Bücher-Tipps

Written by on 2. Dezember 2020

Es wird kalt und dunkel im Dezember, aber dafür gibt’s ja Bücher.

“Max, Mischa und die Tet-Offensive” von Johan Harstadt

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von dem Theaterregisseur Max Hansen, der als Kind mit seinen Eltern von Norwegen nach Amerika auswandert und zwar unfreiwillig – zumindest für Max. Wir begleiten Max dabei, wie er versucht in dem neuen Land Fuß zu fassen, wie er seinen besten Freund Mordecai trifft, Mischa kennenlernt, Theater studiert und bei seinem Onkel einzieht. Es handelt sich also wirklich um eine Lebensgeschichte, die da erzählt wird

Das Buch hat mit seinen 1200 Seiten und seinen 1,2kg richtig viel Platz für die Geschichte. Die Figuren wachsen einem also tasächlich richtig ans Herz. Außerdem ist gerade der Beginn total spannend, wenn sich Max und Mischa kennenlernen.

Also keine Angst vor dem dicken Wälzer von Johan Harstadt.

“Vom Ende der Einsamkeit” von Benedict Wells

Es geht um Jules, der seine Eltern bei einem Unfall verloren hat. Er und seine zwei Geschwister gehen mit diesem Schicksalsschlag ganz unterschiedlich um. Letztlich begleiten wir Jules Leben und wie er mit dem Tod seiner Eltern umgeht.

Dieses Buch nimmt uns beim Lesen wirklich mit. Dabei kann es auch schon mal sein, dass ihr beim Lesen die eine oder andere Träne verdrücken werdet. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere des Romans so lebensnah und echt sind. Dabei bekommt neben dem Protagonisten Jules auch seine Geschwister eine Menge Platz in dem Roman. Eigentlich begleiten wir also drei Menschen auf ihrem Lebensweg. An diesem Roman sticht besonders hervor, dass die Geschichte im Kleinen erzählt wird. Eine große Alltäglichkeit und Nähe schwingt dadurch im Buch mit.

Also das Buch-Äquivalent zu Titanic, nur noch ein bisschen schöner und ruhiger dabei.

“Laufen” von Isabel Bogdan

In dem Roman „Laufen“ von Isabel Bogdan geht es um eine Frau, die sich mit dem Laufen einen Weg zurück ins Leben schafft.

Das spannende an diesem Buch ist, dass es nur aus den Gedanken der Protagonistin besteht. 200 geballte Seiten lang lauschen wir ihren Gedanken, während sie läuft. Es ist spannend, zu beobachten, wie die Gedanken sich wiederholen, verwickeln, an einem Thema festhängen, wie sich die Gedanken im Kreis jagen und plötzlich abrupt abbrechen. Dass das alles dann auch noch Sinn ergibt ist, schon ein Wunder. Ganz abgesehen davon, dass es auch noch Spaß macht, zu lesen.

Ein Buch der ganz anderer Art also, dass beinahe ein wenig Lust aufs Laufen macht.


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