Superpunk - Die Seele der Menschen unter Superpunk
Zweieinhalb Jahre sind schon eine lange Zeit. Es gab noch keine schwarz-gelbe Regierungen, keine Fußball-WM und keine wirren Songs von Superpunk. Endlich ist es wieder soweit und die fünf Jungs aus Hamburg veröffentlichen ihre neues Album. Am 4. Juni wird „Die Seele des Menschen unter Superpunk“ in den Plattenregalen dieser Welt stehen. Aber wird der Ansturm auf das neue Album genauso groß sein, wie auf irgendwelche neuen Computer mit nem angebissenen Apfelsymbol? Teil Teils. Das Album zeigt ab dem ersten Track seine Geschwindigkeit und die Richtung an: nach vorn aber nicht mit 200 Sachen. Carsten Friedrichs singt so wirr wie eh und je vor sich hin, aber die Dynamik fehlt. Der Rest der Band wirkt ein bisschen wie Begleitmusiker, sie lassen Friedrichs so gut wie alles alleine singen und wirken uninspiriert. Das Album ist trotzdem gut, aber Songs wie „Mann kann einen ehrlichen Mann nicht auf seine Knie zwingen“ oder „Neue Zähne für meinen Bruder und mich“ fehlen. Man schnippt den Takt mit, lächelt über die Texte und freut sich, dass Superpunk immernoch da sind. Denn das von Bernd Begemann produzierte Album hat trotzdem Potenzial diesen Sommer im Auto-CD-Player zu rotieren. Nach Superpunk wohl am liebsten in einem Ford Escort.
Andi Weiland

Superpunk - Die Seele der Menschen unter Superpunk
Label: Tapete (Indigo)
Vö: 4. Juni 2010




Fragen? Kommentare? Die 

