Portrait: Kultregisseur Quentin Tarantino

Geschrieben von am 11. Juli 2018

Wenn Quentin Tarantino einen neuen Film ankündigt, stehen Schauspieler und Studios Schlange. Jeder will mitmachen. In einem Tarantino Film mitzuspielen gilt als Ritterschlag.

Ähnlich ist es, wenn der “Filmriss” bei Radio Q ankündigt, dem Filmemacher eine eigene Sendung zu widmen. So kommt es, dass unser Studio an diesem lauwarmen Sommerabend im Juli aus allen Nähten platzte. Über Tarantino, so scheint es, redet jeder gern. Und jeder hat seinen eigenen Lieblings-Tarantino, den er im Verlauf der Sendung mit einem “Filmplädoyer” vorstellt und verteidigt.

Bevor wir aber in die Diskussion starten stellt Filmriss Redakteurin Leonie Steinkamp zunächst den Mann der Stunde vor: Mr. Quentin Tarantino.

Quentin Tarantino ist seine Filmographie heilig. Er will nur 10 Filme machen, um die Qualität hoch zu halten. 1992 kam mit “Reservoir Dogs” der erste dieser 10 Filme in die Kinos. Filmriss Redakteurin Charlotte Möller findet: Der erste bleibt bis heute unerreicht.

Erst als zweites kam der Film ins Kino, für den Tarantino bis heute gefeiert wird. “Pulp Fiction” war Tarantinos internationaler Durchbruch und ist bis heute ein gefeierter Kultfilm. Filmriss Redakteur Marvin Hövelkröger erklärt, warum es seiner Meinung nach der bis heute beste Quentin Tarantino Film ist.

Nach dem unglaublichen Erfolg von “Pulp Fiction” wird der nächste Film des Regisseurs sehnlichst erwartet. Und für Filmriss Redakteur Lennart Knebel ist der dritte Film “Jackie Brown” dann sogar der stärkste Tarantino bis heute.

Nach “Jackie Brown” widmet sich Quentin Tarantino einer Herzensangelegenheit. Seit seiner Kindheit ist er Fan von asiatischen Kung-Fu Filmen. Die beiden “Kill Bill” Filme sind eine Liebeserklärung an das gesamte Genre. Filmriss Redakteur Paul Sattler meint: “Kill Bill” ist das Glanzstück des Regisseurs.

Nach den Kampfkunst Orgien von “Kill Bill” widmet sich der Regisseur zusammen mit Kumpel Robert Rodriguez einem Phänomen der amerikanischen Filmgeschichte: Dem sogenannten Grindhouse-Feature. Das sind zwei Filme, die in einer Doppelvorstellung gezeigt werden. Tarantino drehte “Death Proof”, Rodriguez “Planet Terror”. Leider wurden die Filme in Deutschland getrennt gezeigt. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass “Death Proof” nicht ganz so viele Fans hat, wie andere Filme des Regisseurs. Oder ist der Film einfach nicht so gut? Die Meinungen gehen auseinander, wie die Diskussion im Studio zeigt.

Mit “Inglourious Basterds” liefert Tarantino einen Film, der viele zunächst aufhorchen ließ. Schließlich kennt man den Filmemacher vor allem für lässige Dialoge, blutige Gewaltorgien und jede Menge Popkultur. Und jetzt Nazis? Kann das gutgehen? Filmriss Redakteur Steffen Jöne meint: Das kann es, und das ist es.

Spätestens nach dem Erfolg von “Inglourious Basterds” ist Tarantino nicht nur Cineasten ein Begriff. Eine immer größer werdende Fangemeinde fiebert seinem nächsten Film entgegen. “Django Unchained” ist eine Hommage an das Westernkino und der Lieblings-Tarantino von Filmriss Redakteur Max Hengesbach.

Nach dem Pop-Spektakel “Django Unchained” dreht Tarantino direkt den nächsten Western. Diesmal als Kammerspiel. “The Hateful Eight” ist im Gegensatz zu den letzten beiden wieder deutlich ruhiger inszeniert. Für Filmriss Redakteur Martin Heuchel ist der bis heute aktuellste Film des Regisseurs auch sein bester.

Die Diskussion, das war klar, liefert keinen Sieger. Alle Redakteure sind sich einig: Quentin Tarantino ist einer der größten Regisseure unserer Zeit und seine Filme haben alle etwas für sich.

Zwei Filme können wir von Tarantino noch erwarten. Der nächste soll im Sommer 2019 in die Kinos kommen. Einiges ist aber schon bekannt. Reden wir also zum Abschluss noch ein bisschen über die Zukunft.

Zum Schluss ein herzliches “fein gemacht” an alle Mitwirkenden:

  • Philipp Moser (Moderation)
  • Leonie Steinkamp (Porträt)
  • Charlotte Möller (Reservoir Dogs)
  • Marvin Hövelkröger (Pulp Fiction)
  • Lennart Knebel (Jackie Brown)
  • Paul Sattler (Kill Bill)
  • Steffen Jöne (Inglourious Basterds)
  • Max Hengesbach (Django Unchained)
  • Martin Heuchel (The Hateful Eight)
  • Abel Reguera (externer Filmexperte und Cineast)

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