Untersuchung von parasitären Pflanzen und ihren Wirten

Geschrieben von am 10. Dezember 2019

Die Juniorprofessorin Susann Wicke der WWU Münster forscht seit 2012 an sogenannten Schmarotzerpflanzen. Dies sind Gewächse, die auf Kosten von anderen Pflanzen leben und ihnen Wasser und Nährstoffen entziehen. Die in Deutschland bekannteste Schmarotzerpflanze ist die Mistel. Zur Untersuchung der Schmarotzerpflanzen wurden diese im Institut für Evolution und Biodiversität in durchsichtigen Behältern angebaut. Damit soll das Wurzelwachstum nachvollzogen werden. Die Schmarotzerpflanzen, wie zum Beispiel die auch in Europa heimische Sommerwurz, umschlingen die Wurzeln des Wirtes. Diesem wird mittels speziell ausgebildeter Saugorgane Wasser und Nährstoffe entzogen. Mit gentechnisch veränderten Pflanzen soll untersucht werden, was das Schmarotzertum begünstigt und warum die Wirte keine Immunität entwickeln. Durch Schmarotzerpflanzen kommt es in der Landwirtschaft weltweit zu Ernteausfällen in Milliardenhöhen. Susann Wicke erhielt dieses Jahr den Nachwuchspreis der Universitätsgesellschaft für ihre Forschung.


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