Tag der UNICEF Organisation

Das Kinderhilfswerk UNICEF wurde am 11. Dezember 1946 gegründet und feiert daher heute sein 71-jähriges Bestehen. Jeder hat sicherlich den Namen UNICEF schon einmal gehört, doch was genau steckt hinter dem Begrif "Kinderhilfswerk" und wofür setzt sich diese Organisation speziell ein? 

Entstehung
UNICEF ist eines der Organe der Vereinten Nationen und wurde am 11. Dezember 1946 gegründet. Der Name steht offiziell für United Nations International Children’s Emergency Fund, was bedeutet, dass sich diese Organisation für Kinder in allen Ländern der Welt stark macht. Dabei steht bis heute die Entwicklungspolitik im Vordergrund. Seinen Ursprung fand UNICEF Ende des zweiten Weltkrieges, zu dem Zeitpunkt stand die Bereitstellung von Notfallnahrung für Kinder im Fokus des Kinderhilfswerks. Dieses Leitbild kann man ebenso auf die heutige Arbeit übertragen, da es weiterhin viele Länder gibt, wo Krieg herrscht und die Kinder in Armut leben. Der Fokus liegt aus diesem Grund auf den Entwicklungsländern, die noch weit entfernt von europäischen Standards sind. Hauptsächlich engagiert sich UNICEF in den Bereichen Gesundheit, Hygiene, Ernährung und Bildung. Außerdem kämpfen sie mithilfe von politischem Lobbyismus für die Durchsetzung der Kinderrechte, insbesondere gegen Kinderarbeit und den Einsatz von Kindersoldaten in Kriegsgebieten.

Die Organisation
Sieht man in den Straßen oder bei öffentlichen Veranstaltungen Stände der UNICEF Organisation, versuchen die deutschlandweiten 8.000 Mitarbeiter in zirka 200 verschiedenen Untergruppen hauptsächlich, neben der Information über die aktuellen Projekte, Spenden zu sammeln. UNICEF ist auf Spendenaktionen angewiesen, um die Projekte in den rund 150 Ländern zu verwirklichen. Meist kooperiert das Kinderhilfswerk mit öffentlichen Veranstaltungen, da dort das meiste Geld eingenommen werden kann.  Die Mitarbeiter, die sich für die Organisation einsetzen, arbeiten größtenteils ehrenamtlich. Berühmte Botschafter sind beispielsweise die TV-Moderatorin Sabine Christiansen, der Fußball-Nationalspieler Mats Hummels, der Basketballer Dirk Nowitzki oder Topmodel Eva Padberg. Schirmherrin der deutschen UNICEF-Organisation ist die Ehefrau des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender.

Aktuelle Projekte (international)
Da sich UNICEF weltweit in 150 Ländern für gerechte Standards und die Einhaltung der Kinderrechte engagiert, gibt es sehr viele Projekte, die gleichzeitig durchgesetzt werden. Sie halfen beispielsweise Kindern nach dem Ebola-Ausbruch 2014 in mehreren afrikanischen Ländern, sich integrieren zu können. Viele Kinder hatten zu diesem Zeitpunkt mindestens ein Elternteil durch die Krankheit verloren und waren auf Hilfe angewiesen. Dabei sind Kommunikationsmöglichkeiten und Auklärung en wichtiger Bestandteil der Mitarbeiter von UNICEF in diesen Ländern. 
Weitere Projekte sind professionelle Geburtsthilfe in Afghanistan, die Integration von Flüchtlingskindern aus dem Irak oder auch Bildungsmöglichkeiten für Roma-Kinder aus dem Kosovo. Generell kann man sagen, dass es Projekte auf der ganzen Welt und auf jedem Kontinent gibt, die alle das Ziel haben, das Leben von Kindern zu vereinfachen und deutlich zu verbessern.  

UNICEF an der Uni Münster
Das Kinderhilfswerk ist mit Hilfe der Hochschulgruppe der Uni Münster vertreten. Zehn Studierende aus verschiedenen Studiengängen informieren und organisieren Veranstaltungen, um Spenden entgegennehmen zu können. Roxy Krukow, Social Media Beauftragte der Hochschulgruppe erklärt die Arbeit für UNICEF folgendermaßen: "Vor Weihnachten ist beispielsweise unsere letzte Aktion in diesem Jahr geplant. Da kooperieren wir mit dem Theater Münster und informieren mit einem Stand bei der Weihnachtsvorstellung des Märchens Hänsel und Gretel am 17. Dezember."  Außerdem fand vor einigen Wochen eine Winterparty statt, bei der bisher die meisten Spenden eingenommen werden konnten. 
Die Gruppe trifft sich in der Regel an zwei Donnerstagen im Monat um 20.30 Uhr in der Marientalstraße 9 in Münster. Dort werden dann die nächsten Veranstaltungen geplant oder auch die Informationsstände organisiert. Jeder, der gerne mitmachen möchte, kann sich per Facebook-Nachricht oder E-Mail an die Hochschulgruppe wenden und bekommt dann den nächsten Termin gesagt.


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