Quadrophonie

Palma Violets "Danger In The Club" - Blur "The Magic Whip" - Django Django "Born Under Saturn" - Tocotronic "Rotes Album"

Diese Woche gab es Einiges zu besprechen in der Quadrophonie, denn sowohl Britpop-Legende Blur, als auch die ewigen “Einserschüler des Pop” Tocotronic beschenken uns mit neuen Alben. Der Spannungsbogen dieser Sendung hätte dabei nicht perfekter sein können, das fulminante Ende unseres Plattenstreits wurde von Tocotronic eingeleitet und ließ unsere Redakteure passenderweise rot sehen.

Zur Starbesetzung der letzten Quadrophonie gehörten also die britischen Palma Violets mit “Danger in the Club”, vorgestellt von Alexandra Bahr, “The Magic Whip” von Blur, mitgebracht von Sören Heuer, das gefürchtete zweite Album “Born under Saturn” von Django Django, vorgestellt von Sophie Garbe, und schließlich Tocotronic mit dem roten Album, vorgestellt von Manon Hütter.

Eröffnet wurde die Runde von der wohl am wenigsten bekannten Band, den Palma Violets. Die wurden in der Vergangenheit zwar schon hoch gehandelt - zum Beispiel als die neuen Libertines - allerdings ergab unsere Diskussion des neuen Albums eher eine allgemeine Einigkeit darüber, dass sich die musikalischen Ergüsse der vier Jungs schnell in der Masse an leicht schrabbeligem Garage-Rock verlieren wird.

Zum neuen Album von Blur, immerhin dem ersten seit 16 Jahren in der Originalbesetzung der Band (also auch wieder mit Graham Coxon), gab es dann schon ein wenig mehr zu sagen, verständlicherweise. Eine herrliche Platte, in der sich ein ständiger Wandel von Pop zu einer Art Elektro-Pop, bis hin zu sphärischen, ja leicht psychedelisch angehauchten Sounds vollzieht. Und weil Blur einem mit ihrer ellenlangen Diskographie ja Gesprächsstoff für mindestens 10 Quadrophonien bieten, konnten wir natürlich nicht umhin diverse Stadien ihrer Musikkarriere anzuschneiden und zu schauen, was sich da im dem Neuling wiederfindet. Überraschend viel, was es allerdings wiederum zu etwas komplett Neuem macht - so könnte man das Urteil wohl zusammenfassen.

Django Django konnte als nächstes irgendwie so halb überzeugen, einig waren sich aber alle, dass das neue Album einem nicht ins Gesicht schlägt, wie eigentlich erwartet. Quasi ein wenig enttäuscht blieben die Redakteure zurück, denn von Django Django ist man natürlich vor allem Hits gewöhnt. Da sich am Ende aber doch irgendwie alle vorgenommen hatten, sich das Album auf jeden Fall nochmal komplett anzuhören, kann man wohl sagen, dass die guten Herren von Django Django immer noch einiges richtig machen.

Und dann kam das Finale: Mit dem Roten Album von Tocotronic. Ein Album, in dem es vor allem um Liebe geht und dessen Cover rot ist, daher auch das rote Album genannt wird. Offiziell ist dies allerdings nicht der Albumtitel, es gibt streng genommen einfach keinen. Nach dem ersten Song stellte sich direkt heraus, dass diese Band unsere Redakteure im tiefsten Inneren spaltet. Folge dessen musste dementsprechend eine hitzige Grundsatzdiskussion um den Status von Tocotronic sein, als DIE deutsche Pop Band. Zentrale Frage: Würde man die Musik denn auch noch gut finden, wenn sie nicht von Tocotronic gemacht würde? Diese Frage muss wohl schlussendlich jeder für sich beantworten, unsere Redakteure waren auf jeden Fall meilenweit davon entfernt, sich hier zu einigen. Immerhin konnten alle einstimmen, dass es sich bei dem Album um grundsoliden Pop handelt, mit Themen, die bis dahin eher Tocotronic-ungewöhnlich waren.

 

Unser Fazit:

 

Die Spotify-Playlist:


TEILEN: