Interview mit Frittenbude

Geschrieben von am 24. Januar 2020

Schubladendenken. Kaum ein anderes Wort ist auf einem Frittenbudenkonzert so fehl am Platz. Klar: auch das Trio weiß, dass das menschliche Gehirn in Kategorien denkt. Umso wichtiger sei es, mit einer gehörigen Portion Selbstironie gegenzusteuern.

“Es sind überall Nazis in unseren Parlamenten. Es hat sich nichts geändert.” Mit diesen Worten eröffnete Lead-Sänger Johannes Rögner das Konzert in der kleinen Freiheit in Osnabrück. 

Typisch für die Band Frittenbude, die neben Johannes noch aus Gittarist Martin Steer und Bassist Jakob Häglsperger besteht, haben sie auch dieses Mal kein Blatt vor den Mund genommen. Genauso wie in ihren Songs:

Vor dem Konzert hatten wir die Jungs im Interview und haben mal nachgefragt, warum sie jetzt weniger Metaphern verwenden und vieles konkreter ansprechen als früher.

Wer sich an die alten Lieder von Frittenbude erinnert, der merkt: Anfangs ging es eher um persönliche Themen, wie Feiern, Partys, Liebesbeziehungen… aber auch Probleme, Hoffnungslosigkeit oder Liebeskummer waren häufig vertreten. Doch nicht immer gab es für die Probleme auch eine Lösung.

Manchmal geht es also gar nicht darum Lösungen zu finden, sondern seinen Gefühlen Raum zu geben. Für manche Dinge gibt es auch einfach keine Lösung. Wie für “den kleinen Krümel”, den man am liebsten behalten hätte…

Aber auch Frittenbude fallen teilweise keine guten Metaphern mehr ein. Jakob hat uns mal seine Tipps gegen kreative Flauten verraten:

Die Songtexte schreibt allerdings Johannes und der arbeitet ganz anders: Wenn er keine Ideen mehr hat, nimmt er sich eine Auszeit und wechselt den Ort. Neue Umgebungen regen bei ihm die Kreativität an, genauso wie bei Martin. 

Für alle gilt jedoch: wenn gar nichts hilft, einfach Mal Kicker spielen! 


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