Was taugen Influencer*innen-Produkte: Trash-Talk ballert!

Written by on 15. Juni 2021

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin ein absolutes Konsum-Opfer. Ich lasse mich schnell dazu überzeugen, unnötige Käufe zu tätigen. Alle meine Freund*innen halten mich für bescheuert, aber ich kann nicht anders. So geht es mir auch bei Influencer*innen-Produkten und ich dachte: Damit ihr den Bums nicht testen müsst, mache ich das für euch!

Das Ausmaß meiner Kaufsucht

Meine absolute Lieblings-Influencerin und Content-Creatorin ist Mirellativegal. Mirella hat mit ihrem Mann ein nachhaltig produziertes Puzzle herausgebracht. Das Puzzle konnte man nur an einem Wochenende bestellen – danach nie wieder. Habe ich mich unter Druck gesetzt gefühlt? Eventuell. Habe ich das Puzzle in der ersten Stunde bestellt? Eventuell. Jetzt ist es angekommen. Da auch nur so viele produziert, wie auch bestellt wurden, hat das ein bisschen gedauert. Aber was soll ich sagen: Ich liebe es!! Es ist tiptop verarbeitet, kommt in einem Beutel aus Bio-Baumwolle und das Motiv ist wirklich schön.

Natürlich ist dieses Puzzle nicht das einzige Produkt, bei dem ich mich influencen lassen habe. Ich habe bereits zwei Paar Leggings bestellt, für die normalerweise immer Influencer*innen werben: Oceans Apart und Les Lunes. Dass bei Oceans Apart exzessiv Green-Washing betrieben wird, könnt ihr in dem sehr gut recherchierten Video von ‘offen ‘un ehrlich’ nachschauen. Ich habe mich, als ich dort bestellt habe, nicht genug damit auseinandergesetzt und was soll ich sagen? Die Qualität lässt absolut zu wünschen übrig und ‘Squad Approved’, wie die Influencer*innen es nennen, ist die Leggings auf jeden Fall nicht. Die Les Lunes Leggings hingegen mag ich gerne, aber ob man ca. 70 Euro für eine Basic Leggings ausgeben muss, bleibt fraglich.

Kleidungstechnisch besitze ich vieles im Kleiderschrank, was von Influencer*innen designed wurde. Von dem nachhaltigen und fairen Unternehmen dariadeh von dariadaria besitze ich einen Pulli und ein T-Shirt; beide Kleidungsstücke sind wirklich toll. Manda und sdelmar sind Fashionbrands die von Cyroline vertrieben und von Influencer*innen designed werden. Diese werben auch mit fairer Mode. Es gibt dort vor allen Dingen besondere Teile, die sich nicht in jedem Kleiderschrank finden lassen und die Qualität ist solide. Ich habe da mittlerweile Einiges von. 

Armedangels und erlichtextil sind nachhaltige Unternehmen, die ebenfalls viel mit Influencer*innen werben. Meine Lieblings-Jeans ist von Armedangels und hält mittlerweile zwei Jahre. Bettwäsche und Handtücher kaufe ich nur noch bei erlichtextil, weil auch dort die Qualität echt überzeugt. 

Influencer*innen bringen aber auch andere Produkte heraus, die sich eher in Schreibwarengeschäften finden lassen könnten. Mein Wochenplaner wurde von Considercologne und mein Wandkalender von Pia Kraftfutter designed. Qualitativ lässt sich darüber nichts Negatives sagen. Die sind beide optisch schön und ich benutze sie gerne. Außerdem habe ich mir die Kochbücher von Mira (funnypilgrim/yummypilgrim) und Anja (byanjushka) gekauft und schon einige Rezepte daraus gekocht. Die Bücher sind beide sehr zu empfehlen.

Was aber momentan boomt, ist das Geschäft mit Lebensmitteln. Crispy Robs Chips waren so limitiert, dass sie wahnsinnig schnell ausverkauft waren und gefühlt jede*r zweite Influencer*in bringt jetzt einen Tee raus. Ich konnte natürlich nicht alles testen und gerade Eistee trinke ich auch nicht so gerne. Dennoch gibt es etwas, was mich sehr interessiert hat und zwar die Marke naturallyPam von Pamela Reif. Ich mache nicht so wahnsinnig gerne Sport, was eine maßlose Untertreibung ist, habe mich aber zur Anfangszeit der Pandemie, als die Fitness-Influencer*innen-Szene sehr geboomt hat, viel mit Pamela Reif gesportelt und ihr aktiv auf Instagram gefolgt. Sie hat ihre eigene Produktlinie auf den Markt gebracht und alle Produkte waren innerhalb von Sekunden ausverkauft. Die Server waren überlastet und auch die Aufsteller beim Drogeriemarkt haben keinen Tag überlebt. Dieses Gefühl, etwas nicht probieren zu können, hat an mir gekratzt und genau dieses Prinzip der künstlichen Verknappung ist wahrscheinlich das Ziel der meisten Influencer*innen. Man hat schnell zu entscheiden, da der Rabattcode NUR NOCH HEUTE gültig ist oder nur wenige Stückzahlen vorhanden sind. Mich kriegen die damit jedes mal. Das ist natürlich auch kritisch zu sehen, da besonders auch junger Zuschauer*innen dazu verleitet werden, schnell Dinge von ihren Idolen zu kaufen, da sie sonst eventuell nichts abbekommen. Naja, naturallyPAM hat mich aber mal so gar nicht überzeugt. Eine Packung Nut Clusters kostet 4,95 € für mickrige 90 Gramm und sie schmecken nicht atemberaubend toll. Der Protein Bar schmeckt wie jeder 0815 Proteinriegel und ist seine 2,46€ leider auch nicht so richtig wert. Alles in allem überzeugt mich die Marke nicht und ich habe viel mehr erwartet…

Ich besitze außerdem Smoothiebowls, Putzzeug, Gewürze und viele andere Dinge, die ich ohne Influencer*innen nie gekauft hätte. Habt ihr euch auch mal anfixen lassen und etwas nur wegen Influencer*innen gekauft? Schreibt mir gerne: kira.baller@radioq.de

Ich wurde von keiner der genannten Marken bezahlt! (I wish)

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