Backpfeife auf Endlosschleife im Gleis 22 – Das Pöbel MC Interview

Geschrieben von am 13. Juni 2022

Wie man eine globale Pandemie in kreativen Output ummünzt zeigt Pöbel MC. Der Rapper und Physik-Doktorand vereint humorvolle Punchlines und Battlerap mit politischen Aussagen und kritischen Statements. Seine EP “Streß & Raugln” ist im April 2021 und die Folge-EP “Backpfeife auf Endlosschleife” am 11. Februar 2022 erschienen. Zusätzlich gab es noch musikalische Ausflüge von seinem Alter-Ego “Multilingual Mike”. Nun ist der Pöbelmane auf Tour – auf seinem Zwischenstopp im Gleis 22 in Münster spricht Pöbel MC im Radio Q Interview über nervige Punchline-Interpretationen, Klickzahlen und Musikkonsum, Liveauftritte sowie Basics für das Studium.

Pöbel MC Foto: Marshl Ceron Palomino

Die Entstehungszeit der Doppel-EP fällt in die Pandemie und teils auch in die Lockdown-P. Einerseits kann ich mir vorstellen, dass während Corona die Inspiration oft ausgeblieben ist, andererseits arbeitest du dich regelmäßig an Gesellschaft und Politik ab, die wiederum ausreichend Gründe geliefert haben. Wie einfach oder schwer war es in so einer Zeit zu schreiben? 

Es gab da begünstigende und erschwerende Faktoren. Begünstigend war der Umstand, dass man wenig andere Sachen zu tun hatte und dadurch mehr Zeit war, im Studio rumzuhängen und ein bisschen rumzupuzzeln. Natürlich haben bestimmte gesellschaftliche Erscheinungen für den einen oder anderen Track Vorlagen geliefert. Aber umgekehrt war das Leben auch ein bisschen öder und weniger abwechslungsreich und vielleicht auch weniger aufregend. Gerade bei spaßorientierteren Mucke wie der Meinigen fehlt dann natürlich etwas. Deine Einschätzung, dass es auch Inspiration nimmt, ist gar nicht so falsch.

Du sagst ja schon deine Mucke ist spaßig, aber in Interviews wirst du oft auf die politische Dimension deiner Texte angesprochen. Ich habe den Eindruck, deine Musik ist nicht aufdringlich politisch, sondern mal ernster mal lockerer in Punchlines eingebettet. Hast du das Gefühl, Menschen und Medien interpretieren auf Teufel komm raus politische Botschaften in deine Texte?

Auf jeden Fall. Ich habe den Eindruck, jeder will in jeder Zeile eine politische Botschaft herauslesen. Ich schätze das auch so ein.  

[…] es ist nicht mein vordergründiges Ansinnen, irgendeine politische Agitation zu betreiben, sondern Musik zu machen.

Wieso glaubst du, ist das so?

Gerade in journalistisch gelagerten Gesprächen wird das auf jeden Fall aufgegriffen. Ich habe das Gefühl, dass es Personen, die ein Interview führen, leichter fällt, irgendetwas daraus zu drehen oder ihrer Auffassung nach etwas Bedeutsames darin sehen. Für mich hat das im kreativen Prozess erstmal keine vordergründige Bedeutung. Natürlich finden über Punchlines Meinungsäußerungen und Haltungsabbildungen statt, die sich politisch verorten lassen. Ich finde das auch gar nicht schlimm. Im Gegenteil: Es trägt damit gewisser Weise auch dafür Sorge, dass jetzt bestimmte Personengruppen auch nicht von der Mucke angesprochen werden. Wiederum andere Leute fühlen sich dadurch in progressiven Haltungen empowered, was ich cool finde. Ich weiß nicht, ob das bei anderen Leuten der Fall ist, aber es ist nicht mein vordergründiges Ansinnen, irgendeine politische Agitation zu betreiben, sondern Musik zu machen.

Was war denn die absurdeste Interpretation von Punchlines?

Nichts, was ich jetzt konkret tatsächlich sagen könnte, weil sie eben so absurd sind. Aber ist es witzig, weil ich das Gefühl habe, dass nur Extrempositionen in dem Zusammenhang auftreten. Entweder hast du Leute, die versuchen jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und aus jeder noch so verkappten Punchline eine ganz starke Meinungsäußerung machen und Dinge sagen wie: „Ja, da und daran erkennt man, dass X definitiv so ist und du X so und so siehst“. Da denke ich mir manchmal „come on, es ist nur ein Raptext“. Dann gibt es wiederum die Gegenseite, die generell ganz lapidar mit Rap umgehen und sich gar nichts daraus machen: “Ist ja Rap also eh total egal, was da erzählt wird.” Ich denke, die Wahrheit liegt auch in meinem Fall irgendwo dazwischen.

Der Titel „Backpfeife auf Endlosschleife“ erinnert natürlich an „Backpfeife auf Dauerschleife“ von 2016 mit dem legendären Hörspiel am Schluss. Wann gibt es denn endlich wieder ein Hörspiel? 

Mal sehen. Ist ein eigentlich ein ganz schönes Format, aber es ist damals sehr spontan mit Dr. Damage bei ihm in der Bude entstanden. Damals noch mit low-level Produktionsbedingungen. Also mit einer SM58 und Dinge einfach in der Wohnung einrappen. Von daher kommt ein Hörspiel dann, wenn mal wieder so eine Art von Setting oder Energie gegeben ist. Da sich die ganzen Produktionsabläufe und Herangehensweisen eher professionalisiert haben, sehe ich das jetzt erst mal nicht. Sich so etwas vorzunehmen, um es im Sinne einer Serie fortzusetzen, hat dann vielleicht auch nicht die Gedankenlosigkeit, die es braucht, um das cool zu machen.

Du arbeitest ja mittlerweile öfter mit Narrativen in deinen Videos bspw. haben die letzten beiden Videoauskopplungen eine übergreifende Story-Arc und dein Nebenprojekt „Multilingual Mike“ hat ja einen ganzen Kurzfilm. Hast du Interesse, dich mehr und erzählerischer in Film und Videos auszuprobieren?

Auf jeden Fall. Also ich habe schon gemerkt, bei den paar Erfahrungen, die ich gesammelt habe, dass ich dieses erzählende Musikvideo ganz cool finde. Einen Rahmen für einen Track schaffen, in dem dann noch irgendeine Art von alberner oder auch interessanter oder überraschender Geschichte erzählt wird. Von daher denke ich, wird es in Zukunft vielleicht noch ein, zwei Videos geben, die eine Story erzählen oder vielleicht auch noch irgendwelche Zwischensequenzen haben, die dann die Musik erweitern.

Die neue EP hebt sich optisch von den Vorgängern ab. Das Cover erinnert an die trashigen DIY Cover von Berliner Untergrund- und Battlerappern. War das Cover eine rein ästhetische Entscheidung oder identifizierst du dich mit dem Berliner Untergrund?

Ich glaube ursprünglich kommt dieses Cover ganz klassisch aus dem Memphis Rap Bereich. Das heißt, die meisten Berliner Varianten dessen sind eigentlich auch daran angelehnt. An diesen Pen-and-Pixel-Stil, eine Art überzeichnete Collage, wie auch das Cover von Backpfeife auf Endlosschleife gehalten ist.

Aber du identifizierst dich nicht damit?

In mancherlei Hinsicht identifiziere ich mich schon mit Berliner Untergrund Rap, mit dem Hip Hop Verständnis, das sie zum Teil dort haben. Inhaltlich und vom Anspruch seine Haltung zu veräußern, sicherlich in Teilen nicht. Ich muss allerdings sagen, dass mir diese doch sehr anti-kommerzielle und untergrundorientierte sowie mit Graffiti verwobene Attitüde mehr zugesagt hat, als irgendwelche Hamburger Sachen oder Rap aus Süddeutschland. Ich sage mal, diese Atzigkeit und Härte, die das ein Stück weit hatte, halte ich für was Wertvolles. So sehr ich dann vielleicht auch versuche, sie mit meinen eigenen kreativen Vorstellungen abzuwandeln und mit einer Rostocker Attitüde und einer ostdeutschen Identität zu belegen.

Du achtest in deinen Texten darauf, Sexismus, Rassismus etc. nicht zu reproduzieren und bist insgesamt sehr progressiv unterwegs.

Also ich würde erstmal sagen, dass ich nicht nur versuche, das nicht zu reproduzieren, sondern ich versuche eher zu kontrastieren, um mich dagegen zu positionieren. Das ist ja ein Unterschied, ob man jetzt versucht, an der Sache vorbei zu rappen und irgendwelche sexistischen Äußerungen vermeidet oder ob man es explizit als Thema aufgreift und auch dagegen battlet. Das, würde ich sagen, ist eher der Fall. Im Battlerap-Kontext finde ich so einen Ansatz viel interessanter.

Wie konsumierst du dann selbst Rap?

Gar nicht so viel ehrlich gesagt, eher Gitarrenmusik. Es ist nicht wirklich auszumachen, dass die Essenz meines Musikgeschmacks sich im Rap widerspiegelt und wenn, dann aktuell eher im amerikanischen Rap. Aber ich kann schon Musik anhören, die jetzt Dinge veräußert, die ich selbst nicht veräußern würde. Nicht, weil ich es unproblematisch finde, sondern weil ich dann natürlich auch abwäge und andere Aspekte an der Musik interessant und feierbar finde.

Die inhaltliche Komponente ist natürlich eine wichtige, aber sie macht Musik im Ganzen nicht aus.

Zum Beispiel?

Die Energie, die Beats, die Qualität der Produktion zum Beispiel, die Identitäten, die dann wieder durch Musik abgebildet werden und der Flow natürlich auch. Die inhaltliche Komponente ist natürlich eine wichtige, aber sie macht Musik im Ganzen nicht aus. Wir sind hoffentlich nicht ausschließlich davon gesteuert, Musik zu hören, die die eigenen Überzeugungen abfeuert. Ich glaube, dabei würde einem auch einiges abhandenkommen.

Nicht nur optisch sondern auch vom Sound finde ich die EP experimentierfreudiger und bunter. Mit  dem Russian Hardbass mäßigen „Söhnlein Brilliant“ als Multilingual Mike oder dem punkigen „SKR“ schlägst du ja andere Richtungen ein. Kannst du dir vorstellen diese Ausflüge auf Albumlänge zu machen. Pöbel MC Konzert mit Liveband sogar?

Ja, aber dann mit einem speziellen Setting, das zum Beispiel einen elektronischen Ansatz mit dem akustischen kombiniert. Ich habe oft das Gefühl, dass Live Acts, die einen Schlagzeuger oder einen Keyboarder dabei haben, letztendlich damit dasselbe machen, als würde hinten der DJ auf Play drücken. Ich habe nicht das Gefühl, dass es dann besser wird, im Gegenteil: Eher habe ich den Eindruck, dass die Kompaktheit dann teilweise verloren geht. Klar, wenn man jetzt eine EP, ein Album hätte, das jetzt ausschließlich so einen „SKR – Saufen, Kloppen, Rammeln“ Sound hat oder noch mehr Tracks, die auch so eine Richtung Doorman von Slowthai gehen, dann wäre es natürlich geil, das mit einem Bassisten und Schlagzeug so richtig analog aufzuziehen. Aber dann auch ganz, anstatt auf deine Drums Samples zu legen und dann zu versuchen den Beat händisch nachzuspielen. Dann finde ich, wird es interessant.

Ganz ehrlich, es ist sehr, sehr schwer, das in der heutigen Zeit geistig auseinander zu halten. Du denkst ja doch schnell „na ja, der Track, der  am meisten gestreamt wird, wird auch der Beste sein.“

Du kritisierst das Konkurrenzding, die Wichtigkeit von Zahlen im Rap und Massentauglichkeit bspw.  mit Tracks wie „Würde in Zahlen“. Trotzdem hast du immer Feedback in Form von Zahlen zum Beispiel durch Klickzahlen etc. Wie versuchst du dich vom Konkurrenzdenken und Zahlen freizumachen?

Ja, zum Beispiel indem ich solche Tracks mache oder ja mich selbst auch dazu zwinge, das nicht mit Qualität gleichzusetzen. Ganz ehrlich, es ist sehr, sehr schwer das in der heutigen Zeit geistig auseinander zu halten. Du denkst ja doch schnell „na ja, der Track, der  am meisten gestreamt wird, wird auch der Beste sein.“ Wenn du einen neuen Account auf Spotify entdeckst und siehst, der hat 40 monatliche Hörer oder hat 4 Millionen monatliche Hörer, ist das ein psychologischer Effekt, dass du etwas ganz anderes hörst und wahrnimmst, obwohl es die selbe Musik ist.

Das ist gerade als kunstschaffende Person etwas ziemlich toxisches. Du kannst nach einem Release unglücklich sein.

Das ist gerade als kunstschaffende Person etwas ziemlich toxisches. Du kannst nach einem Release unglücklich sein. Viele Leute sind auch unglücklich, weil sie sich etwas ausgemalt haben und dann sehen, dass sie doch nicht so viele Likes, Klicks, etc. haben. Deine Existenz hängt vielleicht auch noch daran, weil du versuchst von Musik zu leben. Da herauszutreten und das nicht so anzunehmen ist ziemlich wichtig, aber eine große Herausforderung.

Das kapitalistische System möchte das ja. Es versucht, Kultur zu verwerten, indem es bewertet und auch Anreize schafft.

Was macht die Herausforderung so groß?

Das kapitalistische System möchte das ja. Es versucht, Kultur zu verwerten, indem es bewertet und auch Anreize schafft. Zum Beispiel wird man angespornt, auf Instagram noch mehr Inhalte zu teilen, weil du dann mehr Reichweite hast. Dann willst du mehr releasen, um präsenter zu sein. Andere Leute, die ganz viele Klicks haben, spielen sich in dem Kontext auf, weil die Wertschätzung von außen ganz stark darüber gesteuert wird. Da versuche ich tatsächlich rauszukommen, dass ich mir durch meine Inhalte und die Art, wie ich Musik mache, eher versuche mir Zuhörerinnen und Zuhörer zuzulegen die Musik anders wahrnehmen und bewerten als durch Klicks und dergleichen.

Welches Feedback ist dir denn wichtig?

Dass ich selbst Spaß daran habe, die Songs live zu zocken. Dass ich beim Wiedergeben meiner Texte immer wieder ein gutes Gefühl habe und das Gefühl habe, es ist vielleicht nicht perfekt, aber es ist substanziell und greifbar. Dann ist natürlich Feedback von Personen, die mir was bedeuten cool. Feedback das eine höhere Tiefsinnigkeit hat. Beispielsweise gibt es spaßige Tracks von mir, da feiern sich dann alle drauf, es wird repostet oder schaffen live eine gute Atmosphäre. Das sind jetzt keine Tracks wo dir jemand schreiben würde „hey, mir ging es schlecht die letzten Monate, aber beim Laufen habe ich immer deinen Scheiß durchgepumpt und jetzt geht es mir besser. Danke dafür“.

Das zurückgeben zu können, ist ein gutes Gefühl und ein krasses Qualitätsmerkmal.

Aber wenn du so was schaffen kannst mit deiner Musik, sodass sie Leute irgendwie berührt oder empowered, nicht notwendigerweise politisch, sondern auch menschlich als Person, dann ist das natürlich auch ein Qualitätsmerkmal. Bei mir ist es ja auch so, dass ich viele Tracks höre, wenn ich traurig bin oder eine schwierige Stimmung habe, die mir dann viel Energie geben. Das zurückgeben zu können, ist ein gutes Gefühl und ein krasses Qualitätsmerkmal.

Bei Pöbel MC geht’s auch um Hedonismus, Spaß und „Raugln – Rumatzen und gute Laune“. Oft auch ums Trinken bspw. in Polydipsie. Wo ist für dich die Grenze zwischen Partysongs und Hedonismus auf der einen Seite und die Problematik um Suchtkrankheiten auf der anderen?

Bei der letzten Show habe ich zum Beispiel auf der Bühne zwar ein Bier geext, weil ich ein kleines Battle mit den Leuten am Laufen hatte. Normalerweise trinke ich aber unter der Woche kein Alkohol, weil ich schon am Wochenende auf Tour dann genug Alkohol trinke. Wenn ich das Gefühl habe, dass es gut wäre, trinke ich auch mal zwei, drei Monate nichts. Inwiefern das jetzt musikalisch rüberkommt, weiß ich nicht genau. Ich glaube, dass ich auch viele Punchlines habe, die andeuten, dass sich Leute im Alkohol verlieren. Bei „Pöbelmane“ ist ja zum Beispiel die Punchline „Blinder Hedonismus wird zum Käfig und Hipster-Gammel-Lifestyle finde ich dämlich“. Das kontrastiert dann diese ausgelassenen Suff Tracks. Vom zugemuteten Reflexionsgrad der zuhörenden Personen finde ich das vertretbar.

Und andere Substanzen?

Bei anderen Sachen ist es natürlich noch ein anderes Thema. Bei mir zum Beispiel: Ich kiffe jetzt schon seit Ewigkeiten nicht mehr, weil es mir überhaupt nicht gut bekommt und auch viele Personen die ich kenne, die zumindest im Zusammenhang mit dem Kiffen, das ist ja nie monokausal, psychische Probleme entwickelt haben. Da würde ich dann auch in allen möglichen Situationen, in denen das zur Sprache kommt, darauf hinweisen. Den Leuten nahelegen, sich ein möglichst unbeeinflusstes das Bild vom eigenen Konsumverhalten machen und sich nicht selbst zu überschätzen.

Diese Stärke für sich selbst zu entscheiden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, die würde ich ganz gerne mit der Musik auch vermitteln […]

Da ist nichts cooles darin viel zu saufen. Klar kann das Spaß machen, es kann Ausgelassenheit fördern. Aber es ist genauso cool zu sagen „ich muss mich jetzt ein bisschen schonen” oder habe andere Prioritäten. Diese Stärke für sich selbst zu entscheiden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, die würde ich ganz gerne mit der Musik auch vermitteln, weil das für mich persönlich eine wichtige Erfahrung ist und gerade auch für jüngere Leute ein großes Thema.

Pöbel, du promovierst aktuell in Physik und sagst über dich, dass du ein „Langzeitstudent“ bist. Was sollte deiner Meinung nach bei jedem Studierenden auf dem Lehrplan stehen?

Partielle Differentialgleichung (lacht). Nee. Also, ich glaube, eine kritische Einführungswoche in Philosophie oder allgemein humanistisch aufklärerisches Denken und dabei sozialkritische Selbstreflexion fördern, ist schon sinnvoll. Tendenziell sind Akademiker*innen auch Entscheidungsträger*innen in unserer Gesellschaft. Wenn die idiotisch auf funktionale Zusammenhänge hin getrimmt werden, aber dabei noch nie nach links und rechts geschaut haben und in anderen Formen der kritischen Selbstreflexion von eigenen Privilegien unterrichtet worden sind oder sich nie dafür interessiert haben, dann ist von ihnen als Entscheidungsträger*innen wahrscheinlich auch weniger zu erwarten.

Unabhängig von der Fachrichtung?

Ich denk es ist egal, ob man jetzt BWL, Informatik, Mathe, Soziologie, Medizin oder was auch immer studiert. Es ist sinnvoll, sich mit der Gesellschaft und den politischen Verhältnissen und Machtverhältnissen auseinanderzusetzen.  Eine gute akademische Bildung beinhaltet das. Auch ganz unabhängig von akademischer Bildung ist das etwas, was im schulischen Kontext oder auch in einer Ausbildung nicht zu kurz kommen sollte.


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