Quadrophonie

Mit Hinds "Leave Me Alone" - Ignite "A War Against You" - Daughter "Not To Disappear" - Hanne Kolstø "While We Still Have Light".

Die erste Quadrophonie im neuen Jahr und schon so viel zu diskutieren. Drei Alben, die alle irgendwo Indie waren, aber zugleich doch so unterschiedlich klangen, und das neueste Werk einer Melodic-Hardcore-Band – bereits im Vorfeld stand fest, dass es interessant werden würde!

Lukas Wortmann hatte von Hinds "Leave Me Alone" dabei, Leonie Wiethaup brachte "A War Against You" von Ignite mit, Jonathan Brehm entschied sich für Daughter und "Not To Disappear" und Sören Heuer für Hanne Kolstø und "While We Still Have Light".

Den Anfang machte Lukas mit den vier jungen Frauen aus Madrid von Hinds. Das Quartett aus der spanischen Hauptstadt macht einen wilden Mix aus Lo-Fi und Indie-Pop mit Rock’n'Roll-Attidüde, was besonders durch den ersten und dritten Song („San Diego“, „Castigradas en el Granero“) deutlich wurde. Beschweren konnte sich deswegen keiner und auch „And I Will Send Your Flowers Back“, ein im Gegensatz zu den anderen Tracks sehr ruhiger Song mit gut gemachten Melodielinien im Gesang kam im Plenum gut an.

Bei Leonie und Ignite war diese Einigkeit allerdings Geschichte, denn auch wenn "A War Against You" das erste Album seit nun schon zehn Jahren der Westcoast Hardcore-Punk-Band ist, klingen sie immer noch wie gewohnt. Den anderen Redakteuren sagten, dass es an Innovation und Melodien fehle und die Stimme zwar gut sei, aber auf Dauer auch einfach nervig. Letztlich der letzte vorgestellte Song („Descent“) wurde mehr oder weniger abgenickt.

Mit Jonathan und dem aktuellen Album der Woche von Daughter ging es weiter. Durch die Trauer und die Melancholie in den Texten und der Instrumentierung wurde das Album wurde als sphärisch und mitreißend beschrieben. Eingängige Gitarren und Rhythmen bestimmen den Sound und besonders der letzte mitgebrachte Song („No Care“) wurde begeistert aufgenommen. Dieser wurde als „ausgestreckter Zeigefinger“ beschrieben und kam durch seinen catchy Sprechgesang am besten an.

Sören war mit dem neuen Album von Hanne Kolstø als letzter an der Reihe. Schnell waren sich die Redakteure einig, dass die Norwegerin mit ihrem fünften Album fünf Jahren einen spannenden Mix aus Elektro, Pop und Indie produziert hat. Auch wenn hier und da Kritik und Diskussionen zu der Stimme aufkamen, die Songs konnten mit dem Mix aus düsteren und melancholischen Songs (“Bordermind”) und fröhlicheren, mehr vom Indie beeinflussten Stücken (“Mysterious” und “While We Still Have Light”) überzeugen.

Es war auf jeden Fall ein interessanter Einstieg in ein neues Quadrophonie-Jahr!

Unser Fazit:

Die Playlist zur Sendung findet ihr hier:

 


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