AStA kritisiert die 133. Cartellversammlung in Münster

Geschrieben von am 21. Juni 2019

Bis Sonntag findet in Münster noch die 133. Cartellversammlung der katholischen deutschen Studentenverbindungen statt. Der AStA kritisierte in einer Pressemitteilung das Treffen der Verbindungsdelegierten.  Grundsätzlich seien einige Ideen des Cartellsverbandes wie Kontaktknüpfung oder leichter Praktikazugang positiv, es gäbe aber auch Kritikpunkte. Die Verbindungen seien konservative Organisation, die die Herrschaft von männlichen Eliten in der Gesellschaft unterstützen würden. Außerdem seien die Entfaltungsmöglichkeiten für die Mitglieder sehr gering. Die Geschichte der Cartellverbindungen in der nationalsozialistische Vergangenheit wird vom AStA auch kritisch gesehen, des Weiteren sei es problematisch, dass der Frauenanteil bei null Prozent liegen würde und nur katholische Studenten teilnehmen könnten.
Der Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen teilt viele Urteile des AStAs nicht: Er sähe sich als katholischer Verband eher als Opfer der NS-Zeit, grenze sich von politischem Radiakalismus scharf ab und möchte stattdessen für Freiheit, Menschenwürde und Toleranz eintreten. In einer Stellungnahme gegenüber Radio Q verweisen sie außerdem darauf, dass in den meisten Verbindungen auch Frauen engagiert wären und sie kein verstärktes Eintrittsbedürfnis seitens weiblicher Bekannten feststellen könnten.


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