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Eine neue Forschungsfabrik für Batteriezellproduktion in Amelsbüren feiert Richtfest. Wie die Stadt Münster in einer Pressemitteilung bekanntgibt, beginnt für die Einrichtung “Forschungsfertigung Batteriezelle” der Frauenhofer-Gesellschaft heute der entscheidende Bauabschnitt. Bund und Land investieren insgesamt rund eine Milliarde Euro in den Bau der Fabrik. Sie soll den gesamten Produktionsprozess verschiedener Batterien für die industrielle Nutzung auf einem Gelände ermöglichen. Auch das Batterieforschungszentrum MEET der Uni Münster ist am Projekt beteiligt.
Dr. Edmonds der Uni Münster belegt drei bisher unbekannte Könige im antiken Assyrischen Reich. Wie die Uni auf ihrer Website mitteilt, arbeitete der Altorientalist für diese Entdeckung mit Professor Frahm von der Uni Yale zusammen. Mehr als 100 Jahre lang ging man in der Forschung davon aus, dass alle Herrscher des Reiches auf der sogenannten “Assyrian King List” aufgelistet sind. Die Forschenden stellten nun fest, dass auf dieser Liste anstatt der tatsächlichen die ideale Thronfolge dokumentiert wurde. Sie vermuten, dass einige Namen in konfliktreichen Zeiten absichtlich aus den Aufzeichnungen entfernt wurden. Dadurch kommen die Forschenden zu dem Schluss, dass der Aufstieg Assyriens zu einem Weltreich weniger geradlinig war als bisher angenommen.
Mehr als 22.000 Fans des Musikers Pitbull haben in London einen Guinness-Weltrekord aufgestellt. Das berichtet die Organisation selbst. Beim Konzert im Hyde Park trugen sie gleichzeitig Glatzenkappen und Sonnenbrillen – den typischen Look des Amerikaners. Damit stellten sie den Rekord für die größte Versammlung von Menschen mit Glatzenkappen auf. Die Idee für diese Aktion entstand in den sozialen Medien und verbreitete sich dort innerhalb weniger Wochen.
Bei dem Forschungsprojekt “RecyTube” der Hochschule Hof zur Weiterverarbeitung von Textilresten, die bei der Möbelproduktion entstehen, haben die Forschenden eine positive Bilanz gezogen. Im Zuge des Projektes konnten neue Materialien mit rund zwei Dritteln Recyclinganteil hergestellt werden. Auf diese Weise gelang es, einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie zu leisten.
Eine Studie der Rockwool Foundation Berlin liefert hierzu erstmals konkrete Zahlen. Die Höhe der Salzsteuern pro Haushalt schwankte je nach Gegend zwischen 2,5 % und 13 % des Jahreseinkommens. Der Ärger über diese Ungerechtigkeit fiel 1788 mit extremen Wetterbedingungen zusammen, die die Brotpreise hochtrieben und Hungerunruhen auslösten. Dennoch wollte der König die Steuern weiter erhöhen, da Frankreich Schulden angehäuft hatte. Abgeordnete aus höher besteuerten Gebieten standen der Monarchie daher deutlich kritischer gegenüber und stimmten später eher für die Hinrichtung des Königs.
Betriebswirtschaftler Dr. Colin Schulz erhält den Förderpreis der Universitätsgesellschaft Münster.
Der Förderpreis der Universitätsgesellschaft würdigt den Wissenschaftler für seine besonderen Leistungen und ist mit 10 000€ dotiert. Forschungsschwerpunkt von Schulz ist unter anderem, wie auf der Top-Management-Ebene auf technologische und ökologische Veränderungen reagiert wird. Institutsleiter Prof. Dr. David Bendig betonte bei der Preisverleihung Schulz’ besonders lehrreiche Forschungsansätze. Der Förderpreis wurde 1980 anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Universität Münster gegründet und besteht somit seit über 40 Jahren.
In Münster werden Flächen zur Aktualisierung des Biotopkatasters NRW kartiert. Aus diesem Grund untersuchen Mitarbeiter*innen eines vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen beauftragten Büros verschiedene Grünflächen in Münsters Süden. Der Biotopkataster NRW sammelt Informationen über schutzwürdige Biotope, also von räumlich abgrenzbaren Lebensräumen von Tieren und Pflanzen. Diese Informationen sollen zur Planung der Landschaft dienen. Die Stadt Münster teilt mit, dass sich die Mitarbeiter*innen Ausweisen können und in ihrer Funktion auch Privatgelände betreten dürfen.
Aktuelle Vorhersagemodelle unterschätzen das Aussterberisiko gefährdeter Arten. Dies fanden die Forscherinnen Raya Keuth, Susanne Fritz und Damaris Zurell heraus, indem sie Vorhersagemodelle für das klimabedingte Aussterben von Tierarten untersuchten. Modelle wie die Rote Liste der Internationale Union für Naturschutz die sogenannte “Rote Liste” geben Schätzungen dafür an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Tierart wegen klimabedingten Gründen ausstirbt. Die Forscherinnen Reuth, Fritz und Damaris konnten jedoch herausfinden, dass Modelle wie die “Rote Liste” das Aussterberisiko oft unterschätzen. Den Forscherinnen zufolge liegt dies daran, dass die Modelle Faktoren ignorieren, die dazu beitragen, dass Arten aussterben.
Vor 40 Jahren besiegelten die Stadt Münster und die kalifornische Stadt Fresno ihre Partnerschaft im Münsteraner Rathaus. Um dieses Jubiläum zu feiern, sind seit Mittwoch Vertreter*innen aus Fresno zu Besuch. Anlässlich des Jubiläums gab es einen Empfang in der Dominikanerkirche. Dort wurden Bürger*innen gewürdigt, die die langjährige Städtepartnerschaft durch ihr Engagement ermöglicht haben.
Eine neue Studie von Forschenden der Hochschule Rhein-Waal, United Nations University Maastricht und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, identifiziert finanzielle Ressourcen, technische Kompetenzen und die Zusammenarbeit mit externen Partnern als zentrale Faktoren, um Umweltinnovationen zu begünstigen. Durch die Ergebnisse sehen Forschende Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik. Äußern sollen sich diese Innovationen in der Identifizierung von Stärken und Schwächen des eigenen Ressourcenverbrauchs, sowie die Anschaffung fehlender Ressourcen mithilfe kooperierender Unternehmen.
Das Uniklinikum Münster unterstützt ukrainische Mediziner*innen. Im Rahmen eines Kooperations-Projekts hospitierten in der letzten Woche vier ukrainische Ärzt*innen in Münster. Sie arbeiten am Mechnikov Hospital der ost-ukrainischen Stadt Dnipro. Das Krankenhaus gilt als eines der wichtigsten Traumazentren der Ukraine. Am Institut für Hygiene des UKMs wurden die Mediziner*innen vor allem in das Verfahren der Massenspektrometrie eingeführt. Damit können Krankheitserreger schneller identifiziert und dadurch eingedämmt werden. Die Kooperation mit dem UKM besteht bereits seit dem letzten Jahr.
Die Tarifbindung in Deutschland sinkt. Das Forschungsinstitut Rockwool Foundation Berlin und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigen in einer neuen Studie, dass die Tarifbindung in Deutschland, besonders im Niedriglohnsektor, zurückgeht. Im Vergleich zu dem Jahr 2000 haben fast 20% weniger Beschäftigte einen Tarifvertrag. Besonders für Beschäftigte mit geringem Lohn ist der Schutz einer Tarifbindung wichtig, um gegenüber den Arbeitgebern eine starke Verhandlungsposition zu schaffen. Christian Dustmann, Direktor der Rockwool Foundation Berlin, warnt, diese Entwicklung werfe erhebliche Fragen zur zukünftigen Rolle des Tarifsystems auf. In Deutschland orientieren sich viele Unternehmen, auch über die Tarifbindung hinaus, freiwillig an den Tarifverträgen.
Die Bundesregierung hat gestern beschlossen, die BAföG-Wohnkostenpauschale nun doch von 380 auf 440 Euro zu erhöhen. Zuvor hatte Bundesforschungsministerin Bär angekündigt, die im Koalitionsvertrag versprochene Anhebung nicht umsetzen zu wollen. Die Wohnkostenpauschale soll nun zum Sommersemester 2027 steigen und nicht wie ursprünglich geplant schon zum kommenden Wintersemester. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Erhöhung, kritisiert aber das verspätete Einsetzen dieser. Neben der Wohnkostenpauschale fordert die Gewerkschaft eine deutliche Erhöhung der Elternfreibeträge sowie eine schnelle Anhebung der Bedarfssätze mindestens auf das Niveau der Grundsicherung. Diese schrittweise Anhebung ist bis 2029 geplant.
Die Bewerbungsphase für den Inklusionspreis 2026 im Land NRW startet. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit hat den Preis ausgeschrieben. Verliehen wird er an Projekte oder Organisationen, in denen Inklusion aktiv gelebt wird und Menschen mit und ohne Beeinträchtigung barrierefrei zusammenarbeiten. Der Inklusionspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Bewerben kann man sich und sein Projekt in den Kategorien “Inklusion und Arbeit”, “Sport” oder “Gesellschaft”. Die Bewerbungsphase endet am 28. August 2026.
Ein Team der Uni Münster hat eine neue lichtgetriebene Reaktionssequenz entwickelt. Bei dieser Tripel-Katalyse löst ein Reaktionsschritt den nächsten aus. Dabei erfolgen die molekularen Umwandlungen nacheinander in einem einzigen Reaktionsgefäß. Das sogenannte Ein-Topf-Syntheseverfahren gilt als ideal, da es besonders ressourcen- und energiesparend ist. Zentral für das Gelingen ist dabei ein Molekül, das sichtbares Licht absorbiert und die Energie auf jeder Stufe der Sequenz an die reaktiven Moleküle überträgt. Die Methode hat das Potenzial für eine breite Anwendbarkeit. Das konnte das Team anhand verschiedener Ausgangsmoleküle zeigen.