Alben des Jahres 2021

Rezensiert von on 19. Dezember 2021

       

Ganz im Sinne von Weihnachtstraditionen hat sich die Radio Q-Redaktion kurz vorm Jahresende zusammengesetzt und die Alben des letzten Jahres Revue passieren lassen. Herausgekommen ist unsere Top 10 der Alben der Woche – ein bunter Mix mit Pyschedlic Rock, Bossa Nova, Electropunk, Hip Hop und Synth-Pop. Viel Spaß beim Stöbern und Erinnern, wir schauen schon neugierig um die Ecke ins Jahr 2022 und auf alles was uns da musikalisch so erwarten wird!

Platz 10 (geteilt): King Gizzard & The Lizard Wizard – “Butterfly 3000”

Einen ganzen Sommertag in einem einzigen Album einzufangen: das gelingt King Gizzard & the Lizard Wizard aus Australien auf ihrem zweiten (! -) Longplayer aus dem Jahr 2021 perfekt. Kleine Synthesizer-Schmetterlinge fliegen passend zum Titel durch jeden Track der Psych-Rock Band und entpuppen einen durch und durch positiv gestimmten Upbeat Sound.

Hier gehts zur Rezension: https://www.radioq.de/adw/king-gizzard-the-lizard-wizard-butterfly-3000/

Platz 10 (geteilt): Marinero – “Hella Love”

Sommerlich gehts weiter mit Marinero und seiner Liebeserklärung im nostalgischen Bossa-Nova Style an seine Heimat San Francisco. “Hella Love” nimmt uns mit auf eine authentisch-akkustische Reise an die Bay Area zwischen Jazz, mexikanischer Mariachi-Musik, Electronica und kubanischem Guijara a la Bueno Vista Social Club.

Hier gehts zur Rezension: https://www.radioq.de/adw/marinero-hella-love/

Platz 9: King Gizzard & The Lizard Wizard – “L.W.”

Zum zweiten Mal in unsere Top 10 geschafft haben es die Echsenkönige und Hexen mit ihrem mikrototalen Konzeptalbum “L.W.”. Als Teil des Doppelalbum “K.G.-L.W” tauchen KGLW tief in die Tonskalen der vielfältigen musikalischen Richtungen des asiatischen Kontinent ein, die von grollende Gitarrenriffs und funkigen Beats wunderbar kontrastiert werden.

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Platz 8: IDLES – “Crawler” 

Auf eine intensive Reise durch die eigenen Gefühlsschluchten während dem Lockdown nehmen uns die IDLES in ihrem vierten Album mit. Sänger Joe Talbot bricht seinen Frust zwischen archaischen Punksongs förmlich heraus, aber dieses Album wird vor allem beeindruckend durch die unerwarteten gefühlvollen Seiten und dem Ergänzen von LoFi, Soul und Noise-Elementen.

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Platz 7: audiobooks – “Astro Tough” 

Evangeline Ling und David Wrench verbinden ihre beiden Stärken – Hyperpop-Beats technisch perfekt auszuarbeiten und geballte Aggression in sinnvolle Texte zu verwandeln. Poetry-Slam meats Psych-Pop par excellance – das Ergebnis ist ein schonungsloses Aufrütteln aller musikalischen Komfortzonen mit unglaublich viel Energie.

Hier gehts zur Rezension: https://www.radioq.de/adw/audiobooks-astro-tough/

Platz 6: Sleaford Mods – “Spare Ribes”

Ihr elftes Album nimmt das Duo in nur drei Wochen während dem Lockdown auf. Darauf nehmen die Mods das herrschende britische Sozialsystem ziemlich auseinander. Laute, aggressive Texte spittet Jason Williamson auf die pochenden, elektronischen Beats von Andrew Fearn – rotzig, authentisch und unbearbeitet, denn diese Musik MUSS für ihre Wirkung “ein bisschen scheiße klingen”(Williamson).

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Platz 5: The Notwist – “Vertigo Days” 

Nach fast dreißig Jahren Bandgeschichte schafft die Indietronic-Band es, sich wieder neu zu erfinden und experimentiert mit Einflüssen von Jazz, Hip Hop und Dub. Auf “Vertigo Days” fassen sie das Gefühl vom unendlich-langsamen Verstreichen der Zeit im Lockdown und die Orientierungslosigkeit darin in ein warmes, atmosphärisches Mixtape. Das war Anfang des Jahres genau das richtige so tief im Winter.

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Platz 3 (geteilt): BĘÃTFÓØT – “Beatfoot” 

Das Debutalbum des Trios aus Israel hat es ziemlich in sich – ihr Motto lautet “Alles ist besser wenn es schneller abgespielt wird” und genau das hört man auch. BĘÃTFÓØT mixen in ihrer Musik wild alle möglichen Genres durcheinander – Techno und Acid trifft auf Hiphop, unterlegt meist mit nem schnellen Hardstyle-Beat.

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Platz 3 (geteilt): Audio88 & Yassin – “Todesliste”

Die einzigen Vertreter des Deutschraps in dieser Liste – Audio88 & Yassin mit ihrem Album “Todesliste”. Auf dem dritten Album des Duos legen die beiden lyrisch gezielt den Finger in die Wunde und klagen beispielsweise auf bissige Weise das Wegschauen von Politiker*innen bei rechtem Terror an. Deutschlands schlechtes Gewissen in Personalunion dieser zwei Rapper ist mit hervorragenden Texten zurück mit einem der politisch-relevantesten Alben Deutschlands 2021.

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Platz 2: Little Simz – “Sometimes I Might Be Introvert” 

Verdienterweise geht dieser Platz an Little Simz mit “Sometimes I Might Be Introvert”. Auf ihrem vierten Studioalbum rappt und singt die Engländerin unter anderem laut und wütend über die soziale Ungerechtigkeit in England, über emanzipatorische Jugendbewegungen in Nigeria oder über ihr eigenes Introvertiert Sein. Das alles ist musikalisch perfekt verarbeitet und bewegt sich zwischen Old-School Hiphop und RnB. Ein Album, das strotzt vor Black und Female Pride und so 2021 absolut verdient die Aufmerksamkeit von Musikpresse und einem Massenpublikum erfährt. 

Hier gehts zur Rezension: https://www.radioq.de/adw/little-simz-sometimes-i-might-be-introvert/

Platz 1: La Femme – “Paradigmes”

Unser Platz 1 besetzte ein verdammt gutes Album, das könnt ihr mal glauben! Fünfzehn verrückte Songs, die, wenn man auf ihre Einflüsse schaut, willkürlich zusammengewürfelt scheinen. Aber der Eindruck täuscht, denn der einzigartige und unverkennbare Stil von La Femme zieht sich wie ein roter Faden durch ihr drittes Album “Paradigmes”. Ganz im Sinne des Retrofuturismus kreieren die Electro-Pop Virtuosen aus Frankreich hier ein unfassbar positives und energetisches Album im Varieté-Stil – zu Recht unser Top Album 2021!

Hier gehts zur Rezension: https://www.radioq.de/adw/la-femme-paradigmes/


Label: Divers
Veröffentlicht am: 20.12.2021
Interpret: Alben des Jahres 2021
Name: Alben des Jahres 2021


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