FFF-Münster stellt Forderungen an die Stadt

Die münsterische "Fridays for Future"-Bewegung hat erstmals konkrete Anliegen an die Stadtpolitik formuliert. Im Hörsaalgebäude an der Johannisstraße stellten Sophia Kegler, Steffen Lambrecht und Nando Spicker die insgesamt sieben Forderungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr und Energie vor.Unterstützt wurden sie dabei von den "Scientists for Future".

"Das höchste Anliegen ist die Klimaneutralität bis 2030", eklärt Mathias gößling, Werbetexter aus Münster und Unterstützer von FFF. Er stellt die weiteren Energie-Forderungen vor: "Jedes Jahr soll zusätzlich zehn Prozent des Energie-Potenzials aus erneuerbaren Quellen geschöpft werden. Außerdem sollen jährlich fünf Prozent der Altgebäude energetisch saniert werden." Dabei soll aber auch Rücksicht auf die Mieter genommen werden, um diese nicht zu sehr finanziell zu belasten. Steffen Lambrecht fordert für den Verkehr eine autofreie Innenstadt: "Bis 2023 wollen wir innerhalb der Promenade keine Autos und dafür mehr Busse, nöchstes Jahr fordern wir eine  City-Maut. Langfristig soll der gesamte Ring autofrei werden." Außerdem will er ein Metrobus-System mit Elektrobussen, die im 5-Minuten-Takt Innen- und Außenbezirke verbinden, sowei eine Preisredzierung der Fahrkarten. Zusätzlich soll Münster die Wende zur Fahrradstadt vollziehen: "Der Ruf, Münster sei eine Fahrradstadt, ist nur zu Teilen gerechtfertigt. Wir wollen ausgebaute Fahrradwege, angepasste Ampeln und mehr Stellplätze." In der Landwirtschaft fordert FFF-Münster die jährliche Pflanzung von einem Baum pro Einwohner.

Für Nando Spicker hat Münster die idealen Voraussetzungen, um das Klima mehr zu schützen: "Wir haben wenig Industrie, stattdessen viel Ökostrom und fahren jetzt schon oft Fahrrad." In den Veränderungen sieht er langfristige Vorteile: " Es gäbe bessere Luft, mehr Arbeitsplätze, die generelle Lebensqualität würde steigen." Die Stadt müsse jetzt beweisen, dass sie das Klima retten will. "Es ist Zeit, dass sich die Stadtpolitik eindeutig positioniert", weiß auch Jürgen Blümer von den "Scientists for Future". Wann genau die Forderungen an den Stadtrat und den Bürgermeister weitergeleitet werden, ist noch nicht bekannt.


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