Hendrik Buhrs im Interview

Sieben Jahre lang war Hendrik Buhrs Redakteur bei Radio Q und machte dort nach eigenen Angaben "Alles, was der Laden zu bieten hatte". Heute ist er Redakteur beim WDR und Vorsitzender des Radio Q-Fördervereins. Anlässlich des 18. Geburstags des Senders haben wir mit ihm über seine Zeit beim Campusradio gesprochen.

Radio Q: Hendrik, du warst lange bei Radio Q, von 2001 bis 2008, und bist durch deine Arbeit im Förderverein dem Sender auch noch stark verbunden. Du hast gerade schon gesagt, das du vieles noch von damals erkennst. Was ist im Zusammenhang mit unserem Sender deine prägenste Erinnerung?

Hendrik Buhrs: Das Reintragen der CDs wahrscheinlich. Das Mischpult vor dem wir jezt sitzen ist im Laufe der Jahre irgendwann angeschafft worden und  kann ja auch digitale Musik abspielen. Aber früher ging das nicht. Da hatten wir zwei CD Player und die waren unser Ein und Alles. Zwei brauchten wir deshalb, weil wir ja auch ab und zu mal zwei Songs hintereinander abspielen. Und dann trugst du hier morgens für 3 Stunden Sendung einen riesigen Stapel mit Maxi-CDs und Alben rein und das konnte es auch sein, dass Mal eine Kratzer hatte und hakte. Das war tatsächlich eine technische Herausforderung, hat aber auch Spaß gemacht.

Radio Q: Wenn du heute und damals vergleichen müsstest, würdest du heute nochmal zu Q gehen?

Hendrik Buhrs: Definitiv. Da hätte ich auf jeden Fall Bock drauf. Ich hab jetzt auch gerade gedacht, das ist jetzt heute so eine Situation in der ich mir mega alt vorkomme. Das hat man mit 30 eigentlich nicht so oft aber hier denke ich oftmals „Wow!“ wie schnell die Zeit vergeht. Wir haben damals erste Dinge noch mit D-Mark bezahlt. Da hat sich bis heute schon einiges getan.

Radio Q: Es ist ja üblich, dass man Geburtstagskindern Komplimente macht. Was würdest du unserem Radio Q zur Volljährigkeit sagen wollen?

Hendrik Buhrs: „Du hast dich ziemlich gut gehalten“ Es ist ja immer so eine abgedroschene Phrase, dass man Leuten sagt, sie seien authentisch gewesen aber hier stimmt das total. Ich sitze hier als Gast auf einem Sessel, den wir irgendwann mal für ein paar Euro vom Sperrmüll oder von Ebay bekommen haben und das ist einfach urig und passt total. Und daher kann ich nur sagen „Herzlichen Glückwunsch Radio Q. Die 18 merkt man die einerseit im positiven Sinne an aber eigentlich ist alles noch wie damals.“.

Radio Q: Du bist ja auch bei der Podiumsdiskussion zum Einstieg in den Journalismus dabei. Ein kleiner Vorgeschmack schon mal: Was wirst du sagen, wenn man dich fragt "war das eigentlich schwer für dich von hier bis zu WDR"?

Hendrik Buhrs: Das waren schon ein paar Stationen zwischen Campusradio und dem WDR. Aber grundsätzlich war der Einstieg in den bezahlten Journalismus sehr einfach. Ich hab super schnell das erste Praktikum beim Lokalradio bekommen und auch das Volontariat hat bei mir sehr schnell geklappt. Ich habe zwei Bewerbungen geschrieben, auf die ich eine Absage bekommen habe und bei der Dritten habe ich schon eine Zusage bekommen. Damals war die Campusradioszene noch nicht so bekannt, heute das ganze eine längere Tradition aber das was man hier gelernt hat, kann man nirgendwo sonst lernen. Und da sind die Radio Q Redakteure sehr weit und gegenüber anderen im Vorteil. 

Radio Q: Danke Hendrik, wir sehen uns dann gleich noch auf der Podiumsdiskussion

 

Das gesamte Interview und eine Extra-Fragerunde könnt ihr im Mitschnitt nachhören.

 


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