Driver Ranking: Mexiko

Das QMotors-Driver Ranking geht in die neue Saison. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Der diesjährige Mexiko-Grand Prix brachte in der Rangfolge der Teams einige Überraschungen mit sich. So war schon am Freitag klar, dass der Sieg nur über Red Bull gehen würde. Obwohl Verstappen das Wochenende bis dahin dominierte, war es dann letztlich doch Daniel Ricciardo, der sich die Pole Position im Qualifying sicherte. Dahinter lauerten Mercedes und Ferrari. Im Mittelfeld kam das Haas-Team unter die Räder. Magnussen und Grosjean landeten sogar hinter den Williams. Am Ende sicherte sich Max Verstappen aber einen souveränen Sieg vor beiden Ferraris, nachdem Daniel Ricciardo das Rennen kurz vor Schluss beenden musste. Die beiden Mercedes waren im Kampf um das Podium chancenlos. Dennoch reichte es zum vorzeitigen Titelgewinn für Lewis Hamilton, womit nun auch die letzten nervigen Diskussionen um den Titelgewinn beendet sein sollten.

01. Max Verstappen - An Verstappen führte in Mexiko kein Weg vorbei. Die Pole verlor er denkbar knapp und machte dafür technische Probleme verantwortlich. Schaut man sich die Pace Verstappens in den anderen Sessions an, ist diese Begründung durchaus glaubhaft. Im Rennen holte er sich die Führung schon am Start zurück und gab sie danach nicht mehr her. Ein makelloses Wochenende für den Niederländer.

02. Nico Hülkenberg - Schon in den USA war Renault zurück zu alter Stärke. In Mexiko wurde Hülkenberg wieder Rennsieger im Mittelfeld-Kampf. Im Quali drei Zehntel vor dem Teamkollegen, im Rennen problemlos auf Platz 6, obwohl er auf den rennuntauglichen Hypersofts startete.

03. Stoffel Vandoorne - Ja, Vandoorne wurde wieder von Alonso im Qualifying geschlagen. Ja, Vandoorne lag zum Rennbeginn deutlich hinter Alonso. Aber: Für einen Fahrer, der sein Cockpit für die kommende Saison schon sicher verloren hat, der mal als absolutes Toptalent galt und dann Rennen für Rennen vom Teamkollegen geschlagen wurde, war diese Rennleistung beeindruckend. Unauffällig unterwegs lag Vandoorne auf einmal in den Top10. Anstatt nochmal zu stoppen, brachte er seine Reifen über die Runden und wurde mit einem mehr als verdienten achten Platz belohnt.

04. Sebastian Vettel - Vettels Quali war mit Platz 4 ok. Beim Rennstart hielt er  sich zurück, verteidigte seinen Platz gegen Bottas dann aber mit der notwendigen Härte. Im Umgang mit den Reifen machte Vettel dann einen guten Job, blieb im ersten Stint lange draußen und hing kurz vor Schluss hinter Ricciardo im Kampf um Platz 2. Durch dessen Ausfall wurde ihm der zweite Platz dann geschenkt. Dass Vettel nach dem Rennen dermaßen über den endgültigen Titelverlust enttäuscht war, ist irritierend, fließt aber nicht in diese Wertung ein.

05. Sergio Perez - Force India fuhr eine sehr interessante Qualifying-Strategie. Weil man auf die Hypersofts verzichten wollte, verpasste man fast schon freiwillig den Einzug in Q3. Auf Supersofts gestartet, arbeitete sich Perez dann durchs Feld. Perez zeigte dabei einige sehenswerte Überholmanöver und wäre wohl knapp vor oder hinter Hülkenberg gelandet, schied aber mit einem Bremsdefekt aus.

06. Charles Leclerc - Über Leclerc kann man fast das gleiche schreiben wie über Hülkenberg. Drei Zehntel vor dem Teamkollegen in der Qualifikation, und anschließend ein gutes und fehlerfreies Rennen. Nur landete Leclerc in beiden Fällen hinter Hülkenberg. Besonders im Rennen war Leclercs Abstand nach hinten knapper als beim Renault-Fahrer. Dennoch hatte Leclerc seinen Teamkollegen im Griff und fuhr mit Platz 7 ein starkes Ergebnis ein.

07. Daniel Ricciardo - Ricciardo stand bis aufs Q3 im Schatten von Verstappen. Dort holte er eine sehr starke Runde raus und sicherte sich die Pole. Am Start verlor er diesen Platz aber direkt wieder und war dann recht weit hinter Verstappen. Der Ausfall tat nicht nur seinen Fans weh, den ein Podium wäre Balsam auf die Wunden des Australiers gewesen. Dennoch muss man festhalten: In Mexiko war er deutlich schwächer als Verstappen.

08. Kimi Räikkönen - Räikkönen fuhr unauffällig. Die Qualifikation war schwach, mit Platz 6 holte er aber zumindest das Pflichtergebnis. Am Start hielt er sich sehr zurück, wurde dadurch sogar von beiden Renaults passiert. Ab da machte Räikkönen seinen Job aber sehr gut. Er pflegte seine Reifen so sehr, dass er mit einem Boxenstopp durchkam. Und das war der entscheidende Schlüssel für den dritten Rang im Rennen.

09. Pierre Gasly - Gaslys Quali können wir kaum bewerten, da er aufgrund seiner Strafe in Q2 gar keine Zeit setzte. Im Rennen lag er lange hinter Teamkollege Hartley, weshalb eigentlich der Neuseeländer Favorit auf diesen Platz im Ranking war. Hartley verpatzte das Rennen dann aber mit einer Kollision mit Ocon und so war es Gasly, der sich den letzten Punktplatz holte. Gasly war zwar nicht sonderlich schnell, aber fehlerfrei - und das wurde nicht nur im Rennergebnis belohnt, sondern wird auch hier belohnt.

10. Marcus Ericsson - Ericsson wurde sowohl im Qualifying als auch im Rennen von Leclerc geschlagen, jedoch war der Abstand deutlich geringer als gewohnt. Ericsson hielt sich aus allen Schwierigkeiten heraus und holte so verdientermaßen zwei Punkte. Auch hier bekommt er für diese Leistung noch einen Punkt.

 

Gesamtwertung:

01. L.Hamilton - 222 Pkt.

02. M.Verstappen - 215 Pkt.

03. S.Vettel - 153 Pkt.

04. N.Hülkenberg - 151 Pkt.

05. C.Leclerc - 127 Pkt.

06. K.Räikkönen - 124 Pkt.

07. V.Bottas - 119 Pkt.

08. D.Ricciardo - 115 Pkt.

09. E.Ocon - 113 Pkt.

10. F.Alonso - 108 Pkt.

11. K.Magnussen - 89 Pkt.

12. R.Grosjean - 76 Pkt.

13. S.Perez - 74 Pkt.

14. P.Gasly - 73 Pkt.

15. C.Sainz jr. - 71 Pkt.

16. M.Ericsson - 26 Pkt.

17. L.Stroll - 25 Pkt.

18. S.Vandoorne - 19 Pkt.

19. B.Hartley - 13 Pkt.

20. S.Sirotkin - 9 Pkt.


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