Filmrezension: „Tolkien“

Geschrieben von am 21. Juni 2019

Früh wird der Junge John Ronald Reuel Tolkien eine Waisenjunge. Er und sein Bruder werden daraufhin von einer wohlhabenden Frau aufgenommen, die ihre Ausbildung unterstützt. Tolkien kann dadurch auf die Eliteschule und seiner Begabung nachgehen. Dort lernt er drei andere Jungs kennen, die zu seinen engsten Freunden werden. Außerdem lebt in dem Haus seiner Gönnerin auch noch die nahezu gleichaltrige Edith, in die sch Tolkien unsterblich verliebt. Und natürlich begeistert sich der junge Tolkien für Sprachen.

Der Film „Tolkien“ hat eine eher konventionelle Geschichte: Die eines Außenseiters, der es in die Bildungselite Englands schafft, von Freunden, die ihn unterstützten und von der großen Liebe. Der Film „Tolkien“ macht dabei nichts wirklich neu. Das alles erzählt er zwar ziemlich konventionell und etwas kitschig, aber auch wirklich sehr schön.

Was den Film wirklich besonders macht ist aber seine Bild- und Tongewalt, die ihn unglaublich märchenhaft werden lassen. Dabei hilft es ungemein den Herrn der Ringe zu kennen. Immer wieder tauchen zwischendurch Andeutungen auf, wenn auch die eine oder andere leicht gezwungen ist. Dadurch ist der Film „Tolkien“ ohne das Kennen des Herr der Ringe Universums nur ein neuer konventioneller, wenn auch schön gemachter Film. Etwas revolutionär neues wird der Film auch für jene nicht, die die Geschichten aus Mittelerde kennen, aber er hat doch eine zusätzliche Ebene.

Man kann dem Film durchaus vorwerfen unkritisch gegenüber der Figur Tolkien zu sein, aber ich finde das nicht so schlimm. Er verbreitet einfach gute Laune und verwebt die magische Welt von Mittelerde mit ausschnitten aus dem Leben seines Schöpfers. Jenen Herr der Ringe begeisterten, die sich auf die  magisch leicht kitschige Geschichte einlassen können, kann ich den Film „Tolkien“ also durchaus empfehlen.

Bild: Fox Searchlight


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