White Lies - Five

Rezensiert von Moritz Meyer

Gib mir 5! Jedem ist diese internationale Geste bekannt, bei der zwei Personen sich gegenseitig abklatschen und sich so gemeinsam freuen oder sich Respekt zollen. Noch nie scheint eine Geste aber so gut auch zu einem Album gepasst zu haben, wie zu dem aktuellen Album von White Lies mit dem schönen Titel “Five”.
Bereits in der Grundschule spielten Charles Cave (Bassist und Backgroundgesang) und Jack Lawrence-Brown (Schlagzeug) das erste mal zusammen, ehe zwei Jahre später der Harry McVeigh (Gesang und Gitarre) zu der Band hinzu stieß. Hießen die drei Jungs zu diesen Zeiten noch Fear Of Flying, so folgte recht schnell die Umbenennung in White Lies und damit der Grundstein für internationalen Erfolg.
Vor 10 Jahren, im Jahr 2009, traten White Lies mit ihrem Debutalbum “To Lose My Life…” auf die große musikalische Bühne und jetzt sind sie, eine Dekade später, bei ihrem Album Nummer fünf angekommen.

Auch auf Five begeistern White Lies wieder mit ihrem klassischen Mix aus Post-Punk und New Wave. Bester Beweis dafür ist gleich schon der Album Opener. So wartet direkt ein epischer siebeneinhalb Minuten Track. Der passend zur Länge auch gleich “Time To Give” heißt. So wirkt es direkt am Anfang so, als ob sich White Lies dazu einlädt uns die Zeit zu nehmen um ihrem wunderbaren Album zu lauschen. Gerade durch die Länge gelingt es wunderbar, dass man sich nach und nach in dem Groove verliert, die Außenwelt vergisst und einfach nur genießt.
In diesem einzigartigen musikalischen Flow stechen vor allem die warmen Synthesizer und die markanten Basslines hervor. Und in diesem Stil zieht sich das Album dann auch weiter mit der Single Never Alone. Auch dieser Track startet wieder mit einer markanten Bassline die sich gemeinsam mit dem Schlagzeug durch die Strophe zieht, ehe dem Refrain dann durch die geschickten Synthesizer dem Song wieder dieser typische White Lies Glanzeffekt verliehen wird.
Ein weiteres Highlight auf dem Album bildet der sehr eingängige Song Tokyo. Eigentlich bleibt der Song schon beim ersten Hören im Ohr und verleitet einen zumindest leise mit zu summen. Thematisch behandelt der Song das Thema, dass die Liebe überall auf der Welt gleich ist, egal ob in Tokio, New York, Lyon oder sogar auf dem Jupiter. Und diese Message wird in einen leicht poppigen aber auch gleichzeitig leicht düsteren New Wave Sound verwandelt, wie wir es von White Lies kennen und lieben.

White Lies bleiben insgesamt auch auf ihrem fünften Album ihrem Stil treu und geben ihren Fans was sie wollen und das ist der tolle Mix aus Post Punk und New Wave mit den glanzvollen Synthies und der markanten düsteren Stimme des Sängers, der die Band auch schon für ein Konzert ins Wembley Stadion gebracht. Passend zu dem Album Titel, können wir White Lies nur ein High Five geben, für die tollen 10 Jahre in denen sie uns schon mit großartiger Musik versorgt haben, die jetzt mal wieder einem tollen Album gipfeln.


Label: 
[PIAS)
VÖ: 
01.02.2019
Herkunft: 
London