Klimawandel: Wetterprognose 2050

Der Klimawandel wird auch in Münster das Wetter drastisch verändern. Der Meteorolge André Simon verdeutlichte in einem Vortrag vor dem Umweltausschuss der Stadt Münster die Auswirkungen des Klimawandels. (28.2.)

von Fabiola Heynen

In den kommenden Jahrzehnten werde das Wetter in Münster immer extremer, wie das Team um André Simon berechnet hat: 2030 sollen die Bedingungen in Münster den derzeitigen in Lyon ähneln und 2050 dann wie im spanischen La Coruña sein.

Trotzdem heißt das nicht "Sommer, Sonne, Sonnenschein". Der Meterologe prophezeit neben Hitzewellen und Dürreperioden auch sintflutartige Regenfälle. Ein Beispiel sei dafür der große Jahrhundertregen 2014, den er aus wissenschaftlicher Sicht als "Monsunregen" bezeichnet. Damals waren beispielsweise fast 300 Liter Wasser pro Quadratmeter in nur sieben Stunden gefallen, was zu den höchsten je gemessenen Werten in ganz Deutschland gehört. Die Stadt befand sich wochenlang im Ausnahmezustand.

Die Mitglieder des Stadtrats reagierten auf die Berechnungen des Meteorologen-Teams besorgt, wie die WN berichtet. Gerhard Joksch (Bündnis 90/Die Grünen) fordert aktives Handeln von Seiten der Stadt. Man müsse sich andernfalls weiter auf Unwetter wie im Sommer 2014 einstellen.

Übrigens: 2014 haben Wissenschaftler des Weltklimarats das erste Mal zweifelsfrei festgestellt, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Der Weltklimarat, in dem tausende Wissenschaftler die neuesten Erkenntnisse herausbringen, hat 2014  seinen 5. Sachstandsbericht dazu herausgebracht.


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