Hermetrik – Silver

Rezensiert von am 13. Oktober 2019

       

Mit treibendem Synthesizer-Sound begrüßt einen das Album “Silver” von der münsteraner Band Hermetrik. Seit vier Jahren machen die vier (Kai, Habbo, Torsten und Ingmar) in dieser Kombination Musik. “Silver” ist nach zwei EPs nun das Debütalbum der Band. 

Die Band setzt auf dem Album fort, was sie schon auf den EPs gezeigt hat. Sie besinnt sich auf ihre Stärke eines treibenden Sounds. Der Rhythmus der Songs ist einprägsam, geht ins Ort und lässt einen in die Musik eintauchen. Es ist Musik, die einen zum Treiben durch die Nacht einlädt und einen in Gedanken an den Bahnschienen der Clubschiene oder den alten Industriegebäuden des Haverkamp vorbeiziehen lässt. Auch wenn alle Lieder des Albums diese Grundstimmung teilen, bekommen sie Varianz  durch ein Spielen der Band mit elektronischen Sounds und der Intensität.  

Das Album wird mit “Trouble” eröffnet. Einem Song der bereits vor drei Jahren als Single veröffentlicht wurde. Er repräsentiert mit einer Länge von 5 Minuten am ehesten die Frühphase der Band. Vor dem hinzukommen von Sänger Kai haben die drei anderen schon instrumentale Musik in langen Jam Sessions zusammen gemacht. An der Aufnahme in Jam Sessions hat sich zwar bis heute nichts geändert, aber die Songs sind doch kürzer geworden. Auch wenn “Trouble” ein in seiner Länge gut ist, kommen so doch mehr Unterschiede in das Album.  Gleich der Zweite Song “Skeleton” bietet da den Kontrast. Er ist mit 3:20 der kürzeste Song vom Album und war die Vorabsingle des Albums. Auch wenn diese beiden Lieder nicht gerade unheimlich fröhlich sind, ist “Shadows” doch der düsterste Song des Albums. Wobei auch dieser nicht dazu taugt sich weinend in eine Ecke zurückzuziehen. Alle Songs sind in ihrer Art energiegeladen und vorantreiben. Shadows ist dabei aber etwas melancholischer. Das andere “Extrem” bildet da “Easy”. Der Song lädt einen zum Mittanzen und Mitspringen ein. Am ehesten die “Partynummer” des Albums. 

Generell lebt das Album vor allem davon, dass es eine gewisse Grundstimmung aufbaut und über das ganze Album zieht. Ausgehend davon repräsentieren die einzelnen Songs dann sehr schön die verschiedene Varianten dieser elektronisch treibenden Grundstimmung.

Hier findet ihr unser Interview mit Habbo Lüdeling von Hermetrik.


Label: Le Papaguy
Veröffentlicht am: 11.10.2019
Interpret: Hermetrik
Name: Silver
Online: Zur Seite des Interpreten.


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