Sziget 2019 – Nachbericht

Geschrieben von am 29. August 2019

Sieben Tage, eine halbe Millionen Besucher und unzählige Veranstaltungen, Konzerte und Events – Das Sziget-Festival 2019 war vor allem eins, nämlich unbeschreiblich bunt. Julia Guzik und Julian Thamm berichten über ihre Erlebnisse auf der nicht ganz so einsamen Donauinsel in Budapest.

Das Sziget-Festival ist ein einzigartiges Festival. Angefangen beim Namen: Sziget ist ungarisch für Insel. Und das beschreibt das Festival auch ganz gut: ‘ne Party auf ‘ner Insel. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um die Donauinsel Óbudai nördlich des Stadtzentrums. Alleine das sorgte für eine unverwechselbare Atmosphäre – besonders wenn auf der Mainstage Größen wie Post Malone, Years & Years, Florence + the Machine, Tom Odell oder auch Macklemore standen. Letzterer hat uns übrigens musikalisch begleitet, als wir gerade dabei waren, das Zelt aufzuschlagen… das Konzert war trotzdem der Hammer!

Klare Werte

Über eine Metallbrücke geht es auf die Insel. Dort angekommen kommt es einem so vor, als würde man eine andere Welt betreten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Sziget seit zwei Jahren ein offizielles Motto hat: Love Revolution. Hier ist, was das bedeutet und wie sich das Motto bemerkbar gemacht hat. 

Es gab nichts, was es nicht gab

Wie anhand des Line-Ups unschwer zu erkennen ist, handelt es sich beim Sziget-Festival natürlich um ein Musikfestival. Daneben gab es aber auch eine ganze Menge andere Sachen zu erleben, darunter Veranstaltungen, Shows, Workshops, Events und vieles mehr. Diese waren nicht immer speziell unter dem Thema der “Love Revolution” einzuordnen, sorgten aber eindeutig für die unvergleichbare Vielfalt auf dem Festivalgelände. Insgesamt gab es über 1000 Einzelveranstaltungen. Von der Reise in die eigene Persönlichkeit im chinesischen Labyrinth, über die meterhohe Virtual-Reality-Kuppel bis hin zur Kunstausstellung aus Recycle-Müll. Es gab unheimlich viel zu sehen. Wer selber aktiv werden wollte, kam aber auch nicht zu kurz:

Neben all dem haben uns der Pop-Up-Store von Deichmann und der Aldi City schon gar nicht mehr überrascht.

Unsere Musik-Highlights

Selbstverständlich ist die Musik für uns trotzalledem nicht untergegangen. Und auch, wenn wir natürlich nicht alle Konzerte sehen konnten, hier sind unsere musikalischen Highlights vom Sziget 2019:

Utopie Sziget?

Nicht alles ist Gold, was glänzt. Oder im Fall von Sziget, was bunt ist. Einiges fanden wir schade oder hat uns sogar gestört: Da es so unglaublich viel zu sehen gab, sind einige kleinere Veranstaltungen, Orte und Events untergegangen. Zum Beispiel Zuckerberge stampfen in der „Artzone“ oder Informationstafeln über die Werte auf dem Festival im „Tent without Borders“. Diese wurden kaum besucht. Das war schade aber auch nicht wirklich überraschend. Ein weiterer Punkt war Umweltschutz auf dem Festival. Hier wurde viel gesagt und nicht ganz so viel gemacht. Und das, obwohl der Aspekt des Umweltschutzes täglich durch Einspieler auf dem Gelände thematisiert wurde. Selbst in den Duschen wurde daran erinnert.

Insgesamt haben diese negativen Aspekte aber nicht viel vom Festival genommen und hoffentlich geht’s für Radio Q nächstes Jahr wieder nach Budapest auf die Donauinsel. Für uns hat sich die 20-Stunden-Zugfahrt nach Ungarn auf jeden Fall gelohnt!

Fotos: Julia Guzik


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