Urlaubszeit in der Redaktion: Neuveröffentlichungen Best-of

Rezensiert von on 17. August 2021

       

Etwas Sonne konnte die Radio Q Musikredaktion aus Italien mitbringen. Der Sonnenvorrat für Münster scheint dieser Tage bereits aufgebraucht zu sein. Doch gab es in den drei Wochen Abwesenheit der Redaktion einige Alben, welche sich noch lange nicht – auch nach mehrmaligem hören – aufbrauchen wollen. Deswegen haben wir diese Alben zu unseren Lieblingsalben der letzten Wochen erklärt! Hier sind sie:

Kw 29: DARKSIDE – Spiral

Von DARKSIDE ist das Album welches wir euch als erstes Vorstellen wollen.

Mit Nicolás Jaar und Dave Harrington kommen zwei Individualisten zusammen, die zuletzt vor acht Jahren das gemeinsame Album Psychic veröffentlicht haben. Als Einzelgänger durchaus erfolgreich, trieb es die beiden nun wieder zu einem Team zusammen, um gemeinsam zu jammen und nun ein weiteres Album herauszubringen.

“We do things in this band that we would never do on our own. DARKSIDE is the third being in the room that just kind of occurs when we make music together.”

Dave Harrington

Wie das Album klingt? Elektronische und bearbeitete Klänge aus vielen Richtungen dringen hier in unser Ohr. Spiral erweckt durch Reverb auf den Stimmen den Eindruck, als würde man ein unheimliches Gewölbe durchstreifen. Auf der Suche nach den versteckten Geheimnissen des Ortes, folgen wir diesem Sound bis zum Zentralgeölbe. Hier sehen wir sie: Eine Hollywood-Klische-Sekte in Kutten, umringt von flackernden Lichtquellen und dieser Musik. Es stellt sich jetzt die Frage: “Opfern die gleich ein Lebewesen, oder spenden 5 Millionen Euro in ein Krisengebiet?”. Von Zeit zu Zeit darf es auf dem Album dann wieder poppiger werden und ein bisschen Musik zum mit-Kopfhörern-morgens-in-der-Straba-sitzen gibt es auch.

Kw 30: Elninodiablo – Into The Great Unknown EP

Die Sache mit den guten oder bösen Absichten stellt sich bei unserer nächsten Lieblingsplatte nicht mehr. Der Sound von Elninodiablo auf der der Into The Great Unknown EP kommt dystopisch daher. Tanzbar bestimmt, aber nicht in einer Tanzbar. Noch viel mehr elektronische Klänge, aber noch etwas mehr im Untergrund verordnet. Da wird etwas in dein Ohr geflüstert… Wenn du Artists und Musik im Stile Burial liebst und du eigentlich gerade viel lieber in Berlin wärst, hör dir das mal an. Elninodiablo selbst ist im Augenblick Berlin-Based. Doch die musikalische Reise begann in der elektonischen Szene Londons der 90er Jahre. Diese erste EP möchte mitnehmen in das Innenleben des Artist und die Gefühle in einer post-Covid Welt erforschen.

Kw 30: NEWMEN – Futur II

NEWMEN betreiben auf Futur II musikalischen Realismus. Damit haben sie es auf ihrem dritten Album geschafft, sich eine Zusammenarbeit mit dem Ex-Kraftwerk-Robotor Wolfgang Flür zu ergattern. So ist der Sound der Band, passend zum Albumcover, irgendwie wie ein futuristisches Gemälde des Malers Edward Hopper.

Kw 31: Jungle – Loving in Stereo

Jungle setzte schon in ihren beiden vorangegangenen Alben auf einen gewissen Discosound. Diesen haben sie sich auf Loving in Stereo einerseits beibehalten und andererseits noch etwas weiterentwickelt. Sie drums sind schneller, die Beats gehen auf dem dritten Album mehr in die Hip-Hop Richtung und insgesamt ist alles noch etwas tanzbarer geworden. So Strand-im-Abendrot-Tanz mäßig mit einer Mischung aus earth,wind&fire flair und Chor in wild plus ein bisschen das Geheime, was die Leute bei den Imagine Dragons um 2012 so mochten.


Label: diverse
Interpret: diverse
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