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40 Jahre Rock am Ring – Ein Jubiläum mit Neu und Alt

Written by on 29. Mai 2026

Vom 5.-7. Juni findet das beliebte Festival am Nürburgring statt. Radio Q ist für euch mit dabei und schaut vorab zurück auf die 40-jährige Geschichte von Rock am Ring.

Als 1985 das erste Rock am Ring ausgerichtet wurde, war das Festival nicht so klein wie man vielleicht denken mag. Mit der Zigarettenmarke Camel als Sponsor waren auch vor 41 Jahren schon Acts wie U2, Joe Cocker und Marius Müller-Westerhagen am Start und lockten, damals noch im Mai, 75.000 Musikfans an – allerdings an zwei statt drei Tagen und für 49 Mark statt Preisen ab 179 Euro.

Wie auch in den letzten Jahren ist das Festival, dieses Mal eher denn je, seit Oktober, ausverkauft und zieht mit 90.000 Besuchenden nur etwa 15.000 Leute mehr an die Rennstrecke als 1985. Weniger waren es allerdings 2005, beim 20-jährigen Jubiläum – trotzdem war damals auch schon ein Headliner bei Rock am Ring, auf den ihr euch auch in diesem Jahr wieder freuen könnt: Iron Maiden! Wer fehlte war Limp Bizkit, die ihren Auftritt kurzfristig abgesagt hatten – eine Geschichte, die sich in diesem Jahr nicht zu wiederholen scheint. Die Nu-Metal-Band rund um Fred Durst und Evil Jared, der sich mittlerweile nicht nur in der Musik, sondern auch im Trash TV einen Namen gemacht hat, steht schon am Freitag auf der Mandora-Stage.

Weiten wir unsere Zeitreise noch um einen kurzen Abstecher nach 2022 aus und fragen: Welche Band hätten die Ring-Rockenden gerne einmal live gesehen, als das noch ging? Die Antwort, die man damals zu (gefühlt) 90% bekam, war Linkin Park. Jetzt, vier Jahre später, kann sich jede:r freuen, der oder die sich das gewünscht hat – mit Emily Armstrong als Nachfolgerin von Chester Bennington ist die Band ebenfalls als Headliner dabei. Aber Radio Q wäre nicht Radio Q, wenn wir euch nicht die Acts empfehlen würden, die euch vielleicht noch nichts sagen – oder von denen ihr vielleicht nur zwei Songs vom Feiern kennt… Wie zum Beispiel Mehnersmoos! Deutscher Rap ist bei Rock am Ring schon lange keine Seltenheit mehr und so eröffnet das dem Alkohol zugetane Hip-Hop-Duo aus Frankfurt in diesem Jahr die Hauptbühne, die Utopia-Stage. Ab 14:55 Uhr könnt ihr es am Freitag mit dem ein oder anderen Kaltgetränk dem Titel des neuen Albums von Mehnersmoos gleichtun und saufen. Vorausgesetzt die Jungs behalten ihren Job als Musiker lange genug…

Etwas härtere Töne schlägt unter anderem die US-amerikanische Band Magnolia Park ab 17:05 Uhr auf der kleineren Orbit-Stage an. Sie selbst bezeichnen sich als die nächste Generation des Pop-Punks und möchten endlich rassistische Stereotype im Musikbusiness abbauen, so Gitarrist und Mitbegründer Tristan Torres. Seitdem sich die Band 2018 zusammengefunden hat, haben sie eine steile Karriere hingelegt: Beispielsweise haben sie auf dem Disney goes Punk-Album A Whole new Sound, genau wie die etablierten Größen Simple Plan und Tokio Hotel, einen bekannten Disney-Song neu interpretiert.

Die Metalheads unter euch können sich auf dem Ring aber natürlich auch schon am Freitag austoben. Neben Architects, Within Tempation und Trivium sind auch Babymetal mit von der Partie. Auf ihrem Album von letztem Jahr sind mit Tom Morello, Bloodywood und Electric Callboy drei weitere Acts vom Ring in diesem Jahr vertreten. Auch wenn keiner der Anderen ebenfalls am Freitag am Nürburgring auftritt, kann man zumindest bei Electric Callboy und Tom Morello noch auf einen Gastauftritt bei Babymetal hoffen – die treten nämlich zumindest nicht am gleichen Tag beim Partnerfestival Rock im Park auf.

Auch am Samstag könnt ihr ungestört weiter headbangen, zum Beispiel beim Auftritt von The Pretty Reckless um 16:05 Uhr auf der Utopia-Stage. Die Band rund um The Grinch– und Gossip Girl-Schauspielerin Taylor Momsen bewegt sich musikalisch im klassischen Rock, mit Einflüssen aus Post-Grunge, Alternative und Hard Rock. Ende Juni veröffentlicht sie ihr siebtes Album Dear God. Das Video für den Titletrack steht zwar noch aus, den Song könnt ihr aber bereits anhören.

Alternativ könnt ihr bei der deutschen Newcomerin Anna Grey sanftere Töne genießen. Die 22-jährige ist ins Line-Up nachgerückt als Badflower und The Garden ihre Auftritte in Europa absagen und daher auch für Rock am Ring ausscheiden mussten. Ab 16:30 Uhr bringt Anna Grey eine Mischung aus Pop und Hip-Hop-Beats für euch auf die Orbit-Stage.

Auch im Anschluss an Anna Grey bleibt es auf der Orbit-Stage spannend. Zuerst könnt ihr euch auf die britische Indie-Rock-Band The Subways freuen, danach auf das Elektro-Punk-Duo Wargasm. Das britische Duo besteht aus Multi-Instrumentalistin Milkie Way und Sam Matlock, dem Sohn des Sex-Pistols-Bassisten Glen Matlock. Die Musik-Welt kann manchmal wirklich klein sein.

Den letzten Tag auf der Hauptbühne läuten um 12:55 Uhr am Sonntag Bad Nerves ein, gefolgt von den Black Veil Brides um 14:10 Uhr. Die Goth-Rock-Gruppe rund um Sänger Andy Biersack hat Anfang Mai ihr siebtes Studioalbum Vindicate veröffentlicht. Die Produktion hat die Band dabei zum ersten Mal komplett selbst übernommen – und was dabei rausgekommen ist, könnt ihr euch bei Rock am Ring anhören.

Nach der Show der Black Veils Brides könnt ihr entspannt zur Mandora-Stage rüberschlendern und ab 15:35 Uhr Indian Folk Metal in Action erleben. Bloodywoods Musik ist von Instrumenten geprägt, die sich auch in traditioneller indischer Musik finden – beispielsweise von der Dhol (Trommel) und dem nordindischen Zupfinstrument Tumbi. Die Band aus Neu-Delhi bindet die Shows bei Rock am Ring und Rock im Park in ihre EU- und UK-Headline-Tour ein.

Wer sich nach nostalgischeren Songs sehnt, kann sich im Anschluss an die indischen Metalheads auf Alternative Metal von Breaking Benjamin freuen. Ab 16:45 Uhr übernimmt die 1998 gegründete Band die Mandora-Stage für eine knappe Stunde. Auch wenn der meistegehörte Song der US-amerikaner noch immer der 2006 veröffentlichte Hit Diary of Jane ist, bittet die Band auf Instagram auch die Lyrics ihrer neusten Single Something Wicked zu lernen und bei ihrem Auftritt ordentlich mitzuscreamen.

Noch bis 1:30 Uhr in der Nacht könnt ihr am Sonntag, bzw. Montag, den Rest der insgesamt 73 Acts genießen, die das Festival zu seinem Jubiläum organisiert hat – bevor es dann am Montag oder noch in der Nacht mit einem Haufen neuer Erinnerungen zurück nach Hause geht.

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