Die Wahlen an der Uni Münster 2018

  • Was sind die Ergebnisse der StuPa-Wahl?

    Um 00:10 stand das vorläufige Endergebnis fest: CampusGrün ging als stärkste Kraft aus der Wahl hervor, mit  24,7% - knapp zwei Prozent und etliche Stimmen mehr als im Vorjahr. CampusGrün wird so voraussichtlich einen Sitz dazugewinnen. Großer Jubel herrschte bereits nach den ersten Zwischenergebnissen bei der LHG, sie versammelte 21,4% der Stimmen hinter sich und wird voraussichtlich 7 Sitze erhalten - zwei Sitze und 6,1% der Stimmen mehr als im Vorjahr. Dieses Ergebnis ist wohl das überraschendste dieses Jahr. DIe LHG hat im Vergleich zum Vorjahr den größten Erfolg gelandet. "Wir haben uns darauf konzentriert, keinen Negativwahlkampf zu machen, sondern unsere Inhalte in den Vordergrund zu stellen", so Paavo Czwikla (LHG).

    Enttäuscht zeigten sich die Mitglieder des RCDS. Stärkste Kraft noch im letzten Jahr - 5,7% der Stimmen hat der RCDS verloren. Beinahe hätte der RCDS zwei Sitze verloren, eine einzige Stimme entschied darüber, dass es nur ein Sitz würde - 6 Sitze für den RCDS im kommenden StuPa. Auf die Frage, ob diese verlorenen Stimmen zugunsten der LHG gingen, antwortete Anna Gericke vom RCDS: "RCDS und LHG streben immer an, eine pragmatische und ideologiefreie Hochschulpolitik zu betreiben und da gibt es ganz klar thematische Überschneidungen". Katharina Schwarz, Spitzenkandidatin des RCDS, zog zu Beginn des Abends positive Bilanz über die letzten Wochen: "Unser Wahlkampf war sehr positv: Wir haben gute Gespräche geführt, haben viele Flyer verteilt und positive Reaktionen bekommen."

    Die JuSo HSG verlor als einzige Partnerin der AStA-Koalition (in geringem Maß) Stimmenanteile im Vergleich zum Vorjahr - mit voraussichtlich 19,2% liegt sie hinter CampusGrün und LHG.  Sie erhält 6 Sitze. Julian Engelmann von der JuSo HSG sagte, er habe den Wahlkampf als positiv empfunden. Aus welchen Gründen genau mehr Stimmen an CampusGrün gingen, der inhaltlich der JuSo HSG nahe steht, ließe sich kaum beantworten, so Julian Engelmann. Seine Bilanz: "Wir können weiterhin eine linke Mehrheit aus CampusGrün, der LISTE und uns stellen. Der AStA kann also gestelllt werden, deswegen sind wir zufrieden."

    Kaum veränderte sich das Ergebnis der Liste Die LISTE im Vergleich zum Vorjahr. Mit 11,0% erhält sie 3 Sitze - das ist jedoch ein Sitz weniger als im Vorjahr, jenen Sitz, den der RCDS mit einer Stimme für sich entschieden hatte. Spitzenkandidat Lars Nowak sagte im Interview, Die LISTE wolle eine Neuauszählung der Stimmen veranlassen.

    Die DIL schaffte es mit einem Ergebnis von 2,1% nicht ins StuPa, bei noch 4,49% im Vorjahr. Vertreter/-innen der Liste standen nicht für Interviews zu Verfügung. Liam Demmke, Kandidat der JuSo HSG sagte hierzu: "Auch wir vertreten die ausländischen Studierenden gut. Die DIL hat nicht unbedingt mit Anwesenheit im StuPa geglänzt."

    Die Linke.SDS erzielte ein Ergebnis von 4,0% im vorläufigen Endergebnis, knapp 0,4% mehr als im Vorjahr und hat so voraussichtlich einen Sitz im Stupa erhalten. Die Linke.SDS hat im Vergleich wenig Wahlkampf gemacht und Jonas Landwehr sagte über das Ergebnis: "Wir haben mehr Wahlkampf gemacht als im letzten Jahr, aber um unserem Klientel zu zeigen was wir verändern wollen, hat es gereicht." Er freue sich, dass in der Wahl "Linke Listen" vorne lagen.

    Ein Rekord wurde dieses Jahr bei der Wahlbeteiligung erreicht: 20% der Studierenden gingen wählen, so viel wie seit 2009 nicht mehr. Wahlleiter Stefan Bracke ist positiv gestimmt: "Ich bin auf jeden Fall glücklich, jetzt im dritten Anlauf als Wahlleiter die 20% geknackt zu haben."

    Abseits von Nervosität und Vorfreude auf die Wahlergebnisse standen sich Vertreter/-innen der Listen im Flunkyball gegenüber - im Spiel LHG gegen Die LISTE verlor Die LISTE aufgrund eines Strafbiers. Listenkandidat/-innen und Zuschauer/-innen konnten per Sprachnachricht auf Whatsapp Musikwünsche ordern - von Herbert Grönemeyer bis zur "Internationale".

    Die scheidenden AStA-Vorsitzenden bewerten die Zusammenarbeit zwischen CampusGrün und der Liste als positiv: "Ich hatte das Gefühl wir haben uns inhaltlich an vielen Stellen getroffen, hatten ähnliche Ziele und Vorstellungen und ich kann mir Vorstellen nochmal mit CampusGrün zu koalieren"sagte Annabell Kalsow (Die LISTE).

    Spannend wird es in den nächsten Wochen, wenn die Koalitionsverhandlungen beginnen wernden. Das vorläufige Endergebnis ermöglicht drei Koalitionen. Die bestehende Koalition aus Juso-HSG, Campusgrün und LISTE könnte eine Mehrheit von 17 Sitzen im StuPa halten. Eine Koalition aus RCDS, LHG und der LISTE könnte einen AStA mit einer knappen Mehrheit von 16 Sitzen stellen. Eine Koalition aus LHG, Campusgrün und der Juso-HSG könnte eine stabile Mehrheit von 21 Sitzen stellen. Die LHG erklärte sich bereit, mit allen Listen über Koalitionen zu verhandeln. CampusGrün will sich wieder in einer Koalition engagieren - Spitzenkandidatin Charlotte Stapper will sich jedoch noch nicht dazu äußern ob sie selbst Teil eines AStA-Vorsitzes sein will. Auch die JuSo HSG hofft auf eine erneute Koalition mit CampusGrün. Die "bestmögliche Koalition für die Studierenden"will Lars Nowak (Die LISTE).

Vorläufiges Endergebnis der StuPa-Wahl

Reaktionen der Listen auf das Endergebnis

  • JONAS LANDWEHR (DIELINKE.SDS)

    Mit 4% kann dieLinke.SDS in diesem Jahr leichte Gewinne verzeichnen. Spitzenkandidat Jonas Landwehr ist zufrieden mit dem Ergebnis. Auch dieses Jahr hat DieLinke.SDS einen schmalen Wahlkampf gefahren: wenig Plakate und wenig Flyer wurden an den Unigebäuden verteilt, aber immerhin mehr als im letzen Jahr. “Wir haben mehr Wahlkampf gemacht als im letzten Jahr, aber um unserem Klientel zu zeigen was wir verändern wollen, hat es gereicht.” Besonders glücklich ist Landwehr darüber, dass “linke Listen” die Mehrheit im StuPa halten konnten. Mit dem einen Sitz im StuPa sieht sich dieLinke.SDS nicht in der Regierungsverantwortung. Dennoch müsse man Koalitionsverhandlungen abwarten, da man sich in diesem jahr in der Opposition mehr engagieren möchte, als im vergangenen Jahr.

  • JULIAN ENGELMANN (JUSO HSG)

    Mit 19% konnten die JuSos eine ähnlich gute Stimmzahl wie im letzten Jahr erreichen. Somit erhalten sie 6 Sitze im StuPa. Julian Engemann zeigt sich zufrieden: “Wir können weiterhin eine linke Mehrheit aus CampusGrün, der LISTE und uns stellen. Der AStA kann also gestelllt werden, deswegen sind wir zufrieden.” Allerdings kann er verstehen, dass CampusGrün und die LHG viele Stimmen auf sich ziehen konnten. “Campusgrün ist beliebt und nachhaltig, da kann man wenig falsch machen. Die LHG hat dagegen als Argument, dass sie auch in der Opposition funktionieren.” Die JuSos wollen nächstes Jahr zurückschlagen. Für den Moment aber sind sie zufrieden als drittstärkste Kraft im StuPa.

  • PAAVO CZWIKLA (LHG)

    Nach dem Wahlerfolg im letzten Jahr hat die LHG auch in diesem Jahr was zu feiern: Mit sieben Sitzen ist sie zweitstärkste Kraft im StuPa geworden. “Wir hätten uns das nie vorgestellt und dafür ist jeder einzelne in dieser Liste verantwortlich” zeigt sich der Vorsitzende der LHG, Paavo Czwikla, im Radio Q-Interview überglücklich. Den Wahlerfolg führt Czwikla darauf zurück, einen besonnen Wahlkampf geführt und Inhalte in den Mittelpunkt gestellt zu haben. “Die Leute haben die LHG nicht gewählt, weil sie sagen der RCDS sei unwählbar, sondern sie haben die LHG gewählt, weil sie gesagt haben die LHG ist für mich die beste Liste!” Obwohl die LHG zweitstärkste Kraft ist, ist die Ausgangssituation für die Liste bei Koalitionsverhandlungen eher schlecht, trotzdem wolle man mit allen Listen sprechen und biete sich “mit Nachdruck” für eine Koalition mit CampusGrün an.

  • ANNA GERICKE (RCDS)

    Der RCDS hat 17,5% der Stimmen einfahren können. Das sind 5,6 Prozentpunkte weniger als bei den Wahlen im letzten Jahr, damit verliert der RCDS einen Sitz im StuPa. Anna Gericke: “Überragend ist das nicht. Für uns zählt an dieser Stelle, dass wir 6 Sitze erreicht haben. [...] Für uns ist auch ganz klar, dass wir mit  6 starken Parlamentariern im StuPa sitzen werden und auch mit 6 starken Köpfen kann man viel erreichen,die Chance werden wir auf jeden Fall nutzen” Mögliche Gründe für die Verluste des RCDS könnten in der thematischen Konkurrenz zur LHG gelegen haben. Anna sieht klar eine Verschiebung vom RCDS zur LHG: “Inwiefern das an der Abgrenzung lag, werden wir auch im Nachgang behandeln und natürlich ist ganz klar: RCDS und LHG streben immer an, eine pragmatische und ideologiefreie Hochschulpolitik zu betreiben und da gibt es ganz klar thematische Überschneidungen, en detail werden wir das im Nachgang sicher noch nachbereiten.” Nur eine Stimme rettete den RCDS vor dem Verlust eines zweiten Sitzes.

  • LARS NOWAK (DIE LISTE)

    11,1% sind es am Ende für die Liste “Die Liste”. Das bedeutet: Einen Sitz weniger als im vergangenen StuPa. Besonders bitter: Nur eine Stimme hat gefehlt, dann wäre ein Sitz vom RCDS an Die Liste gegangen. Dementsprechend fordert Die Liste jetzt eine Neuauszählung der Stimmen. Lars Nowak glaubt fest daran, dass DIE LISTE nach einer Neuauszählung doch noch vier Sitze im StuPa besetzen darf und macht seinen Mitstreiter/-innen keine Vorwürfe. “Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass wir keinen guten Wahlkampf gemacht haben”. Obwohl DIE LISTE einen Sitz verloren hat, würde das vorläufige Endergebnis für die bisherige  AStA-Koalition aus Juso-HSG, CampusGrün und Die LISTE erneut reichen. Nowak möchte aber zunächst das amtliche Endergebnis abwarten. “Wir werden mit allen, die mit uns reden möchten, reden und versuchen daraus eine bestmögliche Koalition für die Studierenden zu erwirken”

  • CHARLOTTE STAPPER (CAMPUSGRÜN)

    CampusGrün konnte ganze 24,7% der Stimmen auf sich verzeichnen. Charlotte Stapper ist zufrieden: Nach dem harten und anstrengenden Wahlkampf ist sie überwältigt von dem Ergebnis. Sie kann sich vorstellen, den AStA-Vorsitz zu stellen, will sich jedoch erst mal listenintern besprechen. Auch, was die Koalitionspartner angeht, sei Campus bereit für Gespräche. Mit den bisherigen Koalitionspartnern waren sie zufrieden. Auf die Frage, ob die LISTE im Wahlkampf die Ellebogen nicht zu sehr ausgefahren hätte, antwortet Charlotte gelassen: “Im AStA lief die Zusammenarbeit gut, das hat nichts mit dem Wahlkampf zu tun.”

Wir sind live vor Ort in der Soziologie

Wir sind mit einem Repoter/-innenteam live vor Ort im Institut für Soziologie (Scharnhorststraße 121) und berichten über die Ergebnisse der Auszählung zur StuPa-Wahl. Dein Liveticker findet ihr hier.

Anstieg der Wahlbeteiligung

Der Zentrale Wahlausschuss (ZWA) berichtet von einer vorläufigen Wahlbeteiligung von etwa 20%. Das wäre ein Anstieg von fast 3% im Vergleich zum Vorjahr. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 17,2%. Den Liveticker zu den Ergebnissen gibt es hier.

Wahlkampf mit Konsequenzen: Anzeige gegen dieLinke.SDS-Jonas (07.06.2018)

Julian Benninghoff von der liberalen Hochschulgruppe (LHG) hat Anzeige wegen übler Nachrede gegen den Spitzenkandidaten der Liste dieLinke.SDS, Jonas Landwehr, erstattet. Benninghoff war bis vor Kurzem insgesamt viereinhalb Jahre Mitglied in der Burschenschaft Franconia - Das hat dieLinke.SDS für ihren Wahlkampf genutzt und warf Benninghoff vor, nur aus taktischen Gründen, kurz vor den Uni-Wahlen, ausgetreten zu sein. Julian Benninghoff äußerte sich dazu im Radio Q-Interview wie folgt:

"Eine offene, bunte und tolerante Uni heißt auch, dass man den Leuten gegenüber offen, bunt und tolerant ist, die einem persönlich vielleicht nicht so gesonnen sind, bis zur Grenze dessen, was erlaubt ist. Da hat der SDS eine Grenze überschritten und ich bin froh, dass da die anderen Listen entsprechend Stellung beziehen."

Die Listen CampusGrün und Juso-HSG äußerten sich zum Wahlkampf der SDS: Sie distanzieren sich zwar von der Burschenschaft Franconia, lehnen aber auch den persönlichen Angriff auf Julian Benninghoff ab.

Auch Jonas Landwehr von dieLinke.SDS hat am Morgen Stellung bezogen: "Zunächst Mal ist das keine personalisietre Kamagne gegen diesen Menschen (Julian Benninghoff [Anm. d. Redaktion]), sondern unsere Flyer richten sich gegen die LHG und deren Verbindungs-Burschenschaften und da war das nur ein Besipiel. Insofern finden wir es erstens falsch, dass diese Aktion darauf reduziert wird, zum anderen finden wir es schade, dass die Jusos und CampusGrün sich so dazu äußern."

Außerdem ist Landwehr der Meinung, dass sich die Anzeige im Sande verlaufen wird, da auch die Poliezei wohl sehr überrascht über die Anzeige gewesen sei. Trotzdem hat die Liste das Verteilen der Flyer eingestellt, um weitere Konflikte zu vermeiden. Die komplette Stellungnahme der Liste dieLinke.SDS findet ihr hier.

 

Die Sache mit der Wahlbeteiligung...(06.06.2018)

...Die Wahlbeteiligung ist gering - seit Jahren. Letztes Jahr lag sie, trotz großer AStA-Kampagne, bei nur 17%. In diesem Jahr versucht der AStA die Wahlbeteiligung durch ein Gewinnspiel in die Höhe zu treiben. Alle Infos rund um die Wahlbeteiligung haben wir hier für euch zusammengefasst.

 

 

Wie geht man wählen?

Wählen ist kinderleicht und lohnt sich obendrein! How-To-Wählen in 5 einfachen Schritten:

  1. Wisst bescheid! Kommt mit Listenvertreter-/innen ins Gespräch, lest die Wahlprogramme der Listen und informiert euch über die Wahl auf www.radioq.de
  2. Packt euren Studierendenausweis und ein amtliches Ausweisdokument ein!
  3. An insgesamt 27 Urnenstandorten könnt ihr eure Stimme abgeben. Sowohl an den großen Instituten und an den Mensen.
  4. Hier gebt ihr eure Stimme zur StuPa-Wahl, FSV, FBR, Senat, SHK-Vertretung und gegebenenfalls der ASV ab.
  5. Nicht vergessen: Mit der Wahl könnt ihr am Wahl-Gewinnspiel des AStA teilnehmen, ihr erhaltet an der Urne ein Los und könnt unter anderem eine Ballonfahrt gewinnen! Viel Glück!

Eure Hochschule - Eure Wahl

Bis zu 6 Wahlzettel bekommt ihr an den Urnen in die Hand gedrückt. Da kann man leicht den Überblick verlieren. Welche Gremien durch die Studierenden gewählt werden, welche Listen und welche Kandidat/-innen antreten, haben wir für euch zusammengefasst:

Diese Gremien werden gewählt

  • Das Studierendenparlament

    Das Studierendenparlament (StuPa) ist die Vertretung aller Studierenden der Uni Münster und damit die höchste Gremium der "studentischen Selbstverwaltung". Per Listenwahl werden die 31 Abgeordneten ins StuPa gewählt. In der Regel stellt die Liste mit den meisten Stimmen dann gemeinsam mit einem Koalitionspartner den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Dazu ist zumindest die absolute Mehrheit erforderlich. Verglichen mit einer Bundes- oder Landtagswahl lässt sich das Studierendenparlament als die Legislative, der AStA als die Exekutive der Studierendenschaft beschreiben. Praktisch entscheidet das StuPa vor allem über viele Finanzanträge, insgesamt verfügt das StuPa über einen Haushalt von mehr als 15 Millionen Euro.

  • Der Senat

    Der Senat ist das höchste Gremium der Uni Münster, besteht aus 23 Mitgliedern und wählt unter anderem das Rektorat. In Nordrhein-Westfalen regelt das Hochschulgesetz, dass der Senat Grundsatzentscheidungen über Prüfungsordnungen und langfristige strategische Ausrichtungen der Uni zu fällen hat. Die Mitglieder setzen sich aus 12 Vertretern der Hochschulprofessor/-innen, 4 akademischen Mitarbeiter/-innen, 4 Studierenden und 3 Mitarbeiter/-innen aus Technik und Verwaltung zusammen. Die Studierenden wählen bei der Senatswahl die 4 studentischen Vertreter/-innen.

  • Die Fachschaftsvertretung

    Die "Fachschaft" sind eigentlich alle Studierende eines Fachs. Wenn im Alltag von "Fachschaft” gesprochen wird, ist aber in der Regel der “Fachschaftsrat” gemeint. Der wird von der Fachschaftsvertretung gewählt. Welche Listen für die jeweilige Fachschaftsvertretung antreten, variiert von Fachbereich zu Fachbereich und teilweise auch von Studienfach zu Studienfach. Je nach Fachbereich sind die antretenden Listen eher politisch, andere eher pragmatisch orientiert. Die Fachschaftsvertretung besetzt auch die studentischen Plätze in den jeweiligen Institutsgremien um die Interessen der Studierenden am Fachbereich zu vertreten. Außerdem organisieren die Fachschaften in aller Regel die O-Woche für die Erstsemester zu Beginn des Semesters.

    Korrektur der Redaktion: Vertritt eine Fachschaftsvertretung weniger als 1000 Studierende, werden 11 Vertreter/-Innen in die FSV gewählt. Vertritt die FSV mehr als 1000 Studierende, werden 15 Vertreter/-Innen in die FSV gewählt. Außerdem wird der Fachschaftsrat nicht gewählt "wenn die Fachschaftsvertretung einmal zu groß wrid", sondern generell. Der Fachschaftsrat geht aus der FSV hervor und wird durch sie kontrolliert. Der Fachschaftsrat ist also die Exekutive der FSV. 

  • Der Fachbereichsrat

    Der Fachbereichsrat erlässt und ändert alle Ordnungen und Pläne für den jeweiligen Fachbereich. Wenn beispielsweise ein neuer Studiengang konzipiert wird, ist der Fachbereichsrat dafür zuständig. Auch ob für bestimmte Module ausnahmsweise Anwesenheitspflicht bestehen soll, diskutiert und entscheidet der Fachbereichsrat. Insgesamt gibt es an der Uni Münster 15 Fachbereiche und die Gruppe der Studierenden wählt kommende Woche die studentischen Vertreter/-innen des Fachbereichsrats. Bei den Wahlen zur Fachbereichsrat habt ihr 3 Stimmen.

  • Die Vertretung der Belange der Studentischen Hilfskräfte

    Die Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte (SHK-Vertretung) setzt sich für gute Arbeitsbedingungen der SHKs ud SHBs (Studentische Hilfskragt mit Bachelorabschluss) ein und berät die Arbeitnehmer/-innen in Rechtsfragen oder Konfliktsituationen. So kann man die SHK-Vertretung als eine Art "Gewerkschaft der SHKs und SHBs" verstehen. Die SHK-Vertretung existiert erst seit 2016 und die 3 Vertreter/-innen werden für ihre Arbeit in der SHK-Vertretung vergütet. Auch die SHK-Vertretung wird in der Wahlwoche vom 4.-8. Juni von allen Studierenden der Uni Münster gewählt.

  • Die Ausländische Studierendenvertretung

    Ausländische Studierende wählen zusätzlich zu den obigen Gremien die Ausländische Studierendenvertretung (ASV). Die ASV vertritt die Interessen ausländischer Studierender an der Uni Münster. So unterstützt die ASV ausländische Studierende bei Behördengängen, Korrekturarbeiten und Visumsanträgen mit dem Ziel, die rechtliche, ökonomische, gesellschaftliche, soziale und kulturelle Situation ausländischer Studierender zu verbessern. An der Uni Münster studieren rund 4000 ausländische Studierende.

Die Listen

  • dielinke.sds

     

     

    SDS steht für sozialistisch-demokratischer Studierenderverband und orientiert sich an der Partei “Die Linke”. Mit 15 Aktiven und nur einem Sitz im vergangenen StuPa gehört die Liste zu den Kleinsten und überwand bei der letzten Wahl nur knapp die 3% Hürde. Die SDS setzt sich für eine kritische und emanzipatorische Bildung ein und kämpft gegen Kapitalismus Faschismus und Populismus. Sie fordern u.a. mehr weibliche Professoren, den Erhalt der SHK-Vertretung und ein Verbot für militärische Zwecke zu forschen. Ihre Arbeit findet vor allem außerhalb des Parlaments statt, z.B. nahm dielinke.SDS im vergangenen Jahr an vielen  Anti-AfD Demos teil.

  • Juso-HSG

    Die Juso-HSG steht der SPD nahe und bildete im letzten Jahr zusammen mit Campusgrün und der Liste “die Liste” den AStA. Für die anstehende StuPa-Wahl veröffentlichte die Juso-HSG einen 10 Punkte Plan, indem sie u.a. die  Digitalisierung der Uni, ein flexibles Studium und mehr bezahlbaren Wohnraum fordern. Die 6 Juso-Vertreter, die im vergangenen Jahr im StuPa saßen, haben sich gegen die Einführung von Studiengebühren für Studierende aus nicht-EU-Ländern, und gegen Anwesenheitspflichten positioniert. Außerdem haben sie mit der Aktion “Deine Couch für Erstis” Studierende bei der Wohnungssuche unterstützt. 

  • LHG

    Die liberale Hochschulgruppe steht inhaltlich der Partei “FDP” nah. In ihrem Wahlprogramm formuliert die LHG vier Grundpfeiler: Digitalisierung, Selbstbestimmung, Service, sowie Transparenz und Fairness. Daraus lassen sich ihre Forderungen nach einem Ausbau des Vorlesungsstreamings, einer CampusApp, längeren Öffnungszeiten der Bibliotheken, einer digitalen Klausureinsicht, Trinkwasserspender und fairen Vergabesystemen für Seminare ableiten. Insgesamt treten für die LHG 77 Kandidaten zur StuPa-Wahl an.In der letzten Legislatur war sie die viertstärkste Kraft und mit einem Zuwachs von 4% klarer Gewinner der Wahl. Im letzten Jahr haben sie z.B. durchgesetzt, dass es Mikrowellen in den Mensen geben wird.

  • RCDS

    RCDS steht für Ring christlich-demokratischer Studenten und steht inhaltlich der “CDU” nah. Dementsprechend sind ihnen konservative und liberale Grundwerte wichtig. In ihrem Wahlprogramm fordert der RCDS eine Verbesserung der digitalen Ausstattung an der Uni, eine Erweiterung der ERASMUS-Plätze, die Förderung studentischer Start-Ups und eine kritische Überprüfung der Ausgaben des AStAs. Gendern und Unisex-Toiletten bezeichnen sie als“Unfug”. Für den RCDS lassen sich ca. 100 Studierende zur Wahl aufstellen. Der RCDS war im letzten Jahr die stärkste Liste im StuPa - dennoch gehörte die Liste der Opposition an.

  • Die Liste

     

     

    Die Liste ist an die Partei “die Partei” angegliedert und bezeichnet sich als Liste für “basisdemokratische Initiative, Studium, Tierzucht und Elitenförderung.” Insgesamt treten 60 Mitglieder für die Liste an. Im vergangenen Semester war die List “Die Liste“ fünftstärkste Kraft im StuPa und stellte mit Annabell Kalsow den AStA-Vorsitz. Die Liste “Die Liste” versucht mit ihren Spaß-Forderungen andere Listen vorzuführen. So hat sie zum Beispiel im letzten Jahr in einer StuPa-Sitzung 101 Anträge gestellt und so die Nerven der Mit-Parlamentarier strapaziert. Die 101 Anträge enthielten neben den üblichen Forderungen auch Forderungen aus den Wahlprogrammen anderer Listen, die diese nicht umsetzten.

  • Campusgrün

    Campusgrün orientiert sich inhaltlich an der Partei “Bündnis 90/ die Grünen”. Im vergangenen StuPa waren sie die zweitstärkste Kraft und haben sich vor allem für ihre Kernthemen Ökologie, Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Digitalisierung und  Chancengleichheit eingesetzt. Dabei ist ihnen besonders wichtig Entscheidungen basisdemokratisch zu treffen. In den letzten Monaten haben sie sich gegen die Novellierung des Hochschulgesetzes ausgesprochen und ausgehend von ihrem Antrag wurde der Senat dazu aufgefordert die Burschenschaft Franconia aus dem Uni-Verzeichnis zu streichen. Außerdem geht auf Campusgrün zurück, dass man in den Mensen günstigeren Kaffee bekommt, wenn man ihn in einen Mehrwegbecher füllt. Finn Schwensen stellte zusammen mit Annabell von “Die Liste” den AStA-Vorsitz.

  • DIL

    DIL steht für demokratische, internationale Liste. Die DIL ist die einzige antretende Liste, die parteipolitisch komplett unabhängig arbeitet: anders als andere Listen orientiert sich die DIL nicht an einer Partei. Bei der DIL engagieren sich Studierende unterschiedlicher Nationen- passend zu ihrem Wahlmotto: “Think global. Act local. Vote DIL.” Die DIL kämpft für soziale Gerechtigkeit und möchte Rassismus und Diskriminierung stoppen. Hierzu fordert sie mehr Unterstützung ausländischer Studierender und Flüchtlinge. Außerdem soll auch das Mensaessen vielfältiger werden. Neben Bio und Fairtrade Produkten sollen auch gluten- und laktosefreie Speisen, sowie halales und koscheres Essen angeboten werden.

Die Spitzenkandidat/-innen

  • Paula Aguilar Sievers (Juso-HSG)

    Paula Aguilar Sievers ist 19 Jahre alt und studiert im 4. Semester Jura. Sie tritt für die Juso- Hochschulgruppe an.

    Dort ist sie aktiv seit mehr als eineinhalb Jahren. Letztes Semester gehörte sie dem Referat für Soziales und Bildung an.

    Paula will sich für ein soziales, gerechtes und selbstbestimmtes Studium einsetzen. Gleichstellung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind ihr dabei besonders wichtig. Anwesenheitspflichten lehnt sie strikt ab.

  • Jonas Landwehr (dielinke.SDS)

     

    Jonas Landwehr ist 22 Jahre alt und studiert Grundschullehramt im 2. Semester. Davor hat er bereits Deutsch und Geschichte im  Zweifach-Bachelor studiert. Bei der Wahl vertritt den Sozialistisch Demokatischer Studierenderverband. Beim SDS ist er seit dem letzten Semester aktiv. Als Spitzekandidat versteht er sich nicht- der SDS versucht Hierarchien zu vermeiden und stattdessen basisdemokratisch gemeinsam zu  entscheiden. Geimensam setzt sich der SDS dann auch für seine Ziele ein: Vor allem für eine kritische und emanzipatorische Bildung.

  • Katharina Schwarz (RCDS)

     

    Katharina Schwarz vertritt den Ring christlich-demokratischer Studenten. Sie ist 18 Jahre alt und studiert Rechtswissenschaften im zweiten Semester. Beim RCDS ist sie seit Beginn ihres Studiums aktiv.

    Katharina will allen Studierende eine gute akademische Ausbildung ermöglichen. Dazu zählt sie zum Beispiel die Verbesserung der BIB-Standards.

    Sie ist im RCDS, weil sie schon lange politisch interessiert und sich für die Interessen der Studierenden einsetzen möchte.

  • Lars Nowak (Die Liste)