Open Access-Woche an der ULB Münster

Hausarbeiten können frustieren, besonders, wenn die Literatur nicht gut zugänglich ist. Doch es geht auch anders: Mit Open Access.

By art designer at PLoS, [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

Ein Großteil des Studiums spielt sich in Bibliotheken ab. Zum einen sind sie ein guter Stillarbeitsort doch vor allem finden sich viele wissenschaftliche Papiere und Schriften nur dort. Wir alle kennen diesen Moment, beim Schreiben von Hausarbeiten: Plötzlich leutet ein roter Balken auf "Bitte bezahlen". Ist der Zugriff auf Forschungsergebnisse blockiert, wirkt sich das auch auf die Hausarbeiten aus.

Doch das muss nicht so sein, denn es gibt ein Programm, dass den Zugriff auf wissenschaftliche Arbeiten erleichtern soll. Es heißt Open Access und wurde uns von Dr. Viola Voß von der ULB Münster erklärt. Sie sagt: "Ganz kurz zusammgefasst bedeutet Open Acces den freien, kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information."

Statt also bei einem klassischen Verlag zu veröffentlichen, bei dem Studierende oder die ULB Lizenzbegühren zum Lesen zahlen müssen, können die Verfasser ihre Dokumente auch kostenfrei für den Nutzer zur Verfügung stellen. 

Der Uni-eigene Server MIAMI

Wer auf einen wissenschaftlichen Artikel einer Open Access Publikation der Uni Münster zugreifen will, kann das auf MIAMI machen. Das ist der Server der Uni Münster, auf dem Autoren ihre Publikationen veröffentlichen können. "Der Server ist tatsächlich nur für Publikationen von der Uni Münster. Es gibt mittlerweile an jeder Hochschule so einen Server, es gibt aber auch andere. Zum Beispiel Server, die sich an einem bestimmten Fach orientieren", sagt Viola Voß

Sobald eine Literatur unter Open Access markiert ist, müssen sich die Studierenden keine Sorgen über ihre Qualität machen. Open Access ist schließlich nur ein anderer Verbreitungsweg. Die Quellen sind genauso seriös wie andere. "Bei Open Access-Zeitschriften ist es zum Beispiel so, dass das so genannte Peer-Review Verfahren, also ein Begutachtungsverfahren für Artikel für Open Access Artikel genauso duchgeführt wie bei allen anderen auch", erklärt Viola Voß. Sie sagt: "Das Ergebnis genauso gut oder auch genauso schlecht wie bei normalen Veröffentlichungen."

Open Access-Woche in eurer Bibliothek

Passend dazu ist diese Woche die Open-Access-Woche in der ULB Münster. Die findet einmal im Jahr statt und dann dreht sich eine Woche lang alles dort um frei zugängliche Publikationen, erläutert Viola Voß. "Die erste Aufgabe dieser Open Access-Woche ist es in der Tat sich das Thema immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, diesen Begriff Open Access möglichst weit zu streuen. Für uns als Bibliothek ist dieser mittlerweise sehr feste Termin aber auch immer eine schöne Möglichkeit nochmal zu überlegen: Was bieten wir alles schon an und was können wir noch machen?"

In diesem Jahr ist das Thema "Reproduzierbare Forschung" großes Thema, das heißt also, dass nicht nur die Forschungsergebnisse, sondern auf Forschungsdaten veröffentlicht werden. Wer mehr über die Open Access-Week erfahren will, kann sich in ULB zu dem Thema informieren.

 


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