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Hannah Jadagu – Aperture

Rezensiert von on 2023-05-22

       

Hannah Jadagu. Eine US-Amerikanische Studentin auf dem Weg in die höchsten Indie-Sphären.

Bei ihrem Signing für das Label Sub Pop gerade einmal 18 Jahre alt nahm sie ihre Debüt-EP „What Is Going On?“ in der Pandemie nur mit einem iPhone 7 und der App GarageBand auf. Inzwischen hat sie ein paar Möglichkeiten mehr, aber der träumerische Vibe ihrer Musik bleibt gleich, zum Glück. Ihr neues Album Aperture, welches sie in den Jahren zwischen ihrem Highschool-Abschluss und ihrem zweiten College-Jahr in New York geschrieben hat, handelt von einer Zeit des Übergangs und der ständigen Weiterentwicklung.

Where I grew up, everyone is Christian; even if you don’t go to church, you’re still practicing in some form. Moving out of my small hometown has made me reflect on how embedded Christianity is in the culture down there, and though I’ve been questioning my relationship to the church since high school, it’s definitely a theme on this album, but so is family.

Musikalisch nimmt uns das Album mit auf eine Reise durch verschiedene Farben des Indie-Rock, mal etwas mehr Pop, mal etwas mehr R’n’B. Die verträumt-spielerischen Melodien und der Summer Vibe geben den Songs unverkennbares Ohrwurm-Potenzial und erzählen Hannah’s ganz eigene Versionen der Coming-of-Age Stories, die so alt sind wie das Studentinnen-Dasein selbst.

Der Song “Say it now” gibt uns zum Beispiel einen Einblick in den Zustand der Ungewissheit, ob eine Beziehung noch so funktioniert, wie man es sich wünscht. Die eingängige Melodie ist dabei erst minimalistisch, bevor Hannah von einem ganzen Chor untermalt Zeilen singt wie: “Is it best if I don’t try?” und “‘been around enough to tell your distance is a sign”. Mit düsterer Romantik und der Angst vor Konfrontation verarbeitet sie dabei nicht nur eigene Erlebnisse, sondern bedient gleichzeitig einen Evergreen des Songwriting auf eine neue und ganz eigene, charmante Art und Weise.

An einigen Stellen erinnert das Album an den ebenfalls am Anfang seiner Karriere sehr erfolgreich von zuhause aus produzierenden Erik Elbogen, den man unter “Say Hi (to your Mom)” kennt. Besonders bei dem Song ‘Warning Sign’ machen sich die Gemeinsamkeiten bemerkbar, wenn die Struktur des Songs mit jeder Strophe komplexer wird und am Ende einen Tiefgang besitzt, der den Eindruck vermittelt, wir hätten es mit einer musikalisch voll ausgebildeten, mit Jahren der Erfahrung gesegneten Künstlerin zutun. Erstaunliche Arbeit, die auch ein gutes Licht auf ihren französischen Produzenten Max Robert Baby wirft, mit dem sie für ihre erste LP zusammengearbeitet hat.

(113) Hannah Jadagu – Warning Sign (Official Lyric Video) – YouTube

Hannah Jadagu tourte bisher in den USA und Europa als Support für Beach Fossils, Wild Nothing, Ritt Momney, Wet, Metronomy, Faye Webster und Arlo Parks; im Juli spielte sie zudem auf dem Roskilde Festival und war auch auf dem Pitchfork Music Festival in London und Paris. Wir wären nicht überrascht, wenn sich das Verhältnis von Act/Support in nächster Zeit in die andere Richtung drehen sollte.


Label: Sub Pop Records
Veröffentlicht am: 19.05.2023
Interpret: Hannah Jadagu
Name: Aperture
Online: Zur Seite des Interpreten.


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