#superwahlMS - Die Uni wählt!

Vom 19. bis 23. Juni 2017 stehen wegen der Zusammenlegung der Wahlen diesmal gleich 6 Wahlen an. Neu gewählt wird das 60. Studierendenparlament (kurz: StuPa), die Fachschaftsvertretungen (kurz: FSV), die Ausländische Studierendenvertretung (kurz: ASV), der Fachbereichsrat (kurz: FBR), die Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte und der Senat.

Kein #stupams17 wie in den letzten Jahren!? Nein, #superwahlMS. Diskutiert mit! Auf Twitter, Instagram und Facebook!

So wird gewählt:

  • Was brauche ich?

    Zur Wahl braucht ihr euren Personalausweis oder Reisepass und eure Matrikelnummer.

  • Wann kann ich wählen?

    Die Urnen sind in zahlreichen Uni-Gebäuden und Mensen von Montag (19.06.) bis Donnerstag (22.6.) von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag (23.6.) schließen die Urnen bereits um 16 Uhr.

    Der AStA hat euch die Urnenstandorte auf Google markiert:

  • Wer darf wählen?

    Wahlberechtigt sind alle Studierende, die zum Stichtag Ende Mai als ordentliche Studierende der Uni Münster eingeschrieben sind. Zweithörer/-innen und Gasthörer/-innen dürfen nicht wählen. Wer nicht im Wahlberechtigtenverzeichnis steht, darf auch nicht wählen. Einsprüche dagegen waren nur bis zum 1. Juni möglich.

  • 6 Gründe wählen zu gehen

    Bei der letzten StuPa-Wahl haben gerade mal 17% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der letzten Senatswahl sogar nur 4%.

    Es gibt aber gute Gründe zu wählen. Hier sind 6 Gründe:

    1. Wer sich nicht wählt, darf sich nicht beschweren. Darüber, dass es eine vegane Mensa, dass es zu wenig Auswahl in der veganen Mensa gibt, über Veganer/-innen im Allgemeinen oder einfach, dass sein Semesterbeitrag für Dinge verwendet wird, die man nicht unterstützt.

      P.S.: Das Haushaltsvolumen der Studierendenschaft beträgt ca. 13 Millionen Euro.

    2. Hochschulpolitische Selbstverwaltung ist wichtig! Das StuPa als Stimme der Studierendenschaft, ermöglicht auf einfachen Wegen die Ziele (z.B. NRW- und Kultursemesterticket) der Studierenden zu erreichen – besser als jede radikale Maßnahme, die oft im Winde verweht.
    3. Ja, Nicht-Wählen ist auch eine Statement. Aber einfach nicht wählen zu gehen, weil man „keinen Bock“ oder „keine Ahnung“ hat, zählt eigentlich nicht. Das Studierendenparlament ist sozusagen die kleinste politische Einheit und wir sollten dieses Stimmrecht immer nutzen. Zeigt Verantwortung und geht wählen. Es hört sich platter an als es ist: Jede Stimme zählt!
    4. Die Uni Münster hatte immer eine höhere Wahlbeteiligung als andere große Universitäten. Yeah!
    5. Die studentischen Vertreter/-innen in Hochschulgremien wie dem Fachbereichrat oder dem Senat sind unterrepräsentiert. Die Gruppe der Hochschullehrenden hat in den meisten Gremien immer mehr ordentliche Vertreter als die Gruppe der Studierenden und dadurch mehr Gewicht bei Abstimmungen. Eine höhere Repräsentativität gibt den Vertreter/-innen in den Gremien mehr Gewicht in Beratungen.
    6. Wenn ihr Hochschulpolitik „zu schwierig“ findet oder „keine Ahnung habt“ findet, dann ist das auch kein Grund. Radio Q hilft!

Am Ende der Wahlwoche werden dann die Stimmen ausgezählt und das Ergebnis könnt ihr bei uns in der Langen Wahlnacht verfolgen.

Was wird gewählt

  • Das StuPa

    Das Studierendenparlament (StuPa) und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) sind die höchsten Gremien der „studentischen Selbstverwaltung“. Zunächst wählen die Studierenden die sogenannten Listen, die je nach Stimmenproporz, Sitze im Studierendenparlament erlangen. Die Liste mit den meisten Stimmen stellt den AStA. Meistens haben die Listen aber keine absolute Mehrheit und sind auf Koalitionen angewiesen. Das StuPa ist also die Legislative und der AStA die Exekutive.

    Vergleicht man die StuPa Wahl mit der Bundestagswahl, ist es so ähnlich. Im Bundestag stellt die Mehrheitspartei in einer Koalition die Regierung. Der AStA ist also die Studierendenregierung und vertritt die Studierenden der Uni Münster auf Hochschul- oder Landesebene politisch. Zusätzlich bietet der AStA jedoch auch Service-Angebote wie die BAföG-, Sozial- oder Rechtsberatung und den Bulli-Verleih. Durchgesetzt hat der AStA in den letzten Jahren beispielsweise  das Kultursemesterticket. Dieses bietet den Studierenden der Uni Münster freien oder stark ermäßigten Eintritt in Museen, Theater und Kinos. Außerdem setzte sich der AStA für den Fortbestand des NRW-Semestertickets zu gleichbleibenden Preisen ein.

  • Die FSV

    Fachschaften sind im Grund genommen die Studierenden eines Fachs. Wenn man jedoch im Alltag von Fachschaften spricht, meint man den Fachschaftsrat. Dieser ist Teil der studentischen Selbstverwaltung. Jedes Jahr wird mit dem Studierendenparlament auch die Fachschaftsvertretung über Listen gewählt. Je nach Fachbereich sind die Listen mehr oder weniger politisch.
    Bei Jura zum Beispiel konkurrieren vor allem die Liste des RCDS und die der Kritischen Jurist/-innen. Bei anderen Fachschaften gibt es meistens nur eine allgemeine Liste mit Leuten aus der "Fachschaft". Die gewählte Fachschaftsvertretung besteht aus 15 gewählten Studierenden. Diese wählt dann beliebig viele Menschen - egal ob sie zur Wahl der Fachschaftsvertretung angetreten sind oder nicht - in den Fachschaftsrat.
    Wie in einer parlamentarischen Demokratie, ist die Fachschaftsvertretung als Parlament und der Fachschaftsrat als Regierung zu verstehen. Der Fachschaftsrat vertritt die Interessen der Studierenden aus dem jeweiligen Fach gegenüber dem jeweiligen Institut, dem Rektorat, dem AStA und der Landesregierung. Die Fachschaftsvertretung besetzt außerdem die studentischen Plätze in den Institutsgremien, wie den Institutsvorständen und den Arbeitsgruppen des Instituts (Haushalt, Lehre etc.). Auch um die  Belange der Studierenden kümmert sich der Fachschaftsrat und bietet neben Ersti-Wochen, Veranstaltungen auch Serviceangebote an. Ein Beispiel dafür ist das Angebot des Einblicks in Altklausuren  oder Gespräche mit Studieninteressierten.

    Ob dafür dann nur der Fachschaftsrat zuständig ist oder auch interessierte und engagierte Mitglieder der Fachschaft mithelfen können, wird in den jeweilgen Fachschaften mehr oder weniger streng gehandhabt. In vielen Fachschaften sind bei den Fachschaftssitzungen nicht nur Mitglieder des Fachschaftsrats anwesend. Das heißt, dass auch die dazu gehören, die nicht gewählt sind. Dadurch kommt auch die Vermischung des Begriffs der "Fachschaft" zustande.
    Gewählt wird im Juni also zunächst die Fachschaftsvertretung, die später den Fachschaftsrat wählt.

  • Die ASV

    Auch ausländische Studierende sind Teil der studentischen Selbstverwaltung und wählen jedes Jahr parallel zu den Wahlen zum Studierendenparlament und den Fachschaftvertretungen die Ausländische Studierendenvertretung (ASV).

    Alle ausländischen Studierenden, die an der Uni Münster immatrikuliert sind, können zur Wahl gehen und in die ASV gewählt werden. Der ASV-Beirat besteht dann aus mindestens 7 bis maximal 15 Mitgliedern, die jeweils einen Vorsitz und eine Stellvertretung wählen. Diese bilden dann den ASV-Vorstand und vertreten die Interessen der ausländischen Studierenden in den Universitäts- und Institutsgremien.

  • Der Fachbereichsrat

    Der Fachbereichsrat ist zuständig für alle Belange des jeweiligen Fachbereichs. Alle Ordnungen und Pläne werden vom Fachbereichsrat erlassen oder geändert. Genaueres regelt die Fachbereichsordnung. Fachbereichsräte bestehen aus Hochschulprofessor/-innen, akademischen Mitarbeiter/-innen und studentischen Mitgliedern. Die Studierenden der Fachbereiche wählen ihre Vertreter/-innen für den Fachbereichsrat. Die Kandidierenden kommen meistens aus den Fachschaften.

    Ingesamt gliedert sich die Uni Münster in 15 Fachbereiche.

  • Der Senat

    Der Senat ist ein zentrales Organ der Uni. Seine Aufgaben werden im Hochschulgesetz geregelt. Dazu zählt die Wahl der Mitglieder des Rektorats, die Stellungnahme zu Berichten des Rektorats, Erlass und Änderung der Verfassung und Empfehlungen zu Wirtschaftsplänen, Hochschulentwicklungsplänen usw.

    Der Senat besteht aus 23 stimmberechtigten Mitgliedern, davon vier Vertreter/-innen aus der Gruppe der Studierenden. Der Senat hat unter anderem 2010 die Anwesenheitspflicht an der Uni Münster aufgehoben.

  • Vertretung der Belange der Studentischen Hilfskräfte

    Seit 2016 gibt es eine Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte (SHK's). Die Stellen wurde nach Vorgabe des Landeshochschulgesetzes geschaffen. Gewählt werden drei Vertreter/-innen, die zum Wintersemester ihre Arbeit beginnen. Die Stelle selbst wird mit 4 SHK-Stunden pro Woche vergütet.

    Die derzeitigen Vertreter/-innen sind auch bei Facebook aktiv: https://www.facebook.com/shkwwu/

Wer steht zur Wahl

Diese Listen treten zur Wahl an. Die Spitzenkandidierenden haben sich bei der Elefantenrunde am 13. Juni 2017 schon mal ins Zeug gelegt. Wie sich die einzelnen Listen positionieren, seht ihr hier in unseren Listenchecks.

  • LHG Münster

    Die FDP-nahe "Liberale Hochschulgruppe" setzt sich für Selbstbestimmung der Studierenden und ein möglichst freies Studium ein.

    Die Themen:

    Um Selbstbestimmung der Studierendenschaft zu erreichen, setzt sich die LHG dafür ein, dass die Abschaffung der Anwesenheitspflicht konsequenter umgesetzt wird. Die ULB-Öffnungszeiten sollen vor allem während der Klausurphasen verlängert werden. Die LHG fordert, dass zukünftig Studiengänge interdisziplinärer gestaltet werden. Ein flächendeckendes WLAN-Netz und Vorlesungsstreamings sollen außerdem ausgebaut werden. Die LHG möchte, dass Prüfungsanmeldungen einheitlicher und flexibler gestaltet werden. Studierende sollen sich noch bis zu 48 Stunden vor Beginn einer Prüfung abmelden können. Auch die Hochschulsportanmeldung soll laut LHG fairer werden.

    Der Spitzenkandidat:

    Spitzenkandidat der LHG ist der 22-jährige Paavlo Czwikla. Er studiert Philosophie und Ökonomik.

    Das letzte Jahr:

    Die LHG war im letzten Jahr mit 4 Mandaten im Studierendenparlament vertreten und hatte einige Erfolge zu verzeichnen: das allgemeine Rederecht für alle Studierenden und mehr Transparenz im Hochschulsport (flächendeckende Evaluationen). Der Vorschlag der LHG, die quotierte Redeliste im StuPa aufzubrechen, wurde jedoch abgelehnt.

  • DIL - Demokratische Internationale Liste

    Die Demokratische Internationale Liste (DIL) ist eine parteiunabhängige Hochschulgruppe der Uni Münster. Seit 2002 wird die DIL von Studierenden unterschiedlichster Nationalitäten und Studiengänge getragen. Die Demokratische Internationale Liste hat im Moment einen Sitz im StuPa und ist Teil der ausländischen Studierendenvertretung.

    Die Themen:

    Die DIL engagiert sich gegen Rassismus und Diskriminierung. Die DIL will Antidiskriminierungsmaßnahmen und Vielfalt fest im Alltag der Uni verankern. Außerdem fordert sie eine bessere Anerkennung von ausländischen Studienleistungen und mehr Studienplätze für Flüchtlinge. Die DIL spricht sich außerdem dafür aus, das in Mensa und Cafés mehr Bio und Fairtrade-Produkte verwendet werden. Auch sollen besondere Speisebedürfnisse, wie laktosefreie Speise oder halal stärker berücksichtigt werden. Studiengebühren lehnt die DIL grundsätzlich ab.

    Der Spitzenkandidat:

    Der Spitzenkandidat der Demokratischen Internationalen Liste ist Annas Dahodi. Er studiert Islamwissenschaft und ist neu in der Liste.

    Das letzte Jahr:

    In der letzten Wahlperiode erhielt die Demokratische Internationale Liste 4,4% der Stimmen und hatte damit einen Sitz im StuPA. Den Sitz belegte Ahrang Kim. Zusammen mit CampusGrün und den JuSos stellen sie den aktuellen AStA.

  • Die LISTE Münster
    Die Liste Die LISTE wurde 2014 von ehemaligen und aktiven Fachschaftler/-innen gegründet und hat zur Zeit vier Sitze im StuPa. Angelehnt an die Partei Die PARTEI hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, auf sehr satirische Art und Weise auf aktuelle Probleme in der Hochschulpolitik hinzuweisen und diese zu verbessern. 

    Die Themen:

    Basisdemokratische Initiative, Studium, Tierzucht und Elitenbeförderung sind zentrale Themen der Liste Die LISTE. Beispielsweise soll das Rauchen in Hörsälen erlaubt werden und das Semesterticket ausgeweitet werden. Die Regelstudienzeit soll auf ein Semester gekürzt werden und Veranstaltungen um acht Uhr und Freitags sollen grundsätzlich abgeschafft werden. In ihrem Wahlprogramm fordert sie außerdem: AStA-Ponys, eine frutarische Mensa, Regenponchos für maximale Transparenz. Neben der geforderten Transparenz setzt sich Die LISTE wie bereits im letzten Jahr für mehr Liebe an der Uni ein. Das soll mit Kondomautomaten in der ULB und sogenannten “Netflix&ChillLounges” in den Instituten erreicht werden. Auch im StuPa fehle es nach der LISTE an Liebe.

    Die Spitzen-Kandidierenden:

    Die Spitzenkandidaten für die Liste Die LISTE sind Annabell Kalsow und Ulrich Rittmann. Aber "eigentlich gebe es keine klassischen Spitzenkandidaten", so Steffen Fischer von der Liste.

    Das letzte Jahr:

    Im letzten Jahr befand sich die Liste Die LISTE in einem Umbruch. Dadurch, dass viele Gründungsmitglieder nicht mehr dabei sind, versuchen sie eine neue Leitlinie zu finden. Dennoch haben sich die Themen und Ziele, die im Zentrum der Liste stehen, im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert. Auch vor einem halben Jahr forderten sie vor allem mehr Liebe und Transparenz. Die LISTE konnte auch einige Erfolge erzielen. So wurde beispielsweise ihr Antrag angenommen, dass sich das Kulturreferat mit der Aufnahme des SC Preußen Münster Fußballspiele in den Geltungsbereich des Kultursemestertickets beschäftigt.

    Die Liste Die LISTE wurde 2014 von ehemaligen und aktiven Fachschaftler/-innen gegründet und hat zur Zeit vier Sitze im StuPa. Angelehnt an die Partei Die PARTEI hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, auf sehr satirische Art und Weise auf aktuelle Probleme in der Hochschulpolitik hinzuweisen und diese zu verbessern.
     
    Wir haben mit Ullrich Rittmann, Listenplatz 2 der Liste Die LISTE, gesprochen:

  • Die Linke.SDS Münster

    Das SDS steht für Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband und besteht deutschlandweit seit 10 Jahren. Die Liste ist von der Partei DIE LINKE unabhängig, orientiert sich jedoch an ihr und möchte sich nicht nur in der Hochschulpolitik einsetzen, sondern gesamtgesellschaftlich engagieren.

    Themen:

    Die Linke.SDS wünscht sich für Münster eine herrschaftsfreie Gesellschaft und möchte dies mit politischen Aktionen auf der Straße erreichen. Des Weiteren setzt sich die Liste derzeit besonders gegen Rassismus ein.

    Die Liste möchte dem Klimawandel entgegenwirken und die Universität davon abhalten, weiterhin in Kohle zu investieren. Ebenfalls wünscht sich der SDS eine Verringerung der Studiengebühren, sodass Studierende mehr Zeit haben sich auf die Uni oder ihre politische Aktivität zu konzentrieren.

    Der Spitzenkandidat:

    Der Spitzenkandidat der Liste heißt Max Siekmann und studiert Soziologie und Geschichte. Ihm ist besonders wichtig, dass Bildung für jeden zugänglich ist und allen sozialen Schichten ein Studium an einer Hochschule möglich ist.

    Das letzte Jahr:

    Nachdem die Liste im StuPa 2015 / 2016 nicht vertreten war, hatte Die Linke.SDS in der aktuellen Legislaturperiode einen Sitz im StuPa. Damit ist es der noch nicht gelungen, viele ihrer Ziele in die Tat umzusetzen.

    Ihr eigentliches Ziel war mehr Mitglieder zu gewinnen und die Uni für politischen Aktionen zu motivieren. Diese Ziele konnte sie jedoch laut eigenen Angaben erreichen.

    Max Siekmann ist Spitzenkandidat der Linken.SDS. Bei uns stellt er sich persönlich vor:

  • Juso-Hochschulgruppe Münster

    Die Liste “Jungsozialistinnen- und Jungsozialisten-Hochschulgruppe” oder kurz Juso-HSG steht thematisch und inhaltlich der Partei SPD nahe. Sie beschreibt ihre Politik mit vier Attributen: “sozialistisch, feministisch, internationalistisch und ökologisch”.

    Die Themen:

    Die Juso-HSG möchte sich für bessere Studienbedingungen und für eine soziale, gerechte und ökologische Hochschule einsetzen. Konkret spricht sich die Liste für ein elternunabhängiges BAföG und mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende aus. So soll die Höchstmiete für Wohnheime des Studierendenwerks nicht mehr als 250€ betragen. Außerdem setzt sich die Juso-HSG für eine Masterplatzgarantie für Bachelor-Absolventen, mehr Lernräume in den Bibliotheken sowie für mehr Interdisziplinarität in der Lehre und Forschung ein. Besonders sozial oder anderweitig benachteiligte Studierende sollen gefördert werden. So sollen alle Lehreinrichtungen der Uni barrierefrei werden und eine verbindliche Frauenquote bei der Besetzung von Professuren eingerichtet werden.

    Die Spitzenkandidatin:

    Charlotte Sonneborn führt als Spitzenkandidatin die Liste der Juso-HSG an. Insgesamt haben sich 75 Kandidierende für die JuSo-HSG aufstellen lassen. Der Spitzenkandidat der letzten StuPa-Wahl, Julian Engelmann, ist auf Listenplatz 4.

    Das letzte Jahr:

    Bei der letzten StuPa-Wahl erhielt die Juso-HSG 19% der Stimmen und damit 6 Sitze im Parlament. Gemeinsam mit CampusGrün und DIL bildeten sie so den AStA und besetzte mit Julian Engelmann den stellvertretenden ASta-Vorsitz. Die Jusos waren außerdem an der Organisation des Protestcamps für mehr Wohnraum auf dem Schlossplatz sowie dem March for Science beteiligt. Über den AStA wurde erreicht, dass die Studicard - also die Integration von Mensacard und Studierendenausweis - und das Online-Semesterticket etabliert wurde.

    Wir haben mit Charlotte Sonneborn von den Jusos gesprochen:

  • Campusgrün Münster

    CampusGrün steht politisch der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Laut Satzung ist die 2009 gegründete Hochschulgruppe offiziell unabhängig. Im aktuellen Studierendenparlament ist CampusGrün mit 8 Sitzen vertreten. Damit stellt sie die größte vertretene Fraktion. Außerdem bildet CampusGrün zusammen mit der Juso-Hochschulgruppe und der Demokratisch Internationalen Liste die jetzige AStA-Regierung.

    Die Themen:

    Das aktuelle Wahlprogramm ist nach den 3 Leitsätzen „euphorisch ökologisch“, „echt gerecht“ und „nachhaltig vielfältig“ ausgerichtet. Zu den Zielen der Liste zählen unter anderem eine Masterplatzgarantie, E-Learning und die Geschlechtergerechtigkeit. Außerdem setzt sich CampusGrün für eine Ausweitung des Angebots an nachhaltigen und vegetarischen bzw. veganen Speisen in den Mensen ein. Ein zentrales Ziel ist nach Martha Schuldzinski die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum in Münster.

    Zusätzlich zu mehr Wohnraum sollen auch weitere Fahrradstellplätze geschaffen werden, so zum Beispiel am F-Haus.

    Die Spitzenkandidatin:

    Insgesamt kandidieren 31 Studierende für CampusGrün. Spitzenkandidatin ist Martha Schuldzinski. Die Jura-Studentin ist aktuelle Vorsitzende des AStA und war zuvor Referentin für Diversity und Kultur.

    Das letzte Jahr:

    Zu den Erfolgen der vergangenen Legislaturperiode zählt Spitzenkandidatin Martha Schuldzinski die Organisation einer Podiumsdiskussion mit den Kandidierenden der Landtagswahl und eine Kampagne zur Aufklärung über Wahlen. Außerdem habe man erreicht, dass weitere Fahrradpumpen aufgestellt wurden.

    Die Spitzenkandidatin Martha Schuldzinski, aktuell AStA-Vorsitzende, hat mit uns über die Arbeit im StuPa geredet:

  • RCDS - Ring Christlich Demokratischer Studenten

    Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten, kurz RCDS, bekennt sich zu christdemokratischen, konservativen und liberalen Werten. Die Basis der politischen Arbeit bildet dabei die demokratische Grundordnung.

    Die Themen:

    Eines der Hauptthemen des RCDS ist der Ausbau der Digitalisierung. Konkret bedeutet das die Modernisierung der WWU-App und die Integrierung des Semestertickets, sowie mehr e-Books und Live-Übertragungen von Vorlesungen. Zudem sei der RCDS, so Listenkandidat Philipp Schiller, für die Vielfalt in den Mensen: „Das bedeutet für uns, dass wir weder Veggie-Day noch für einen Mettwoch stehen und dass die Mensa während den Prüfungsphasen auch sonntags geöffnet sein kann. Außerdem fordern wir die Einführung von wiederverwendbaren Bechern.“

    Außerdem setzt die Liste sich für mehr Service und weniger Ideologie beim AStA ein.

    Die Kandidaten:

    Der RCDS ist mit 101 Kandidaten auf dem Wahlzettel vertreten.

    Das letzte Jahr:

    Bei der letzten StuPa-Wahl erhielt der RCDS knapp 22% der Stimmen und damit 7 Sitze im Parlament. Als eigene Erfolge der letzten Legislaturperiode verbucht der RCDS die Einführung der Unicard und den Stopp der Finanzierung extremistischer Gruppen.

    6 Semester Medizin-Studium, 6 Semester StuPa. Philipp Schiller, Listenplatz 2 des RCDS war bei uns im Studio.  

Hast du schon gewählt?

Was bisher im Wahlkampf geschah...

Plakatkrieg, Schlagabtausch bei der Elefantenrunde. Bis zur Auszählung geht es hoch her.

  • Plakataktion der Juso-HSG: Keine böse Absicht

    RCDS, LHG und Die Liste haben schwere Vorwürfe gegen die Juso-Hochschulgruppe erhoben. Angeblich wurden Wahlplakate anderer Listen zur StuPa- und Senatswahl überhängt und verschoben. Nun hat die Juso-HSG gegenüber Radio Q Stellung bezogen.

    Auch der ZWA hat von der Aktion Wind bekommen und erteilte der Juso-HSG eine Ermahnung (keine Abmahnung!). Dazu erklärt der Wahlleiter Stefan Bracke "Die Jusos wurden darauf hingewiesen, dass eine Listen es als unfair betrachtet haben, dass ihre Plakate verschoben wurden." Diese hätten das Ganze versucht in Ordnung zu bringen, was die Jusos auch selbst erläutern. 

    "Konsequenzen bietet das Wahlrecht zu solchen Sachen nicht.", so Stefan Bracke. Denn die Wahlkampfrichtlinien seien eine reine Selbstverpflichtung.

  • Die Elefantenrunde mit den Spitzenkandidierenden

    Bei der Elefantenrunde 2017 diskutierten Vertreter/-innen der Listen über die wichtigsten Themen der Hochschulpolitik an der Uni Münster.

    Zusammenfassung der 45-sekündigen Abschlussstatements: 

    • RCDS: "Wir stehen für Service statt Ideologie." 
    • CampusGrün: "Wir stehen für mehr als Service, sondern auch für politische Bildung. Wer Service und ein bisschen Ideologie möchte, soll uns wählen."
    • Jusos: "Wir stehen für verlässliche Arbeit und werden im StuPa eure Rechte vertreten."
    • Die Linke.SDS: "Wir wollen, dass sich alle Studierenden politisch engagieren. Wir freuen uns, wenn ihr wählt. Auch nicht schlimm, wenn nicht." 
    • Die LISTE: "Wir treten dafür, dass die Ersti-Tüten durch Wurfzelte und die Asta-Bullis durch Ponys ersetzt werden."
    • DIL: "Die Ausländische Studierendenvertretung muss weiterhin bestehen. Wir werden vor allem gegen die Wohnungsnot vorgehen."
    • LHG: "Im AStA bedarf es – mit den Worten Christian Lindners – eines Politikwechsels."

    Ihr habt die Elefantenrunde verpasst? Hier gibt's das Ganze nochmal zum Nachschauen:




Wo sind all die Wähler/-innen?


Es gibt Hochschulen, an denen liegt die Wahlbeteiligung bei den StuPa-Wahlen bloß im einstelligen Bereich. Im Vergleich dazu, schneidet die Uni Münster also noch relativ gut ab. Trotzdem sind 18% Prozent Wahlbeteiligung nicht viel. Wie lässt sich diese mangelnde Beteiligung erklären?



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