Neues Verfahren zur Gentherapie von Nierenerkrankungen
Written by Redaktion on 7. Januar 2026
Forschende des Deutschen Herzzentrums der Charité entwickeln einen neuen Behandlungsansatz für die Gentherapie bei Nierenerkrankungen. Bisher war es bei Gentherapie notwendig, extrem hochdosierte Medikamente in den gesamten Blutkreislauf einzuführen, um ein krankes Organ zu behandeln. Gentherapie funktioniert, indem Vektoren genetisches Material in Körperzellen einschleusen, um defekte Gene zu reparieren. Diese Vektoren, die “Gen-Transporter”, setzen besonders an Leber und Milz an, statt an den kranken Nieren. Das führt zu starken Nebenwirkungen und hohen Therapiekosten.
Es wurde mit Schläuchen ein “Mini-Blutkreislauf” um die Niere herum erzeugt: Die Niere wird dabei kurzfristig vom restlichen Blutkreislauf abgekoppelt. In Tierversuchen haben die Nierenzellen das Medikament 75-mal stärker aufgenommen als in herkömmlichen Verfahren. Leber und Milz wurden dabei deutlich geschont.”
Besonders Menschen mit genetischen Nierenerkrankungen könnten von dem Verfahren profitieren. In Deutschland sind es mehr als 50.000 Personen.