Alle Campusnachrichten
Die Bergische Universität Wuppertal hat ein Konzept veröffentlicht um Schulen bei der Arbeit mit geflüchteten Kindern zu unterstützen. Das Konzept ist kostenlos und praxisnah und soll Lehrkräfte und pädagogisches Personal auf traumasensible Arbeit an Schulen vorbereiten. Es heißt T.A.F.F., kurz für “Traumasensibles Unterstützungs- und Förderkonzept für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund”. Entstanden ist das Konzept im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts.
Das Bündnis “Keinen Meter den Nazis” ruft zum Protest gegen die Hayek-Tage auf. Am 22. und 23. Mai finden die sogenannten Hayek-Tage der Hayek-Gesellschaft im Atlantic-Hotel Münster statt. Unter dem Motto “Klassischer Liberalismus. Für die Freiheit.” finden dort Vorträge über Wirtschaft, Politik und Recht statt. Das Bündnis “Keinen Meter den Nazis” wirft den Veranstaltern Verbindungen zu Rechtsradikalen und Klimawandel-Leugnern vor und kritisiert die politische Ausrichtung der Vorträge, die unter anderem libertär und migrationskritisch seien. Am 22.05 um 17 Uhr soll an der Engelsschanze ein Protest gegen die Veranstaltung stattfinden.
Die National Academics Panel Study des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung führt laut idw seine Längsschnittstudie zu Promotionsbedingungen und wissenschaftlichen Karriereverläufen mit der Folgebefragung 2026 fort. Seit Mitte April und noch bis zum 12. Juni läuft die aktuelle Befragungsrunde. Hierfür wurden rund 30.000 aktuell Promovierende und ehemals Promovierende aus ganz Deutschland eingeladen. Mit den Ergebnissen will man Hochschulen beim Qualitätsmanagement ihrer Promotionsförderung unterstützen. Einsehen kann man die Ergebnisse über das Datenportal des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung.
Das Schulzentrum Wolbeck pflanzt 24 Großbäume um. Die Stadt Münster kündigt eine Erweiterung des Schulzentrums Wolbeck um einen dreistöckigen Neubau an. Dafür müssen 24 Bäume an der Stelle auf dem Gelände weichen. Der Vorschlag von der Bezirksvertretung Münster-Südost, die Bäume zu fällen und neu zu pflanzen, wurde abgelehnt. Es konnte sich darauf geeinigt werden, die Bäume trotz höherer Kosten umzupflanzen. Somit gibt es auch in Zukunft genügend Schatten auf dem Schulgelände des Schulzentrums Wolbeck.
Der Rapper Apsilon wurde im gestern nachmittag im Bundestag zitiert. Die Linken-Politikerin Ines Schwerdtner stellte dem Vizekanzler Lars Klingbeil im Bundestag die Frage, wann er dem Musiker Apsilon auf Instagram entfolgen würde. Damit nahm sie Bezug auf ein Snippet von Apsilons noch unveröffentlichtem Song “Keiner von Euch”. Darin bittet der Rapper den Vizekanzler, ihm zu entfolgen, da er nicht mit dessen Politik assoziiert werden möchte. Schwerdtner legte Klingbeil zusätzlich nahe, sich das Lied einmal selbst anzuhören.
Das Hilde Domin-Programm feiert 5 jähriges Bestehen. Dazu lädt der Deutsche Akademische Austauschdienst heute verschiedene VertreterInnen aus dem politischen und universitären Sektor nach Berlin ein. Durch das Stipendienprogramm wird Studierenden und Promovierenden ermöglicht, ihr Studium oder ihre Promotion innerhalb Deutschlands in Sicherheit fortzuführen. Nahezu 300 Geförderten aus Ländern wie Afghanistan, Iran und der Türkei kam schon finanzielle Hilfe zu. Aktuell werden 116 Studierende vom DAAD gefördert. Neben dem Schutz werden Betroffenen auch neue berufliche und persönliche Perspektiven auf ihrem weiteren Weg eröffnet.
Eine neue Task-Force gegen illegale Abfallentsorgung startet. Gestern beschloss der Hauptausschuss der Stadt Münster die Einrichtung einer neuen “Task-Force Abfall”. Neben den Abfallwirtschaftsbetrieben awm sollen sowohl das Amt für Umwelt und Nachhaltigkeit als auch lokale Akteure wie Bezirksvertretungen Teil der Task Force sein. Ziel des Pilotprojekts ist es, stark von Abfall betroffene Bereiche öfter zu kontrollieren. Auch mögliche Täter*innen von illegaler Abfallentsorgung sollen so schneller identifiziert und ihre Handlungen konsequenter geahndet werden. Eingebettet ist das Projekt in eine neue großangelegte Maßnahmen-Kampagne der Stadt Münster gegen illegalen Abfall.
Die Uni Münster ruft zum “March for Science” auf. Unter dem diesjährigen Motto “Wissenschaft und Sicherheit” lädt die Uni Münster alle Angehörigen sowie Interessierte zum “March for Science” am 29. Mai ein. Mit dem Demonstrationszug soll auf die neuen Möglichkeiten, aber auch auf die Risiken von Innovationen wie Gentechnik und KI aufmerksam gemacht werden. Es sei notwendig, dass Wissenschaft und Politik gemeinsam Verantwortung übernähmen und dafür sorgten, dass Forschung ethisch reflektiert und strategisch angemessen eingesetzt werde. Der Marsch startet auf dem Domplatz um 12 Uhr und endet gegen 13:30 mit einer Kundgebung an der Stubengasse.
Der Rat Münster hat einen neuen kommunalen Wärmeplan beschlossen. Das Ziel ist, dass die Stadt bis 2045 weitgehend klimaneutral wird. In dem neuen Wärmeansatz wird maßgeblich auf Wärmepumpen und Wärmenetze gesetzt. Die Entscheidung, wie geheizt werden soll, liegt allerdings weiterhin bei den Eigentümer*innen. Der Wärmeplan soll dabei lediglich Orientierung bieten. Eine Ausnahme bilden hierbei die Neubaugebiete der Stadt. In diesen kann die Stadt Wärmetechniken voraussetzen.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt ein neues Förderprogramm für den Einsatz von Rückpferden in der Waldwirtschaft vor. Dabei handelt es sich um die Verwendung von Pferden beim Transport von gefällten Baumstämmen in privaten Wäldern. Die sogenannten Rückpferde bilden eine klimafreundliche und flexible Ergänzung zu den sonst verwendeten Forstmaschinen. Sie können in schwer zugänglichen Waldgebieten eingesetzt werden, verursachen gleichzeitig wenig Bodendruck und helfen dabei, empfindliche Waldböden zu schützen. Dadurch können natürliche Bodenstrukturen erhalten und die Nährstoffversorgung der Bäume gesichert werden. Bisher fanden die Pferde vorwiegend im Kommunal- und Staatswald Verwendung.
Der Rektor der Uni Münster Prof. Wessels wird Präsident der Uni Göttingen. Seit Oktober 2016 ist Prof. Wessels, Rektor der Uni Münster. Nun hat der Senat der Uni einstimmig beschlossen, dass er zukünftig Rektor der Uni Göttingen werden soll. Das Amt wird der vom Deutschen Hochschulverband gewählte “Rektor des Jahres 2018” voraussichtlich zum Ende des Jahres antreten. Dort löst er den Interims-Rektor Prof. Schölmerich ab, der das Amt seit März 2025 übergangsweise füllte. In Münster übernimmt zum Wintersemester Prof. Menzel-Riedl. Sie ist Dozentin für Biologiedidaktik und seit 2019 die Präsidentin der Uni Osnabrück.
Die Stadt Münster nimmt am Umweltpreis 2026 teil. Eine Bewerbung ist bis Ende August für jegliche Unternehmen Münsters möglich, die einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Auch Kinder und Jugendliche können in einer Extrakategorie antreten. Der Wettbewerb um die Auszeichnung dient dazu, den Einsatz, den Münster für das Klima leistet, im größeren Rahmen sichtbar zu machen. Die Jury, die über den Sieger entscheidet, besteht aus elf verschiedenen Mitgliedern. Diese kommen aus Ratsfraktionen, der Verwaltung bzw. von Umweltorganisationen.
Die Uni Oldenburg hat ein intelligentes Assistenzsystem für PKW und LKW entwickelt. Damit sollen Radfahrer*innen im Straßenverkehr erkannt und vor ihnen gewarnt werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts “BikeDetect” wurde über 18 Monate der Prototyp entwickelt. Er soll sowohl mithilfe von Kameras als auch mit kameralos arbeitenden Sensoren Radfahrer*innen zuverlässig erkennen und in gefährlichen Situationen ein Warnsignal ausgeben. Dazu wurden sogenannte Lidar-Systeme, 3D-Kameras und Wärmebildtechnik eingesetzt. Nach Labortests wurde der Prototyp unter realen Verkehrsbedingungen im Stadtverkehr von Osnabrück für 2 Tage getestet. Die Projektergebnisse zeigten, dass KI-Modelle auf der Grundlage von Videodaten in der Lage waren, Radfahrer im Straßenverkehr mit einer recht hohen Zuverlässigkeit zu erkennen.
Die Bezirksregierung Münster vergibt 8,8 Millionen Euro zur Förderung nachhaltiger Entwicklung. Diese Förderung hat Regierungspräsident Bothe an vier innovative Projekte im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region vergeben. Die Projekte haben das Ziel, die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Zum einen sollen kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden. Neben der Stärkung des Mittelstands stehen Digitalisierung, Klimaschutz und Innovationen im Vordergrund. Als Partner beteiligen sich die FH und die Universität Münster an der Entwicklung automatisierter Datenräume zur Nutzung von Informationen.
Die Anzahl älterer Verletzte nimmt zu, während sich der Fachkräftemangel verschärft. Das verdeutlicht eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Ebenso an dem Projekt beteiligt waren dabei das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Institute for Health Care Business GmbH. Im Vordergrund der Studie steht die frühzeitige Erkenntnis inwiefern sich die Versorgung der Patient*innen entwickelt. So wurden unter anderem zwischen den Jahren 2010 bis 2019 Krankenhaus- und Diagnosedaten analysiert. Die DGU fordert so die Sicherstellung einer schnellen Hilfe nach Unfällen sowie die rasante und passende Behandlung der Patient*innen. Außerdem soll eine verbesserte Verknüpfung der Behandlung erfolgen und eine hohe Expertise durch genügend Fachkräfte geschaffen werden.