Uni Münster präsentiert Zwischenergebnisse zu Studie über sexualisierte Gewalt in der Kirche

Written by on 2. Dezember 2020

Die Uni Münster präsentiert Zwischenergebnisse zu einer Studie über sexualisierte Gewalt in der Kirche.
Wie die Uni Münster mitteilt, arbeiten die Wissenschaftler:innen Missbrauchsfälle von 1945 bis 2018 historisch auf. Erste Ergebnisse ergeben, dass insgesamt 200 Priester des Missbrauchs beschuldigt werden. Eine Stichprobe ergab circa 80 Opfer auf 50 Täter. Die eindeutige Mehrheit der Opfer ist männlich. Oft wiederholten sich Übergriffe. Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren häuften sich die Missbrauchtaten. Dies ist laut den Wissenschaftler:innen mit gesellschaftlichen Wertewandeln zu begründen, die die Kirche unvorbereitet trafen. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sehr selten gegen Missbrauchsfälle vorgegangen wurde. Gespräche endeten meistens in einer Vereinbarung des gegenseitigen Stillschweigens.
Für die Studie stellte das Bistum Münster 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Sie startete im Oktober letzten Jahres und ist für weitere 1 1/2 Jahre ausgelegt.


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