Filmrezension: „Rouge One – A Star Wars Story“

Geschrieben von am 15. Dezember 2016

Der Film spielt zeitlich zwischen der dritten und vierten Episode der Star Wars-Saga. Er bildet den Prolog für „Eine neue Hoffnung“ und erzählt, wie die Rebellen in den Besitz der Baupläne des Todessterns kommen konnten.

Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei die junge Frau Jyn Erso, Sie schlägt sich seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr allein durch den täglichen Irrsinn des imperialen Bürgerkriegs. Eigentlich will sie mit dem schwelenden Konflikt nichts zu tun haben, doch ihr Vorstrafenregister macht sie verwundbar. Die Rebellenfraktion macht sich dies zu Nutze und engagiert sie, zunächst gegen ihren Willen, für die eigene Sache. Ihr Vater soll angeblich an einer Superwaffe des Imperiums bauen. Sie soll die Rebellen zu ihrem Vater führen, herausfinden um welche Waffe es sich handelt und wenn möglich auch gleich in Erfahrung bringen, wie sie zerstört werden kann. Zur Seite steht ihr dabei das Team der „Rogue One“, so der Titel des Himmelfahrtskommandos. Gemeinsam mit Captain Cassian Andor, dem blinden Krieger Chirrut Imwe und dessen Kumpel Baze Malbus sowie dem umprogrammierten Ex-Sicherheitsdroiden K-2SO macht sich Jyn auf, ihren Vater zu finden und die sagenumwobene Waffe zu lokalisieren.

Regisseur Gareth Edwards setzt in seiner Umsetzung des Star Wars-Universums auf viele neue Gesichter. Bekannte Schauspieler finden sich allenfalls in den Nebenrollen. Das hilft: Durch die Unvoreingenommenheit gegenüber den Schauspielerinnen und Schauspieler möchte man sich viel mehr auf die Charaktere einlassen als bei altbekannten Gesichtern. Leider fehlt der ein oder anderen Figur die Tiefe. Felicity Jones spielt die Protagonistin Jyn Erso glaubwürdig . Mads Mikkelsen und Forest Whitaker wissen in ihren Nebenrollen zu überzeugen. Alles in allem eine ordentliche Leistung der Schauspieler.Durch seine Position als Spin-Off fällt es schwer, den Film mit den beiden klassischen Trilogien zu vergleichen. „Rogue One“ geht, anders als Episode sieben aus dem Vorjahr, neue Wege in der Umsetzung des Star Wars-Kanons. Der Film ist weitaus komischer als die anderen Streifen, teilweise sind sogar ein paar Slapstick-Einlagen zu sehen. Auf den Einsatz von Laserschwertern wird weitestgehend verzichtet. Das ist der Chronologie der Saga geschuldet: Nach dem Ende des dritten Teils gelten die Jedi offiziell als ausgelöscht. Das ist konsequent und gibt deswegen Pluspunkte. Ganz außen vor bleibt die legendäre Waffe jedoch nicht. Stattdessen legt der Film den Fokus auf den Konflikt zwischen Rebellen und Imperium. Immer wieder sieht man Sabotageversuche der Widerstandskämpfer, die wenige Minuten später in einem wilden Blastergefecht blutig niedergeschlagen werden. Teilweise fragt man sich jedoch, ob es ein paar Stormtrooper weniger nicht auch getan hätten.

Alles in allem eine guter Auftakt für eine Reihe von Spin-Offs, die Disney in den nächsten Jahren produzieren wird. Der Film ist sich seiner Rolle als Sidekick bewusst und nimmt sich dementsprechend nicht allzu ernst. Das gibt Pluspunkte, gerade im Vergleich mit der mäßigen Umsetzung von Episode Sieben. Durch die viele Komik mangelt es dem Film dadurch auch ein wenig an der zeitlosen Epik der ursprünglichen Sixtologie.


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