Gentherapie bei Nierenerkrankungen. Bisher war es bei Gentherapie notwendig, extrem hochdosierte Medikamente in den gesamten Blutkreislauf einzuführen, um ein krankes Organ zu behandeln. Gentherapie funktioniert, indem Vektoren genetisches Material in Körperzellen einschleusen, um defekte Gene zu reparieren. Diese Vektoren, die “Gen-Transporter”, setzen besonders an Leber und Milz an, statt an den kranken Nieren. Das führt zu starken Nebenwirkungen und hohen Therapiekosten.
Es wurde mit Schläuchen ein “Mini-Blutkreislauf” um die Niere herum erzeugt: Die Niere wird dabei kurzfristig vom restlichen Blutkreislauf abgekoppelt. In Tierversuchen haben die Nierenzellen das Medikament 75-mal stärker aufgenommen als in herkömmlichen Verfahren. Leber und Milz wurden dabei deutlich geschont.”
Besonders Menschen mit genetischen Nierenerkrankungen könnten von dem Verfahren profitieren. In Deutschland sind es mehr als 50.000 Personen.