Verschobene Krebsoperationen während Corona keine Gefahr
Written by Redaktion on 29. Juni 2026
Die Verschiebung von Krebsoperationen während der Corona-Pandemie hatte keine negativen Auswirkungen auf die Behandlungschancen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitätsmedizin Halle. Während der Corona-Pandemie wurden die meisten planbaren Krebsoperationen in Deutschland um drei bis vier Wochen verschoben, um die Versorgung von Corona-Patient*innen zu priorisieren. Das Team um Prof. Ulrich Ronellenfitsch wertete die Daten von fast 20.000 Patient*innen aus und kam zu dem Ergebnis, dass das Tumorgewebe dennoch in mehr als 90% der Fällen vollständig entfernt werden konnte. Auch konnte keine höhere Sterblichkeit unter Patient*innen festgestellt werden. Die Sorge vieler Betroffenen und ihrer Angehörigen einer Tumorvergrößerung sei nachvollziehbar gewesen, habe sich jetzt jedoch nicht bestätigt.