Quadrophonie

The Tallest Man On Earth "Dark Bird Is Home?" - Best Coast "California Nights" - Du Blonde "Welcome Back To Milk" - The Brian Jonestown Massacre "Musique de Film Imaginé"

Letzte Woche stand die Sendung ganz klar unter dem Leitmotiv der Farbe rot, nicht nur, weil es hier während der Sendung ordentlich geknallt hat (verbal), sondern auch, weil eines der besprochenen Werke sich schlichtweg “Das rote Album” nennt, und auch so aussieht. Wo letzte Woche noch die Farbe rot dominierte, ist dieses Mal schon wieder alles anders, denn rosa ist unser neues rot. Rosa? Ja rosa, denn so sieht sowohl das Cover der neuen Platte, als auch die Platte selbst, von The Brian Jonestown Massacre aus. Und die hat uns relativ nachhaltig begeistert.

Aber erst einmal zu unseren Kontrahenten in dieser Woche: Vertreten waren Alexandra Bahr mit “Dark Bird is Home?”, dem neuen Album von The Tallest Man on Earth, Manon Hütter mit “California Nights” von Best Coast, Sören Heuer, der Du Blonde mit “Welcome Back to Milk” dabei hatte, und Joscha Mohs mit dem besagten rosafarbigen Album “Musique de Film Imaginé” von The Brian Jonestown Massacre.

Eröffnungsmusik gab es von Du Blonde. Hinter dem französisch anmutenden Namen verbirgt sich eigentlich die Engländerin Beth Jeans Houghton, die mit diesem neuen Album neu geboren ist. Neu ist nämlich der Künstlername und auch die Musik, die sich auf dem Album finden lässt. Weniger eingängig und glattgebügelt als ihre alten Sachen, kommt das neue Werk von ihr daher, und konnte auch unsere vier Musikredakteure überzeugen. Die Dame beweist, dass sie ein Händchen für gute Kollaborateure hat, denn das Feature mit Future Islands-Sänger Samuel Herring kann sich sehen lassen.

Allgemeine Einigkeit herrschte weiterhin bezüglich des neuen Albums von Best Coast – wenig bis gar nicht überzeugend, so lautete das vernichtende Urteil. Alles schon 1 Millionen-mal gehört, öde und unkreativ. Und irgendwie fanden einige die Stimme auch echt nervig.

Während Manon also den “guten alten Zeiten” der Band hinterhertrauerte, gingen wir über zum nächsten Album, dem Neuling von Kristian Matsson aka The Tallest Man on Earth. Und schwupp, wurden wir alle verzaubert mit den simpelsten Mitteln: Akustische Gitarre und Stimme und im zweiten Song Piano und Stimme. Hach, was soll man sagen, Kristian versteht es, mit minimalistischer Musik dem Hörer trotzdem ganz viel zu geben. Vor allem den kleinen Geschichten, die er stets in seinen Songs erzählt, lässt er Raum und seine Stimme vertont das ganze auf wunderschöne, gefühlvolle und authentische Weise. Und unser viertes Album im Bunde konnte an diese magische Stimmung im Sender zum Glück nahtlos anknüpfen.

Mit “Musique de film imaginée” von The Brian Jonestown Massacre fuhr jeder unserer vierter Redakteure für ca. 15 min. seinen ganz eigenen Film. Der war vorzugsweise ein französischer Film irgendwo in den 50er oder 60ern gedreht, denn da irgendwo knüpft die Idee der Band an. Und auf so eine Idee muss man erstmal kommen, einen Soundtrack zu einem nicht existierenden Film zu schreiben. Übrigens, passenderweise wird auf diesem Album auch nicht viel gesungen, und wenn doch, dann selbstverständlich nur auf Französisch. Ob man das nun gut oder schlecht findet konnten wir gar nicht so sagen, aber interessant ist es in jedem Fall!

 

Das Fazit:


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