F1 Testreport (Aktualisiert - Tag 8)

Die Formel 1 erwacht mit den Wintertests in Barcelona aus dem Winterschlaf. Die Tests sind ein erster Anzeiger für die Hackordnung der Teams im neuen Rennjahr. Wir bringen für euch die wichtigsten Erkenntnisse auf den Punkt.

Tag 8/8:

Der letzte Testtag bestätigte auf den vorderen Plätzen die geschätzte Reihenfolge. Mercedes fuhr am Vormittag mit Lewis Hamilton eine Rennsimulation, die auf einem ähnlich starken Niveau wie die von Teamkollege Bottas am Vortag war. Red Bull zeigte sich an diesem letzten Tag äußerst unauffällig und verzichtete auf eine weitere Rennsimulation. Bei Ferrari saß Kimi Räikkönen am Steuer, der im Vergleich zu Sebastian Vettel nur sehr wenige Runden im Laufe der Test fuhr. Morgens setzte er mit einer 1:17,2 eine ähnlich schnelle Runde auf Hypersofts wie Vettel. Seine Rennsimulation war jedoch ein Stück langsamer. Renault rückte am Vormittag zu nur vier Runden raus, weil man das Getriebe wechseln musste. Am Nachmittag fuhr man noch einige Quali-Runs, die durchaus zufriedenstellend waren. Auf technischer Seite weist Renault ein Alleinstellungsmerkmal auf: Der Auspuff bläst direkt die Unterseite des Heckflügels an. Bis jetzt fährt man daher mit einer speziellen Schutzschicht am unteren Blatt, die laut Technikchef Nick Chester nur aus Sicherheitsgründen angebracht wurde und bis Melbourne wieder verschwinden sollte. Haas begann am Morgen ebenfalls mit schnellen Runden. Seine Rennsimulation am Nachmittag war fast auf dem Niveau von Räikkönens. Für Ferrari ein Alarmsignal, für Haas ein gutes Zeichen. Force India und Toro Rosso waren ähnlich wie Red Bull ohne spektakulär Nennenswertes unterwegs. McLaren erlitt nach nur 5 Runden einen erneuten Motorschaden. Nachdem der Motor getauscht wurde, schaffte man es am Ende des Tages aber zumindest durch einzelne schnelle Runden zu überzeugen. Eine Rennsimulation hat McLaren wären der Testtage nicht zusammenbekommen. Bei Williams war am Vormittag eigentlich Robert Kubica eingeplant, dieser verzichtete aber freiwillig. Grund dafür ist, der Rückstand den Williams bis jetzt wohl hat. Da zählt jeder Kilometer für das noch junge Fahrerduo Stroll/ Sirotkin. Charles Leclerc im Sauber machte mal wieder durch einen Dreher auf sich aufmerksam, bei dem er dieses mal sogar in die Bande einschlug.

Wie sieht nun das Kräfteverhältnis aus? Mercedes scheint mit großem Abstand in Führung zu liegen. Die Rennsimulationen waren für die Konkurrenz ein Schlag ins Gesicht und wurden von keinem auch nur im Ansatz erreicht. Sollte sich dies Form bewahrheiten, würden die Mercedes mit über einer Minute Vorsprung auf die ersten Verfolger das Rennen gewinnen. Hoffnung gewinnt die Konkurrenz nur durch die Blasenbildung an den Hinterreifen bei Mercedes auf den weichen Reifen. Ihre Rennsimulation fuhren die Silbernen durchgehend auf den Mediums. Red Bull macht momentan einen besseren Eindruck als Ferrari, obwohl die Zeiten nahezu identisch sind. Ferrari toppt zwar die Tabellen, doch waren die schnellen Runden nicht mehr als Show. Reifenbereinigt liegt man dort nur eine halbe Sekunde vor Haas. Gerüchteweise soll bei Ferrari das zentrale Problem beim Motor liegen. In diesem Jahr dürfen durch Ölverbrennung austretende Gase nicht mehr zurück in den Motor geleitet werden. Und genau das war das Geheimnis von Ferrari im letzten Jahr. Man muss es so hart sagen: Ferrari wird im Titelkampf wohl keine Rolle spielen. Hinter den Top3 klafft eine recht große Lücke auf Renault. Die scheinen recht sicher vierte Kraft zu sein, auch wenn Haas in der zweiten Woche ungemein stark unterwegs war. Hier könnten zumindest am Saisonbeginn die Fahrer den entscheidenden Ausschlag im Kampf um Platz 4 geben. Toro Rosso kommt mit dem Honda-Motor gut zurecht. Man fuhr viele solide Runden ohne größere technische Pannen. Zwar setzte man mit vier Motoren während der Tests schon eine große Menge ein, dies war jedoch auch eingeplant. Force India scheint besonders auf Quali-Runs noch zu schwächeln. Es wird aber insgesamt sehr schwierig Platz 4 zu halten. Im Kampf mit Toro Rosso kann man aber durch das stärkere Fahrerduo punkten. McLaren auf lange Distanzen zu beurteilen ist leider nicht möglich. Aus dem einfachen Grund, dass sie keine langen Distanzen zusammenbekommen haben. Im Qualifikationsmodus waren die orangenen Renner aber stark. Eines lernt man durch die Testfahrten auf jeden Fall: Man kann sich bei Honda nur entschuldigen für die Unmengen an Kritik, die auf sie eingeprasselt sind. Denn das Problem war der Fahrzeugbau von McLaren. Bei diesem Packaging würde man es wohl sogar schaffen, einen Mercedes-Motor unzuverlässig aussehen zu lassen. Williams scheint wie erwartet ans untere Ende des Mittelfeldes durchgereicht zu werden. Zum einen scheint das Auto nicht der größte Bringer zu sein, zum anderen sind die Fahrer bekanntermaßen nicht das Gelbe vom Ei. Am Ende steht wie im Vorjahr Sauber. Auch wenn der Abstand zum Mittelfeld deutlich geringer scheint. Leclerc zeigt bis jetzt verdammt viele Fehler. Dies sollte sich aber mit ein paar Rennen Erfahrung auch schnell erledigen.

01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:17,221 (157 Rnd.)

02. F.Alonso (McLaren) - 1:17,784 (93 Rnd.)

03. C.Sainz jr. (Renault) - 1:18,092 (45 Rnd.)

04. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:18,327 (92 Rnd.)

05. R.Grosjean (Haas) - 1:18,412 (181 Rnd.)

06. V.Bottas (Mercedes) - 1:18,825 (104 Rnd.)

07. B.Hartley (Toro Rosso) - 1:18,949 (156 Rnd.)

08. E.Ocon (Force India) - 1:18,967 (163 Rnd.)

09. C.Leclerc (Sauber) - 1:19,118 (75 Rnd.)

10. S.Sirotkin (Williams) - 1:19,189 (105 Rnd.)

11. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19,464 (97 Rnd.)

12. L.Stroll (Williams) - 1:19,954 (27 Rnd.)

 

Tag 7/8:

Der vorletzte Tag der Wintertests fand erneut bei guten Bedingungen statt. Und er lieferte uns Rennsimulationen der drei Top-Teams. Als erstes startete Valtteri Bottas im Mercedes. Er fuhr drei Stints auf Medium. Im ersten Stint (27 Rnd.) schaffte er ein Mittel von 1:22,59. Der zweite Stint war mit 16 Runden deutlich kürzer und ergab ein Mittel von 1:21,20. Im Schlussspurt fuhr er mit einem Mittel von 1:19,97 unter die 1:20er Marke. Ferrari und Red Bull absolvierten ihre Simulationen am Nachmittag, als es etwas wärmer war. Ferrari fuhr den ersten Stint über 11 Runden auf Supersoft und erreichte ein Mittel von 1:23,44. Für die beiden Schlussstins fuhr Vettel ebenfalls Medium und erreichte Mittel von 1:22,05 beziehungsweise 1:21,07. Red Bull fuhr mit Verstappen genau wie Mercedes drei mal Medium. Mit Stintdistanzen von je 22 Runden erreichte man Mittel von 1:23,39, 1:22,17 und 1:21,02. Auf die gesamte Renndistanz bezogen schaffte Mercedes ein Mittel von 1:21,25, während Ferrari und Red Bull aufs Zehntel gleich mit einer 1:22,2 etwa eine Sekunde hinterher hinken. Sollten alle drei Teams schon ihr wahres Potential gezeigt haben, können wir uns von einem spannenden Kampf um die Weltmeisterschaft schon jetzt verabschieden. Ferrari holte dafür bei den Shortruns den Hammer raus. Auf Hypersoft pulverisierte Vettel mit einer 1:17,1 den Streckenrekord. Und diese Zeit fuhr er in der fünften schnellen Runde seines Stints. Ein Zeichen dafür, dass die weichen Reifen bei Ferrari gut halten. Red Bull hatte bis auf die Rennsimulation nur durch einen Dreher von Max Verstappen Aufsehen erregt. Renault teilte den Tag wieder auf beide Fahrer auf. Insgesamt war man heute unauffällig unterwegs. Bei Renault hat man zwar ein gutes Paket, muss aber noch am Set Up feilen. McLaren legte mit Vandoorne mit vielen Sprints los. Dabei hinterließ man einen guten Eindruck. Bei der Rennsimulation war man besonders in den ersten beiden Stints um über 1,5 Sekunden pro Runde langsamer als Ferrari und Red Bull. Lediglich im letzten Stint konnte man mit einem Rundenrückstand von unter 0,5 Sekunden überzeugen. McLaren scheint Stand jetzt nur mit leichtem Auto konkurrenzfähig zu sein. Wenigstens erlebte man heute aber einen Testtag ohne technische Probleme. Toro Rosso fuhr heute mit Gasly und drehte mit 1:18,3 eine starke Einzelrunde. Auf Longruns verzichtete man jedoch. Haas rückte mit einem neuen T-Flügel an und überzeugte ähnlich wie Toro Rosso durch eine starke Einzelrunde. Sauber verzeichnete einen Dreher durch Marcus Ericsson - über Force India und Williams gibt es nichts Spektakuläres zu berichten. 

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:17,182 (188 Rnd.)

02. K.Magnussen (Haas) - 1:18,360 (153 Rnd.)

03. P.Gasly (Toro Rosso) - 1:18,363 (169 Rnd.)

04. N.Hülkenberg (Renault) - 1:18,675 (79 Rnd.)

05. C.Sainz jr. (Renault) - 1:18,725 (69 Rnd.)

06. S.Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 (151 Rnd.)

07. M.Ericsson (Sauber) - 1:19,244 (148 Rnd.)

08. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19,296 (84 Rnd.)

09. V.Bottas (Mercedes) - 1:19,532 (97 Rnd.)

10. R.Kubica (Williams) - 1:19,629 (73 Rnd.)

11. S.Perez (Force India) - 1:19,634 (159 Rnd.)

12. M.Verstappen (Red Bull) - 1:19,842 (187 Rnd.)

13. L.Stroll (Williams) - 1:20,262 (67 Rnd.)

 

Tag 6/8:

Am Mittwoch stand der insgesamt sechste von acht Testtagen an. Bei Ferrari sollte eigentlich Kimi Räikkönen im Auto sitzen. Der fühlte sich am Morgen aber noch unwohl und stieg erst nach der Mittagspause für die Roten in seinen Dienstwagen. Bisher scheint Ferrari sich noch zurückzuhalten, was die Rundenzeiten angeht. Wir erwarten, dass Ferrari an den letzten beiden Tagen nochmal zulegt. Mercedes ließ die Konkurrenz früh mit einer 1:18,3 staunen - diese Zeit wurde kurz darauf aber gestrichen, da er die Schikane vor Start/Ziel ausgelassen hat. Insgesamt war es für Mercedes aber ein zufriedenstellender Tag. Die gestrigen Reifenprobleme traten heute nicht auf - man fuhr aber auch kürzere Stints als am Vortag. Am stärksten präsentierte sich heute Red Bull. Nicht nur die Tagesbestzeit auf Hypersoft-Reifen, sondern auch die Rennsimulation war beeindruckend. Letztere musste zwar kurz, wegen kleinen technischen Problemen unterbrochen werden, dennoch: Die Zeiten waren schnell und unheimlich konstant. Der Red Bull scheint mit Reifenabbau keinerlei Probleme zu haben. McLaren kam auch am sechsten Testtag nicht aus den Problemen. In den Morgenstunden zeigte man zwar eine starke Performance, um 11 Uhr verabschiedete sich jedoch der Renault-Motor im Heck des McLaren. 6 Stunden dauerte der Tausch. Inzwischen machen sich Gerüchte breit, dass McLaren zu wenig auf die Kühlung achtet, und der Motor einfach immer wieder überhitzt. Wir wollen diese Gerüchte nicht bestätigen, aber es ist doch auffällig, dass der Honda-Motor auf einmal läuft und dass Red Bull und Renault mit dem Motor keine Probleme haben. Begeht McLaren also seit Jahren stur denselben Fehler? Bei Toro Rosso saß heute Brandon Hartley am Steuer. Er war mit einem brandneuen Heckflügel bestückt. Die Stütze ist stark nach hinten gebogen und auch der T-Flügel hat einen S-förmigen Knick. Williams und Sirotkin wurden heute durch ein Getriebeproblem eingebremst, Haas verlor Zeit durch ein Ölleck. Leclerc im Sauber drehte heute Runde um Runde, auch wenn sein Ferrari-Motor beim Starten das ein oder andere mal die Box einnebelte. Dies lag aber nicht an einem Problem, sondern liegt in der Regel an einer großen Ölzufuhr. 5 Minuten vor Schluss setzte Leclerc dann den Sauber mit einem Dreher ins Kiesbett. Insgesamt sammelten die Teams heute viele Kilometer. Man merkt also durchaus, dass alle noch etwas nachholen wollen, nach der verregneten ersten Testwoche. An den letzten beiden Testtagen erwarten wir einige Angriffe auf die absolute Testbestzeit und natürlich die Rennsimulationen. Diese könnten uns einen ersten richtigen Eindruck über die Rangordnung geben.

01. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:18,047 (165 Rnd.)

02. L.Hamilton (Mercedes) - 1:18,400 (90 Rnd.)

03. V.Bottas (Mercedes) - 1:18,560 (82 Rnd.)

04. S.Vettel (Ferrari) - 1:19,541 (66 Rnd.)

05. B.Hartley (Toro Rosso) - 1:19,823 (118 Rnd.)

06. F.Alonso (McLaren) - 1:19,856 (54 Rnd.)

07. C.Sainz jr. (Renault) - 1:20,042 (88 Rnd.)

08. R.Grosjean (Haas) - 1:20,237 (75 Rnd.)

09. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20,242 (46 Rnd.)

10. L.Stroll (Williams) - 1:20,349 (63 Rnd.)

11. N.Hülkenberg (Renault) - 1:20,758 (102 Rnd.)

12. E.Ocon (Force India) - 1:20,805 (130 Rnd.)

13. C.Leclerc (Sauber) - 1:20,918 (160 Rnd.)

14. S.Sirotkin (Williams) - 1:22,350 (77 Rnd.)

 

Tag 5/8:

Die zweite und finale Testwoche ging für alle Beteiligten glücklicherweise mit deutlich besserem Wetter los. Nahezu wolkenfreier Himmel und Temperaturen um die 15° begrüßten die Teams an der Strecke in Barcelona. Mit umschalten der Ampel legte Mercedes los wie die Feuerwehr. Ohne die sonst üblichen Installationsrunde fuhr man direkt mehrere 10 Runden-Stints. Für McLaren lief es dagegen gar nicht rund. Schon in der Installationsrunde schleppte man sich so gerade eben in die Box zurück; nur eine Stunde später war wieder Feierabend. Diesmal rollte der McLaren auf der Start/Ziel-Geraden aus. Vor der Mittagspause gab es eine weitere Rotphase, nachdem die Strecke gesäubert werden musste. Am Nachmittag gab es zwei weitere Rotphasen. Diesmal blieb wieder Vandoorne im McLaren aufgrund von Hydraulikproblemen liegen. Die zweite rote Flagge wurde durch Verstappen im Red Bull ausgelöst, der in Kurve 3 liegen blieb.

Mercedes schaffte  viele Runden, hatte jedoch immer wieder mit starker Blasenbildung an den Hinterreifen zu kämpfen. Ein Problem, von dem Mercedes seit 2013 eigentlich verschont geblieben ist. Vettel im Ferrari machte einen sehr guten Eindruck. Seine Tagesbestzeit drehte er auf der 14. Runde seines Stints, was für ziemlich guten Reifenverschleiß spricht. Dies scheint auch eine Stärke von Red Bull zu sein, die heute besonders auf längeren Stints zu überzeugen wussten. Renault schaffte heute wenige Runden, nachdem sie am Vormittag wiederholt wegen Sensorproblemen in der Box blieben. Für McLaren war es nach vielen technischen Problemen ein Tag zum Vergessen. Mit  38 Runden drehte man die wenigsten des Tages. Kleiner Trost für McLaren: Die Probleme nahm allesamt Renault auf seine Kappe. Bei Williams sieht man sich laut Paddy Lowe aktuell hinter Renault, dafür aber vor Force India, McLaren und Haas. Wir halten das für eine optimistische Ansicht. Haas-Teamchef Steiner sah heute wenige Runden seines Haas-Renners. Grund dafür war ein ERS-Problem und sich vom Unterboden lösende Teile. Bei Sauber sieht man großen Potential im Auto - das sollte das Auto auch haben, den heute sah man sehr viele Ausrutscher und Verbremser. Der Sauber liegt Stand jetzt gar nicht gut auf der Piste. Die Tagesbestzeit holte sich am Ende Sebastian Vettel. Die Zeit war jedoch über eine Sekunde langsamer als die Zeiten aus der Vorwoche, sind also zu vernachlässigen.

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:20,396 (168 Rnd.)

02. V.Bottas (Mercedes) - 1:20,596 (86 Rnd.)

03. M.Verstappen (Red Bull) - 1:20,649 (127 Rnd.)

04. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20,808 (88 Rnd.)

05. P.Gasly (Toro Rosso) - 1:20,973 (54 Rnd.)

06. K.Magnussen (Haas) - 1:21,298 (93 Rnd.)

07. N.Hülkenberg (Renault) - 1:21,432 (48 Rnd.)

08. C.Sainz jr. (Renault) - 1:21,455 (91 Rnd.)

09. S.Sirotkin (Williams) - 1:21,588 (42 Rnd.)

10. S.Perez (Force India) - 1:21,643 (93 Rnd.)

11. M.Ericsson (Sauber) - 1:21,706 (118 Rnd.)

12. S.Vandoorne (McLaren) - 1:21,946 (38 Rnd.)

13. L.Stroll (Williams) - 1:22,937 (83 Rnd.)

 

Tag 4/8:

Zur Halbzeit der Wintertests war wieder deutlich mehr Fahrbetrieb als noch am Mittwoch. Mit Regen hatte man in den ersten Stunden aber dennoch zu kämpfen. Deshalb wurde auch wieder die Mittagspause gestrichen. Viele Teams tauschten ihre Fahrer zur Mittagszeit aufgrund des Testausfalls am Vortag. Bei Mercedes, Williams, McLaren, Renault und Sauber kamen beide Fahrer zum Einsatz. Im Regen kam am besten Stoffel Vandoorne im McLaren klar. Nicht nur die schnellsten Rundenzeiten, sondern auch die Konstanz und, dass man sofort auf Tempo kam, sprechen dafür, dass McLarens Chassis nicht das schlechteste ist. Gerade auf nasser Piste ist guter Grip entscheidend. Marcus Ericsson im Sauber hatte diesen Grip wohl nicht - er verursachte mit einem Dreher die erste rote Flagge des Tages. Später erwischte es auch Max Verstappen im Red Bull. Zu diesem Zeitpunkt war die Strecke aber schon trocken. Ab ca. 13 Uhr wechselten die Teams auf Trockenreifen. In dieser Phase kamen die schnellsten Runden von Mercedes und Ferrari, wobei Lewis Hamilton mit einer 1:19,3 die Tagesbestzeit erzielte.

Auf technischer Seite gibt wenig Neuerungen zu vermelden. Die großen Updates werden für die zweite Woche erwartet. Bei Red Bull experimentierte man mit unterschiedlichen Frontflügeln. Bei McLaren ist die Konstruktion der hinteren Querlenker außergewöhnlich. Die Aufsplittung erfolgt quasi erst unterhalb der Verkleidung. Dadurch kann man die Pullrod-Aufhängung parallel zum Chassis bauen, was einen aerodynamischen Vorteil bedeutet.

Eine Hackordnung aufzustellen, fällt schwer. Die Teams klagten über die niedrigen Temperaturen und den damit verbundenen niedrigen Erkenntnisgewinn. Außerdem gibt es bis Melbourne noch zahlreiche Updates. Besonders bei Sauber verspricht man sich viel von den Teilen, die in der zweiten Woche ans Auto geschraubt werden. Unsere bisherige Prognose sieht Red Bull nah an Mercedes und Ferrari. Dahinter sortieren sich Renault und McLaren ein. Im weiteren Mittelfeld sind dann Force India, Williams und Toro Rosso zu finden. Letztere haben bisher keine Standfestigkeitsprobleme mit dem Honda-Motor. Pierre Gasly fuhr heute sage und schreibe 146 Runden ohne Probleme. So viele Runden drehte bisher kein Fahrer an einem Tag. Um die rote Laterne streiten sich Haas und Sauber. Wie weit sich das noch verschiebt, erfahren wir ab Dienstag, wenn die Teams nochmal 4 Testtage zur Verfügung haben.

01. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19,333 (69 Rnd.)

02. S.Vandoorne (McLaren) - 1:19,854 (110 Rnd.)

03. S.Vettel (Ferrari) - 1:20,241 (118 Rnd.)

04. K.Magnussen (Haas) - 1:20,317 (96 Rnd.)

05. F.Alonso (McLaren) - 1:20,929 (51 Rnd.)

06. C.Sainz jr. (Renault) - 1:20,940 (60 Rnd.)

07. L.Stroll (Williams) - 1:21,142 (54 Rnd.)

08. S.Perez (Force India) - 1:21,973 (65 Rnd.)

09. M.Verstappen (Red Bull) - 1:22,058 (35 Rnd.)

10. P.Gasly (Toro Rosso) - 1:22,134 (146 Rnd.)

11. N.Hülkenberg (Renault) - 1:22,507 (49 Rnd.)

12. V.Bottas (Mercedes) - 1:22,789 (60 Rnd.)

13. C.Leclerc (Sauber) - 1:22,808 (59 Rnd.)

14. M.Ericsson (Sauber) - 1:23,825 (79 Rnd.)

15. S.Sirotkin (Williams) - 1:31,979 (47 Rnd.)

 

Tag 3/8:

Winter in Barcelona. Da sich die Teams nicht einigen konnten (welch Überraschung...), wurde der Testtag nicht verschoben. Das Ergebnis war vorhersehbar. Erst Schnee, dann Regen, nahezu keine Autos auf der Bahn. Lediglich Fernando Alonso drehte eine gezeitete Runde. Dementsprechend gibt es auch nichts weiter, was man über diesen Testtag sagen kann, außer, dass er ein Reinfall war.

01. F.Alonso (McLaren) - 2:18,545 (11 Rnd.)

02. D.Ricciardo (Red Bull) - -:--,--- (2 Rnd.)

03. B.Hartley (Toro Rosso) - -:--,--- (2 Rnd.)

04. M.Ericsson (Sauber) - -:--,--- (1 Rnd.)

05. L.Stroll (Williams) - -:--,--- (1 Rnd.)

06. R.Kubica (Williams) - -:--,--- (1 Rnd.)

 

Tag 2/8:

Der zweite von 8 Testtagen begann schleppend. Es dauerte geschlagene 75 Minuten bis die erste Rundenzeit gesetzt wurde. Das lag an leichtem Regen und extrem kalten Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Jeder Ingenieur, der etwas zu dem Thema zu sagen hatte, sagte, der Erkenntnisgewinn liege bei Null bei diesen Temperaturen. Um den Teams etwas entgegen zu kommen, wurde die Mittagspause durchgefahren. Der erste Aufreger an Tag 2 war ein Ausrutscher von Kevin Magnussen, der einen Einschlag so gerade eben verhindern konnte. Auch Leclerc erwischte es in der gleichen Kurve - im Gegensatz zu Magnussen blieb er aber im Kies stecken. Sebastian Vettel saß das erste mal in diesem Jahr am Steuer des neuen Ferrari und sorgte wie Leclerc ebenfalls für eine Unterbrechung. Er drehte sich in Kurve 2, konnte aber direkt weiterfahren. Bei McLaren, heute mit Stoffel Vandoorne, gab es Probleme mit dem Auspuff. Nachdem man auf einigen Bildern eine verkokelte Motorhaube entdecken konnte, verschwand der orange Renner bis zum Sessionende in der Garage.

Richtig ins Rollen kam der zweite Testtag nur um die Mittagsstunden herum, da dort die Temperaturen noch am ehesten Aufschlüsse zuließen. Vettel drehte die schnellste Runde auf weichen Reifen. Im Vergleich zur Testbestzeit aus dem Vorjahr fehlt noch eine Sekunde. Doch auch wenn aus den Zeiten wenig herauszulesen ist, scheint Ferrari im Winter einen guten Job gemacht zu haben. Auch Renault und Red Bulll sehen bisher gut aus. Sauber und Haas hinken noch hinterher, jedoch baut man bei Sauber auf viele neue Teile, die in der zweiten Woche ans Auto geschraubt werden sollen. Force India kam heute schon mit Neuerungen raus. Der Halo wurde bei den Pink Panthern in drei Teile gestaffelt, so detailliert hat man das bisher noch bei keinem Team gesehen. Bei Williams gab es eine Hiobsbotschaft: Mit Martini steigt der Hauptsponsor am Ende des Jahres aus. Für das finanziell gebeutelte Team ist das ein herber Rückschlag. Da half es den Fans auch nicht, dass Robert Kubica am Nachmittag ins Auto stieg.

Für Morgen ist Schnee angesagt. Sollte dies so kommen, fällt der Testtag natürlich ins Wasser. Deshalb stellte McLaren eine Anfrage, ob man den Testtag nicht vielleicht verschieben sollte. Um das zu tun, müssen aber alle Teams zustimmen. Von einem Team gab es auf McLarens Anfrage ein schlichtes "No". Auch wenn nicht gesagt wurde, von wem diese knappe Antwort kam, wir können es uns alle denken. Kleiner Tipp: Das Team kommt aus Italien.

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:19,673 (98 Rnd.)

02. V.Bottas (Mercedes) - 1:19,976 (94 Rnd.)

03. S.Vandoorne (McLaren) - 1:20,325 (37 Rnd.)

04. M.Verstappen (Red Bull) - 1:20,326 (67 Rnd.)

05. C.Sainz jr. (Renault) - 1:21,212 (65 Rnd.)

06. P.Gasly (Toro Rosso) - 1:21,318 (82 Rnd.)

07. R.Kubica (Williams) - 1:21,495 (48 Rnd.)

08. S.Sirotkin (Williams) - 1:21,822 (52 Rnd.)

09. E.Ocon (Force India) - 1:21,841 (79 Rnd.)

10. C.Leclerc (Sauber) - 1:22,721 (81 Rnd.)

11. K.Magnussen (Haas) - 1:22,727 (36 Rnd.)

 

Tag 1/8 - Nachmittag:

Nachdem am Vormittag überraschend viele Runden gedreht wurden, hemmte am Nachmittag der Wettergott das Kilometer-Sammeln. Im Laufe der Session nahm der Regen immer mehr zu, so dass die Teams ihre Fahrer sicherheitshalber in der Box behielten. Insgesamt tauschten drei Teams ihre Fahrer zum Nachmittag aus: Carlos Sainz setzte sich in den Renault, Sergej Sirotkin in den Williams und Weltmeister Lewis Hamilton griff im Mercedes ein. Gar nicht draußen war am Nachmittag Nikita Mazepin im Force India. In den Schlussminuten des Vormittags bekam man Probleme mit überhitzenden Bremsen, die man bis zum Ende des Tages wohl nicht mehr in den Griff bekam. An den Zeiten änderte sich wenig, lediglich Fernando Alonso schob sich nach vorne, was nach dem Abflug am Vormittag aber auch sehr einfach umzusetzen war. Ob Morgen mehr Runden gedreht werden, ist jedoch fraglich. Laut Wetterprognosen soll es den ganzen Tag lang Schneeregen geben. Für Vettel, Verstappen, Magnussen, Leclerc, Vandoorne, Ocon, und Gasly sind das keine guten Nachrichten. Sie sollen morgen das erste mal ins Auto steigen. Rundenkönig am ersten Tag und auch Fahrer mit der schnellsten Runde war Daniel Ricciardo im Red Bull.

01. D. Ricciardo (Red Bull) - 1:20,179 (105 Rnd.)

02. V.Bottas (Mercedes) - 1:20,349 (58 Rnd.)

03. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20,506 (80 Rnd.)

04. N.Hülkenberg (Renault) - 1:20,547 (73 Rnd.)

05. C.Sainz jr. (Renault) - 1:22,168 (26 Rnd.)

06. L.Hamilton (Mercedes) - 1:22,327 (25 Rnd.)

07. F.Alonso (McLaren) - 1:22,354 (51 Rnd.)

08. B.Hartley (Toro Rosso) - 1:22,371 (93 Rnd.)

09. L.Stroll (Williams) - 1:22,452 (46 Rnd.)

10. R.Grosjean (Haas) - 1:22,578 (55 Rnd.)

11. M.Ericsson (Sauber) - 1:23,408 (63 Rnd.)

12. N.Mazepin (Force India) - 1:25,628 (22 Rnd.)

13. S.Sirotkin (Williams) - 1:44,148 (28 Rnd.)

 

Tag 1/8 - Vormittag:

Noch vor Sessionbeginn gab es die letzte Fahrzeugenthüllung: Force India zeigte seinen Renner für 2018. Dessen Lackierung weist in diesem Jahr deutlich mehr weiß auf. Neue Teile bekamen die Fans auch schon am ersten Tag zu sehen. Der Williams unterschied sich im Gegensatz zur Präsentation durch einen lang-geschwungenen Flügel vor den Bargeboards. Auch die Strecke bekam ein Update - um für Motorrad-Rennen besser geeignet zu sein, hat man hier eine weichere Asphaltdecke aufgetragen. Die Formel 1-Autos macht das deutlich schneller, für uns wird es dadurch aber auch deutlich schwieriger die Leistungen mit denen des Vorjahres zu vergleichen.

Als erstes ging der Toro Rosso von Brendon Hartley auf die Bahn. Im Heck der Honda-Motor, der die letzten Jahre so viele Probleme bereitete. Mit 72 Runden am Vormittag lag man dann aber überraschend nur eine hinter dem Spitzenreiter Hülkenberg im neuen Renault. McLaren, die sich vom Wechsel zu Renault eine bessere Standfestigkeit versprachen, mussten dann aber nach nur 6 Runden den ersten Rückschlag einstecken. Alonso verlor eingangs Start/Ziel zuerst eine Radmutter und dazu das zugehörige Rad und verabschiedete sich ins Kiesbett. Hier könnt ihr euch den Abflug nochmal anschauen. Vor der Mittagspause blieb dem McLaren nach diesem Abflug nur noch Zeit für vier weitere Runden. Für eine weitere Unterbrechung sorgte Nikita Mazepin im Force India. Er drehte sich nach einem Fahrfehler ins Kiesbett von Kurve 4, konnte aber nach kurzer Pause weitermachen. Bis auf diese beiden Ausrutscher machten die neuen Autos allesamt einen stabilen Eindruck. Im Vergleich zum Vorjahr legte man mit 474 Runden über 100 Umläufe mehr zurück. An der Spitze des Zeitentableus versammelten sich vier Teams. Ganz vorne Red Bull mit Daniel Ricciardo, knapp dahinter Mercedes (Bottas), Ferrari (Räikkönen) und Renault (Hülkenberg). Die Zeiten sind aber noch zu vernachlässigen - zum Vergleich die Testbestzeit von 2017 lag bei 1:18,6. Trotzdem zum Abschluss das Zeiten- und Rundenklassement zur Mittagsstunde von Testtag 1:

01. D. Ricciardo (Red Bull) - 1:20,179 (60 Rnd.)

02. V.Bottas (Mercedes) - 1:20,349 (58 Rnd.)

03. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20,506 (60 Rnd.)

04. N.Hülkenberg (Renault) - 1:20,547 (73 Rnd.)

05. B.Hartley (Toro Rosso) - 1:22,371 (72 Rnd.)

06. L.Stroll (Williams) - 1:22,452 (46 Rnd.)

07. R.Grosjean (Haas) - 1:23,092 (32 Rnd.)

08. F.Alonso (McLaren) - 1:24,202 (10 Rnd.)

09. M.Ericsson (Sauber) - 1:24,897 (41 Rnd.)

10. N.Mazepin (Force India) - 1:25,628 (22 Rnd.)


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