Nachbericht Lollapalooza 2022

Geschrieben von am 2022-12-30

Mechanisches Rodeo-Reiten, Vintage Shoppen und moderne Pop-Art Kunst mit posierenden Influencer*innen im Vordergrund soweit das Auge reicht – das klingt zwar erstmal wie eine Tik-Tok Paradiesinsel, das war aber tatsächlich das Lollapalooza 2022 in Berlin. 

Auch wenn das Lollapalooza jetzt schon lange her ist, habe ich mir erst vor kurzem nostalgisch zum Jahresende wieder Videos und Fotos von diesem und anderen Sommerabenteuern angeschaut. Tobi und ich stampften voller Tatendrang am ersten Tag über das Gelände am Olympiastadion und wollten unbedingt neue Künstler*innen entdecken. Unser persönliches Highlight an Tag eins war zweifellos Floss. Die Berliner Newcomerin ist der aufsteigende Shooting-Star der Berliner Pop-Szene und hat sogar ihr eigenes Genre begründet, das sie Feminist Fantasy Pop nennt. Bunt, selbstbewusst und iconic – Floss überzeugte bei ihrem Auftritt durch poppige, tanzbare Beats, bombastische Outfits und eine unvergleichbare Ausstrahlung, die alle in ihren Bann gezogen hat. Floss konnte auch schon vor dem Lolla ihr Talent beweisen, als sie den Newcomer*innen-Contest für FLINTA*- Personen gewonnen hat und sich somit einen Platz im Lineup auf der Weingartenbühne sichern konnte. 

Nach dem Auftritt von Floss sind wir rüber zur Alternative Stage gelaufen, wo uns Schmyt mit seiner melancholischen Musik die Herzen gebrochen hat. 

Am nächsten Tag haben wir zuerst den Auftritt von Power Plush gesehen – eine super sweete Band aus Chemnitz, die mit ihrem plüschigen Sound dem ganzen Publikum eine musikalische Umarmung gegeben hat. Wir konnten die Band sogar interviewen, lest euch das Interview hier auf der Website durch. Wir haben uns über ihr Verkuppeln als Band in der Bandstadt Chemnitz und ihren ganz besonderen Musikstil unterhalten. Sie gehen nächstes Jahr auch auf ihre Debüt-Tour. Wer also sich von ihrer tollen Musik verzaubern möchte, sollte sich definitiv Tickets holen.

Weiter ging es zu Nina Chuba, die – trotz Inflation – ganz selbstbewusst Immos, Dollars und Fliegen wie bei Marvel wollte. Begleitet durch ständiges Mitgegrülle und lyrisches Halbwissen meinerseits war das auch einer meiner Lieblingsauftritte – Nina ist halt live super cool. Nach dem Auftritt gab es zwar keinen Wildberry-Lillet für Tobi und mich, sondern ein vergleichbar teures Festivalbier mit einer eher herben Note. 

Unser Abend ging mit dem Auftritt von Paula Hartmann zu Ende, die auf der Newcomer*innen Stage im Weingarten zum letzten Mal die Menge mit ihrer herzzerreißenden Musik begeistern konnte.

Zuletzt möchte ich euch noch einen kurzen Ausblick auf nächstes Jahr geben. 2023 sind bereits viele Künstler*innen für das Lola in Berlin angemeldet. Neben internationalen Superstars wie den Imagine Dragons, David Guetta und Zara Larsson kommen auch deutsche Künstler*innen wie Alexander Marcus und Domiziana – es wird also wild. 


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