Herkunft und Sprache sind entscheidend für Wahlverhalten
Written by Redaktion on 5. Mai 2026
Dies zeigte eine neue Studie von Prof. Nils-Christian Bormann von der Universität Witten/Herdecke. Mit einer neuen Methode, der sogenannten Covoting Regression, untersuchte die Studie, welche Gemeinsamkeiten Menschen haben, die dieselben Wahlentscheidungen treffen. So kann das Wahlverhalten über Länder, Zeiträume und Parteiensysteme hinweg verglichen werden. Die Studie zeigt, dass die gemeinsame ethnische oder sprachliche Zugehörigkeit entscheidender ist als klassische Merkmale, wie Einkommen, Bildung oder Religion. Der Effekt entsteht durch die Auseinandersetzung mit denselben Informationen, Medien oder Personen. Da die politischen Unterschiede in der sozialen Zugehörigkeit begründet sind, sind sie sehr stabil und schwer aufzubrechen. Eine europaweite Anschlussstudie soll nun zeigen, welche sozialen Zugehörigkeiten in verschiedenen europäischen Ländern eine Rolle spielen.