INTERVIEW MIT QUARTER X

Geschrieben von am 2. Juli 2018

Jannik und Sophy sind Studenten aus Münster, die zusammen ihrer Leidenschaft Musik machen nachgehen. Zusammen sind sie Quarter X. Deep House mit Gitarre. Ihre Stimme auf seine Beats. Das beschreibt die Stilrichtung des Duos. Radio Q hat die Beiden kennengelernt. 

Ihr seid eine Band aus Münster. kommt ihr auch ursprünglich hierher?

Jannik: Ich komme aus dem Münsterland, aber nicht aus Münster selber. Jetzt wohne ich hier.
Sophy: Bei mir ist es auch so. ich komme aus der Umgebung, also auch aus dem Münsterland. Wir studieren Beide seit 4 Jahren hier in Münster.

Was mögt ihr an Münster, was mögt ihr nicht?

Jannik: Ich mag sehr viel an Münster. Die Clubszene finde ich ultrageil und das Feeling. Knapp 50.000 Studenten auf 300.00 Leute. Das schätze ich sehr.
Sophy: Und die nahen Distanzen. Also, dass man überall mit dem Fahrrad hinkommt finde ich super, dadurch kann man schon viel an einem Tag schaffen und hat keine stinkende S-Bahn oder so.

Ihr habt gerade auf der Bühne schon erzählt, dass ihr Quarter X heißt, weil ihr euch im Kreuzviertel kennengelernt habt. Gibt es da noch mehr zu erzählen?

Jannik: Ja also ich mache Beats schon ein bisschen länger und mir ist irgendwann aufgefallen, dass da noch das i-Tüpfelchen fehlt. Also die Vocals. Deshalb habe ich meinen Mitbewohner Markus gefragt, der Musik studiert hat und er meinte: “Ich kenn da wen.” Dann habe ich Sophys Handynummer bekommen und einfach stumpf nachgefragt ob wir nicht mal was zusammen starten wollen.
Sophy: Genau und dann haben wir unseren ersten Track zusammengebaut, bei dem wir Gitarre und Gesang mit eingebaut haben in den Beat. “Daydreamer” hieß der. Den haben wir allerdings nie fertig gemacht- vielleicht wird das nochmal irgendwann was. Jetzt haben wir seit zwei Jahren wirklich viel produziert. Einfach nur Ideen gesammelt und dran gefeilt wie so der richtige Sound ist.

Ich habe gesehen, dass Sophy an den Videos für die Medimeisterschaften mitgewirkt hat. Wie schaffst du es Medizinstudium und Musik unter einen Hut zu bringen?

Sophy: Keine Serien gucken und wenig schlafen.

Seit wann macht ihr jeweils Musik und was für Musikinstrumente habt ihr gelernt?

Jannik: Gelernt habe ich vor Ewigkeiten mal Tenorhorn, aber das kann ich nicht mehr spielen. Aktuell spiele ich kein wirkliches Instrument. Ich mach das immer so ein bisschen frei Schnauze.
Sophy: Ich habe mit 6 Jahren mit Schlagzeug angefangen. Das spiele ich auch immer noch in der Uni Big Band-WWU 2 Band heißt die. Und dann spiele ich Gitarre seit ich 15 oder 16 bin. Das habe ich mir mit einer alten Gitarre von meiner Mutter übers Internet beigebracht. Irgendwann habe ich auch mal Querflöte gespielt, aber das hat überhaupt keinen Spaß gemacht und dann habe ich das relativ schnell wieder aufgegeben.

Wie sieht eure Zusammenarbeit aus? Erst die Beats oder erst der Text? Schreibt ihr Texte auch zusammen?

Jannik: Es kommt total drauf an. Viele von den Tracks sind Remixe von Sophys Solo Liedchen. Ich mache aber auch eigene Beats, schicke die rüber und dann schauen wir zusammen, was da passen könnte. Oder wir machen wirklich von Anfang an was komplett Neues. Wie zum Beispiel bei “Golden Garden“.

Lasst ihr euch auf ähnliche Weise inspirieren?

Jannik: Ich gehe super gerne feiern und dann kommen die Ideen meistens, wenn ich im Club am Tanzen bin. Dabei lasse ich einfach meine Gedanken kreisen und schreibe meine Ideen dann schnell ins Handy, da hat sich schon eine ewig lange To-Do Liste angesammelt, die ich nach und nach abarbeite.
Sophy: Ich glaube ich war auch eine Zeit lang Janniks Parameter. Wenn er einen Beat gemacht hat, habe ich entweder richtig dazu abgetanzt oder, wenn ich noch ein bisschen schüchterner war, wusste er da muss noch mehr Pfeffer rein.

Welche Musik oder welche Künstler inspirieren euch?

Sophy: Ich finde Bob Moses richtig cool. Die machen etwas ähnliches wie wir. HVOB haben uns viel inspiriert, die haben viele schöne Klänge in ihrer Musik. Ansonsten für Singer/Songwriter Prozesse: Selah Sue, finde ich eine großartige Künstlerin. Sie macht etwas mehr Soul. Man kann sich überall ein bisschen was abschneiden und überall inspirieren lassen, aber es ist wichtig, dass man am Ende seinen eigenen Klang entwickelt und sich selbst treu bleibt.

Wie sehen die Zukunftspläne für Quarter X aus?

Jannik: Das größte To-Do ist es mehr in Clubs zu spielen. Nächstes Jahr wollen wir auch ein paar kleinere Festivals angreifen. Ich denke dieses Jahr ist das schon ganz gut angelaufen mit ein paar Auftritten hier und da.
Sophy: Im Sommer möchten wir auch draußen ein paar “Raves” machen, wo verraten wir natürlich noch nicht. Passend dazu haben wir die Partyreihe “Kumpelstilzchen” ins Leben gerufen. Damit haben wir schon zwei Veranstaltungen gemacht und es legen auch noch Freunde von uns auf: Kate Moth und Fab Massimo.
Zu den langfristigen Plänen: Wir wollen bis Ende des Jahres unsere Songs gut aufgenommen haben und als Album verpackt anbieten.

Wärt ihr gerne so bekannt, dass ihr von der Musik leben könnt oder würdet ihr lieber einem “normalen” Job nachgehen?

Jannik: Die Frage stelle ich mir auch öfter. Es ist schwer das zu beantworten. Ich glaube Musiker zu sein, ist super anstrengend und ich bin auch ganz zufrieden mit meinem Studium. Für die Wochenenden ist es aber auf jeden Fall etwas.
Sophy: Sehe ich eigentlich genauso. Ich bin froh, dass wir Beide noch unser Studium haben und das auch fast fertig haben. Wir nehmen die Chancen jetzt an, wie sie kommen, aber für nur Musik machen, gehen wir glaube ich auch zu gerne selber feiern, beziehungsweise muss man sich am Wochenende ja auch mal ausruhen können und nicht nur unterwegs sein.

Was möchtet ihr mit eurer Musik erreichen?

Sophy: Für mich ist es auf jeden Fall ein Ventil um alles los zu lassen. Das erste, was ich mache, wenn ich nach Hause komme, ist mir meine Gitarre zu greifen. Dann vergesse ich alles und erfreue mich an der Musik (lacht).
Jannik: Ich mache es auch mehr für mich selber. Um den Kopf frei zu kriegen neben dem Studium.

Mit welchem Künstler würdet ihr gerne mal zusammenarbeiten?

Sophy: Ich würde gerne mal mit Stefan Raab zusammenarbeiten (lacht). Der spielt ja auch alles so ein bisschen und ich hätte voll Bock mal ein Schlagzeug Battle gegen ihn zu machen. Das hat er auch schonmal gegen Justin Bieber gemacht. Und ich glaube er ist echt lustig, man könnte bestimmt gut ein Bierchen mit ihm trinken.

Auf welchem Festival oder in welcher Location würdet ihr gerne mal spielen?

Jannik: Auf der Fusion.
Sophy: Aber auch  lokaler: Juicy Beats fänd ich auch cool. Das ist eine schöne Atmosphäre

Was wäre eure “Platte für die Insel”?

Jannik: Als “Platte-Platte” würde ich von Kollektiv Turmstraße den David August Remix von Last Day mitnehmen. Die kriegt man aber als Platte leider nicht mehr so unbedingt.
Sophy: Ich würde Dave Echo mitnehmen, das Album auf dem “Simple” drauf ist. “Draw a Circle” heißt das glaube ich.

Das Interview führte Ayla Zang; Foto: Ayla Zang


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